Indisches Blumenrohr (Canna indica) - Pflege

Das Indische Blumenrohr (Canna indica), auch Schmuckrohr oder indische Tabakpflanze genannt, blüht auf einem guten Platz den ganzen Sommer und unermüdlich. Es ist eine äußerst Wärme liebende Pflanze. Eigentlich auch kein Wunder, denn sie kommt ursprünglich aus subtropischen Gebieten, aus Indien.

CannaEigenheiten des Indischen Blumenrohrs

Die Rhizome des Indischen Blumenrohrs sind essbar. Allerdings sind sie sehr faserreich und können erst nach stundenlangem kochen verzehrt werden. Ihr Geschmack ähnelt dem von Süßkartoffeln. Gern und viel gegessen wird das Indisches Blumenrohr

(Canna indica) in den Anden und in Asien. Die in den Rhizomen enthaltene Stärke wird auch zur Herstellung von Glasnudeln verwendet.

Einen großen Nachteil hat diese Zierpflanze jedoch: Sie muss kühl und dunkel überwintert werden. Das bedeutet, dass die Rhizome im Herbst ausgraben werden müssen, damit man sie an einem dunklen und frostfreien Raum überwintert. Schon im ersten Monat des Jahres können die Rhizome in Töpfe gepflanzt werden und im Warmen gehalten werden. Dann treibt die Pflanze recht schnell aus. Dies garantiert eine sehr frühe Blüte die bis in den Herbst hinein reicht. Ab Mai, wenn die Nachfröste vorbei sind, können Indisches Blumenrohr ins Freiland gepflanzt werden.

Indisches Blumenrohr (Canna indica) liebt einen sehr sonnigen Standort. Einen Nährstoffreichen Boden und regelmäßiges Gießen. Dann blüht die Pflanze unermüdlich. Im Herbst, vor den ersten Frösten, werden die Rhizome ausgegraben, die Wurzeln gekürzt und die dickeren Rhizome geteilt. Jedes Rhizom sollte zwischen 3-5 Augen haben. Es ist auch möglich, das Indische Blumenrohr mittels Samen, die sich über die Blüten bilden, zu vermehren.

Im Handel sind niedrige und hohe Sorten in einer wahren Farbenpracht erhältlich. Das schließt sowohl die Farbe der Blüte, als auch die Farbe der Blätter und des Stängels mit ein.

Beliebte Canna-Sorten
    • ’Montaigne’ – besticht durch ihr dunkelrotes Laub und die purpurfarbenen Blüten, etwa 130 cm Höhe
    • ’Cleopatra’ – Tupfen und Streifen in Gelb und Rot, traumhaft gemustert und nicht zu groß, etwa 100 cm
    • ’Lucifer’ – Zwergsorte mit 60 bis 80 cm Höhe, Feuer und Flamme in Rot mit gelber Umrandung
    • ’Golden Lucifer’ – gelbe Blüten mit kleinen orangen Farbspritzern darauf
    • ’Tropicanna’ – riesig und tropisch, orange Blüten und gestreiftes grüb-rotes Laub, Höhe 250 cm, gigantisch
    • ’Semaphore’ – gelbe Blüten mit orangem Innenleben
    • ’Tenerife’ – rote
      Blütenblätter und dazu gelbe mit roten kleinen Tupfen, außergewöhnliche Kombination, gibt es auch ohne Rot, nur getupft
    • ’Red Russian – dunkelrot und dunkelgrün schimmerndes Laub und dazu Blüten in Knallorange mit Rot
    • ’Journey’s End’ – sehr feingliedrige Blüte, gelb und rot verschieden gemustert und getupft
    • ’Dollar’ – sehr spektakuläre Blüte in Rot und Gelb
Wer sich für Cannas interessiert und tolle Sorten sucht, dem sei die Seite www.canna-passion.de, bzw. noch www.cannaparadies.de ans Herz gelegt.

Gladiolien wie diese ähneln einigen Canna-Sorten sehrFreiland – oder Kübelhaltung?

