Schmetterlingsblütengewächse - Merkmale erkennen

Schmetterlingsblütengewächse - Merkmale erkennen

Es gibt sehr viele verschiedene Schmetterlingsblütengewächse. Zu ihnen gehören verschiedene Ginster, etliche Kleesorten, Erbsen und Bohnen, Vogel- und Zaunwicke, Luzerne, Honigbusch, Gelbholz, Balsambäume, Tragant, Blasensträucher, Indigofera und viele mehr. Sie gehören alle zu den Hülsenfrüchtlern. Ansonsten haben die Pflanzen oft nicht sehr viele gemeinsame Merkmale, was die Klassifizierung erschwert.

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  • Eine Besonderheit der Schmetterlingsblütengewächse ist, dass sie eine Symbiose mit „Wurzelknöllchenbakterien“ (Stickstoffbakterien) eingehen. Der Vorteil ist, die Versorgung mit Nährstoffen und der Schutz der Wurzel. Die Bakterien können

    Luftstickstoff binden. Diesen können sie der Pflanze als Dünger zur Verfügung stellen. Das bedeutet, die Pflanzen sind auch auf dürren Boden gut überlebensfähig.
Charakteristische
vegetative Merkmale

  • Schmetterlingsblütengewächse können Bäume, Sträucher oder Lianen sein oder aber krautige Pflanzen. Auf alle Fälle sind es immer verholzende Pflanzen.
  • Es gibt einjährige bis ausdauernde Exemplare.
  • Die Blüte besteht aus Flügel, Schiffchen,Fahne, Kronblättern, Fruchtblatt und Staubblättern.

  • Die Blätter sind in der Regel wechselständig, fidrig zusammengesetzt und meist unpaarig gefiedert. 
  • Ableitungen sind gefiederte (Lupinen) oder dreizählige (Klee) Blätter.
  • Oft Nebenblätter (Stipeln) vorhanden.
Generative Merkmale
  • Typisch für alle Schmetterlingsblütengewächse ist die Ausbildung der zwittrigen, zygomorphen (sie bestehen aus zwei spiegelgleichen Hälften), fünfzähligen Blüten.
  • Meist gibt es fünf Kronblätter und vier oder fünf Kelchblätter.
  • Charakteristisch ist, das das obere Kronblatt oft vergrößert und nach oben gebogen ist.
  • Dagegen sind die unteren beiden Kronblätter miteinander verwachsen oder verklebt. Sie bilden eine kahnähnliche Röhre, deren Spitze etwas nach oben zeigt. Darin liegen die Staubblätter und das Fruchtblatt.
  • Die seitlichen Kronblätter bilden die Flügel. Insgesamt ähnelt der Aufbau der Blüte einem Schmetterling, daher der Name.
Fazit

Schmetterlingsblütengewächse haben ihren Namen nicht von ungefähr. Die Blüten ähneln einem Schmetterling mit geöffneten Flügeln. Besonders typische Pflanzen, die man in Gärten und auf Wiesen in der Natur häufig findet, sind viele Kleearten und Wicken. Bei ihnen lässt sich die Form super erkennen.