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Lithops, lebende (lebendige) Steine - Pflege

Lithops oder auch Lebende Steine verdanken ihren Namen ihrer Ähnlichkeit mit Kieselsteinen. Die interessant blühenden sukkulenten Pflanzen gehören zu den Mittagsblumengewächsen, das heißt, die meisten blühen um die Mittagszeit. Allerdings gibt es auch Sorten, ...



die sich erst abends oder sogar nachts öffnen. Das Besondere an den Lithops ist, dass ihre neuen Blätter durch die alten hindurch brechen.

Die Pflanzen mögen einen hellen und sonnigen Standort und das möglichst ganzjährig. In den heißen Sommermonaten sollten sie aber nicht der prallen Mittagssonne ausgesetzt werden. Sonnenbrand zeigt sich durch eine Verfärbung der oberen Blattflächen.  Wenn die Lithops im Freien übersommern, sollten sie einen vor Regen geschützten Platz bekommen. Auch in Räumen brauchen die Pflanzen viel frische Luft. Bei zu hoher Luftfeuchtigkeit kann es vorkommen, dass die Pflanze seitlich aufreist. Ein Wärmestau in einem Südfenster ist für Lithops genau so schädlich, wie ständig nasse Füße.

Das Pflanzsubstrat muss gut durchlässig sein. Günstig ist ein hoher mineralischer Anteil. Dies erreicht man durch Sand oder kleine Steinchen. Normale Blumenerde ist nicht geeignet. Besser ist ein Gemisch aus einem Drittel  lehmfreier Gartenerde, einem Drittel Sand und einem Drittel Bimskies. Auch ein Lava-Bims-Gemisch ist nicht schlecht. Am besten pflanzt ...



man viele Pflanzen in eine Schale, das sieht besser aus und Wasserhaltung und Temperatur des Substrats sind stabiler. Das Pflanzgefäß sollte ausreichend tief sein, denn die lebenden Steine bilden Pfahlwurzeln.

Gegossen wird nur sehr sparsam. Die lebenden Steine haben wasserspeicherde Eigenschaften. Wenn man gießt, dann soviel, bis die Erde keine Feuchtigkeit mehr aufnimmt. Überflüssiges Wasser wird entfernt (Untersetzer). Bis zum nächsten Gießen wartet man, bis die Erde gut ausgetrocknet ist. Zu wenig Wasser macht den Pflanzen nichts aus, ein zuviel ist meist tödlich. Während die Lithops Blätter ausbilden, wird nur minimal Wasser verabreicht. Ein zuviel an Wasser kann zum Platzen führen. Durch eine Verletzung steigt die Gefahr von Fäulnis. Gedüngt wird erst, wenn die neuen Blätter vollständig ausgebildet sind. Man verwendet Kakteendünger in der halben Konzentration und das einmal monatlich.

Überwintert werden Lithops kühl, zwischen 5 und 15 Grad. Je kälter die lebenden Steine stehen, um so weniger gießt man. Bei höheren Temperaturen kann man das Pflanzsubstrat ab und zu anfeuchten, damit das Wurzelsystem überleben kann.

Lithops werden durch Samen und Aussaat vermehrt. Die Samen sind mehrere Jahre keimfähig und sollten in der Samenkapsel aufbewahrt werden. Ausgesät wird im Frühjahr oder im Herbst. Die Temperaturen sollten nicht unter 20 Grad liegen. Zwar kann man die Gruppen auch teilen, doch das ist schwierig.

Als Schädlinge kommen Woll- und Wurzelläuse in Frage. Auch die Trauermücke kann Schäden verursachen. Wollläuse lassen sich mechanisch entfernen. Vertrocknete Blatthüllen müssen entfernt werden. Wurzelläuse bekämpft man durch ein Abspülen der Wurzel. Dann pflanzt man frisch ein. Sollten sich Spinnmilben zeigen, braust man diese am besten ab. Vorsicht vor Schneckenfraß!



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