Die Canna mit ihren exotisch aussehenden Blüten erinnert an eine Mischung aus Gladiole und Orchidee. Besonders dekorativ wirken Blüten mit Farbverläufen. Ein weiteres Highlight sind die Blätter, die es in verschiedenen Grüntönen, auch zwei- und mehrfarbig mit verschiedenen Rottönen gibt. Sie können wie panaschiert wirken, es gibt aber auch gestreifte

und anders gemusterte Exemplare. Die ganze Pflanze ist ein Hingucker.
Man kann das Indische Blumenrohr sowohl im Freiland, als auch im Kübel kultivieren. Der Kübel hat einige Vor- und Nachteile:
  • Pflanzen können ab Februar vorgezogen werden, gleich im Kübel. Sie müssen nicht umgepflanzt werden.
  • Den Kübel kann man plazieren, wo man mag.
  • Besonders gut steht er unter einem Dachvorsprung, damit Regen nicht an die Pflanzen kommt. So bleiben die empfindlichen Blüten lange Zeit unbeschädigt.
  • Die Pflanzen brauchen im Sommer viel Wasser. Ein Kübel kann nur begrenzt Wasser aufnehmen. Unter umständen muss man mehrmals am Tag gießen.
  • Große Kübel sind schwer und mitunter nicht mehr ohne weiteres zu transportieren.
Wichtig ist ein sonniger Standort, denn die Pflanzen sind Sonnenanbeter. Auch Dünger ist entscheidend, damit sich die Blüten gut entwickeln können und möglichst lange blühen. Möglich ist eine Blüte von Mitte Juni bis Ende November. Im Beet gibt es weniger Probleme mit dem Gießen. Hier kann man das Erdreich kräftig wässern, dann kommt man auch mit einem Gang am Tag hin. Wenn es nicht so heiß ist, muss man nicht so regelmäßig gießen.

Pflegetipps zum Indischen Blumenrohr
    • Vorziehen der Canna ab Februar bei Temperaturen um die 18 °C. Vorher gleich Rhizome teilen!
    • Erst Ende Mai ins Freiland pflanzen! Vorher eine Woche abhärten lassen!
    • Cannas vertragen keinerlei Frost, auch die Rhizome nicht!
    • Erdvorbereitung mit Kompost, Kaliumsulfat mit Magnesium und Hornspänen
    • Bei Kübelpflanzung Drainageschicht einbauen
    • Als Substrat für Kübelpflanzung eignet sich Erde die ordentlich vorgedüngt ist.
    • Im Sommer ausreichend wässern! Die großen Blätter verdunsten eine Menge Wasser.
    • Am besten mit warmem Wasser gießen!
    • Beim Auspflanzen Ende Mai wenig düngen, mit Hornspänen und etwas NPK-Dünger mit Magnesium und Schwefel
    • Basisdüngung Ende Juni und Anfang August mit NPK-Dünger, etwa gleich viel N und P und mehr K.
    • Mäßige Nachdüngung Mitte September
    • Nach den ersten Nachtfrösten die Rhizome mit der Grabegabel aus der Erde nehmen!
    • Möglichst weiträumig ansetzen, um die Rhizome nicht zu verletzen! Jungrhizome sitzen sehr tief und recht weit entfernt von der Mutter.
    • Rhizome vom Erdreich säubern (vorsichtig abklopfen) und Blätter abschneiden. Vom Stängel etwa 10 cm stehen lassen.
    • Rhizome mit Augen nach oben in einen Karton schichten. Etwa 5 Tage abtrocknen lassen!
    • Mit leicht feuchtem Sand abdecken. Es sollte fast nichts mehr herausschauen! So wird das Wachstum gehemmt.
    • Dunkel überwintern bei Temperaturen zwischen 6 und 10 °C.
    • Immer wieder kontrollieren, um Fäulnis zu vermeiden!
    • Rhizome dürfen nicht austrocknen, also bei Bedarf leicht besprühen!
    • Im Herbst Boden mit Kompost aufbereiten!
    • Canna im Kübel können darin bleiben, werden aber auch auf 10 cm abgeschnitten.
    • Im Frühjahr müssen sie umgetopft werden. Sie brauchen frische Erde.