Olivenbaum (Olea europaea) - Ölbaum - Pflege

Der Olivenbaum ist in Deutschland längst zu einer beliebten Kulturpflanze geworden wie auch der Zitronenbaum und Trompetenbaum. Der bereits zu biblischen Zeiten wichtige Ölbaum (Olivenbaum) war, wie es der Name bereits sagt, durch seine Oliven sehr beliebt und erfreut sich auch heute steigender Beliebtheit. Die Pflege des Olivenbaums ist recht einfach und erfordert nicht viel Zeitaufwand. Wer sich entscheidet einen Baum zu kaufen, sollte allerdings auch das überwintern und das Schneiden, den Schnitt, nicht außer betracht lassen.

Pflegeanleitung:
 

Je nachdem, ob der Ölbaum im Kübel steht (als Kübelpflanze) oder aber im

Garten fest eingegraben, gibt es deutliche Unterschiede in der Pflege. Allgemein benötigt der Olivenbaum wenig Wasser, denn in seiner natürlichen Umgebung, vor allem in Südeuropa, kann er leicht Trockenperioden überstehen, da seine Wurzeln tief in die Erde reichen. Dies ist auch im Garten der Fall, anders jedoch im Kübel. Hier muss die Erde öfter gegossen werden. Im Garten reicht zumeist der natürliche Regen aus. In Trockenzeiten ab und zu gießen.
 

OlivenbaumDer Olivenbaum ist ein Sonnenanbeter. Er benötigt viel Licht, um während des Wachstums Früchte auszubilden, die nicht selten auch in unseren Breiten reif werden. Je südlicher man wohnt, desto höher ist die Chance. Dies hängt vor allem auch von den Temperaturen ab. Im Sommer sollte er möglichst warm stehen, natürlich auch sonnig.

Während der Überwinterung jedoch kühl.
 

Weiteres zur Überwinterung vom Olivenbaum.

Im Kübel gepflanzt sollte der Boden sandig sein. Dies entspricht den natürlichen Bedingungen. Da der Olivenbaum schnell wächst, sollte man ihn alle zwei Jahre auslichten, verschneiden und kann ihn einen runden Schnitt

(Verschnitt) verpassen. Man kann beliebig auslichten und möglichst abstehende Zweige entfernen.

Allgemein kann man sagen, dass man den Olivenbaum nicht großartig pflegen muss. Er kommt besonders im Sommer ohne jede große Fürsorge aus.
 

Die Vermehrung des Olivenbaums ist unproblematisch. Man kann einfach die heruntergefallenen Oliven in die Erde setzen und bereits nach wenigen Wochen treibt der Samen aus. Nach dem Umtopfen, wenn die Pflanze etwas größer ist, kann man sie groß pflegen. Sie hat dabei die gleichen Ansprüche wie der ausgewachsene Olivenbaum. Jedoch tragen diese Bäume keine Früchte, bzw. nur sehr kleine. Möchte man Früchte ernten, sollte man einen Olivenbaum kaufen oder eine Patenschaft eingehen.

Wichtig bei Haltung im Pflanzgefäß

  • Drainage am Topfboden, um zu gewährleisten, dass überschüssiges Wasser abfließen kann.
  • Pflanzsubstrat muss durchlässig sein.
  • Das Pflanzgefäß sollte in etwa so groß sein, wie die Baumkrone.
  • Beste Zeit zum Umtopfen ist das Frühjahr.
  • Stehendes Wasser unbedingt vermeiden!
  • Am besten Untersetzer weglassen!
  • Trotzdem benötigen Olivenbäume im Topf mehr Wasser, als ausgepflanzte Exemplare.
  • Kalthaus und Temperaturen um die 10 °C sind ideal für die Überwinterung.
  • Im Winter fallen oft Spinnmilben über den Baum her. Werden sie nicht rechtzeitig erkannt, können sie großen Schaden anrichten.
  • Wenn die Blätter hängen, muss das nicht auf Wassermangel hindeuten.
  • Auch bei zu viel Wasser sieht der Baum so aus. Wurzel kontrollieren!

Olivenbaum mit FrüchtenWichtig bei ausgepflanzten Olivenbäumen

  • Baumscheibe freilassen! Nichts unterpflanzen!
  • Ideal ist ein poröser Untergrund und ein lehm-, sand- und kalkhaltiger Boden.
  • Beste Zeit zum Pflanzen ist das Frühjahr.
  • Im Frühjahr mit Kompost versorgen!
  • Frost zwischen –5 und –10 °C

    wird vertragen, wenn der Baum sonst geschützt steht.
  • Wichtig ist eine Düngung mit Patentkali, etwa Mitte September (gut für Verholzung und Winterhärte).
  • Unbedingt Winterschutz anbringen, für Wurzelbereich, Stamm und Krone.
  • Vor dem ersten Frost Schutz anbringen!
  • Gut sind Laub, Stroh, Mulch und Schutzmatten aus Jute, Sisal, Kokos und Stroh.
  • Keine Noppenfolien

Vermehrung

Man kann einen Olivenbaum durch Aussaat und Veredlung vermehren. Zur Aussaat benötigt man eine reife, unbehandelte Olive. Das Fruchtfleisch wird entfernt, der Kern einen Zentimeter tief in Erdreich gesteckt. Das Gefäß mit einem Deckel versehen, warm stellen und gleichmäßig feucht halten. Der Keimling benötigt viel Licht.

Zum Veredeln schneidet man im Sommer einen halbverholzten Steckling und steckt ihn in ein Bewurzlungspräparat. Diese Art dauert lange und ist schwierig. Meist ist es besser, ein Bäumchen zu erwerben.

Fazit

Ein Olivenbaum ist eine dankbare Kübelpflanze. Die Pflege im Sommer ist sehr einfach, nur im Winter ist sie etwas heikel. Man benötigt ein entsprechendes Winterquartier. Ansonsten zeichnet sich vor allem der ältere Olivenbaum durch Robustheit aus. Er benötigt nicht viel Pflege und überzeugt durch sein Aussehen und seine ganz spezielle Art.

alt