Manna-Esche, Blumenesche, Fraxinus ornus - Pflege und Schneiden

Die Blumenesche stößt als Alternative zu Eichen und anderen mittelgroßen Bäumen auf zunehmendes InteresseEine Manna-Esche, die auch Blumenesche genannt wird, ist ein durchaus schön anzusehender mittelgroßer Baum, der als Hausbaum besonders in der warmen Jahreszeit durchaus viel Freude bereiten kann. Durch seine etwas bescheidenere Größe passt er hervorragend in den Garten oder vor das Haus und kann dort im Sommer viel Schatten spenden sowie den Singvögeln ein schönes Zuhause bieten. Damit die Manna-Esche jedoch immer gepflegt aussieht, muss regelmäßig Hand angelegt werden.

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Manna-Esche - Größe als Vorteil

Die Manna-Esche oder auch Blumenesche wird nur etwa 10 Meter groß, was sie als Hausbaum so beliebt macht. Hinzu kommt, dass sie im Schnitt pro Jahr nicht mehr als 20 cm wächst und daher auch wenig Arbeit bei der Pflege und dem Schneiden bereitet. Ihre runde Krone bringt nicht nur viele grüne Blätter hervor, sondern blüht auch in den Monaten Mai und Juni. Die weißen Blüten sehen nicht nur schön aus, sondern duften auch sehr angenehm. Im Herbst verfärbt sich das Laub violett und bildet damit einen tollen Blickfang. Und da er nur wenig Wasser benötigt, gut Hitze verträgt und zudem auch mit Luftverschmutzung nur wenig Probleme hat, kann er durchaus auch mitten in einer Großstadt sein neues zu Hause finden. Alles in allem ist der mittelgroße Baum also eine gute Alternative zu großen Eichen, oder anderen Bäumen, die aufwendiger in der Pflege und der Handhabung sind.

Pflege

Hausbäume wie die Manna-Esche sind in der Pflege eigentlich recht unkompliziert. Sie sind schon dankbar, wenn sie ein sonniges und ausreichend großes Plätzchen ihr Eigen nennen können, an dem Sie in Ruhe wachsen und gedeihen können.
Folgende Dinge müssen beachtet werden:
  • die Manna-Esche benötigt wenig Wasser
  • sie liebt es sonnig und warm
  • es werden keine besondere Erde und auch kein Dünger benötigt
Pflanzung

Für die Pflanzung von Fraxinus ornus sollte der Herbst oder der Winter ausgewählt werden. Die Bäume sind zu dieser Jahreszeit laublos und können so besser gehandhabt werden. Zudem werden sie oftmals zu dieser Zeit nur in den Baumschulen und Gartencentern angeboten. In der Regel sind die Bäume ohne Topfballen erhältlich. Die Wurzeln sind nackt und der noch kleine Baum recht stark zurück geschnitten. Er sollte deshalb so schnell wie nur möglich in die Erde gebracht werden, damit er keinen großen Schaden nehmen kann.

Kann die Manna-Esche jedoch in einem Container gekauft werden, muss die Pflanzung nicht sofort erfolgen. Der Baum hat dann ausreichend Erde, um einige Tage im Container zu verweilen. Wichtig wäre, dass er relativ sonnig steht und dass er hin und wieder etwas Wasser bekommt. Tipp: Die Manna-Esche soll zwar in der kalten Jahreszeit eingepflanzt werden. Dies gelingt jedoch nur dann, wenn der Boden nicht gefroren ist.

Standort

Eine Manna-Esche mag es gerne warm, trocken und sonnig. Sie sollte deshalb nur in entsprechenden Gegenden gepflanzt werden. Der Boden sollte nicht zu feucht sein, da die Wurzeln sonst verschimmeln könnten und die Feuchtigkeit dem Baum nicht beim Wachsen hilft. Trotz der bevorzugten warmen Temperaturen ist die Manna-Esche nicht frostempfindlich. Voraussetzung dafür ist jedoch die Tatsache, dass sie im Vorfeld gut angewachsen ist. Einen besonderen Schutz für den Winter wie eine Plane oder einen Ring um den

Stamm benötigt Fraxinus ornus nicht. Auch der Boden muss nicht abgedeckt werden.

Wachstum

Da die Manna-Esche nur recht langsam wächst, sollte der Baum in den ersten Jahren gestützt werden. Der Stamm ist zu Beginn sehr schlank und könnte bei stärkerem Wind oder unachtsamen Menschen wie auch Tieren schnell brechen. Mit einer entsprechenden Stütze kann vorgebeugt werden und der Baum kann in Ruhe wachsen.

Gießen und Düngen

Im Prinzip muss die Manna-Esche nicht zusätzlich gegossen werden. Nur in den ersten Wochen nach der Pflanzung sollte sie mit etwas Wasser bedacht werden. Ansonsten reicht ihr das Wasser aus, welches der Regen bringt. Ausnahmen bestehen nur dann, wenn es eine sehr lange Trockenperiode geben sollte. Dann kann es nicht verkehrt sein, ein paar Kannen Wasser an den Baum zu kippen. Die
Wurzeln werden das Wasser schnell aufnehmen und lange speichern. Und auch beim Düngen gibt es keine besonderen Regeln. Der sehr pflegeleichte Baum benötigt keinen speziellen Dünger. Sollte etwas Humus übrig sein, kann er gerne in die Erde rund um den Baum eingearbeitet werden. Er wird aber nicht dringend für das Wachstum benötigt. Chemische Dünger sollten überhaupt nicht zum Einsatz kommen, da diese für die Entwicklung und das Wachstum des Baumes keine Rolle spielen.

Positive Eigenschaften

Bei guter Pflege liefert die Manna-Esche ein wunderbares Brennholz. Der Brennwert ist in etwa so hoch wie der bei einer Buche oder einer Eiche. Abgeschnittene Äste müssen daher nicht entsorgt werden, sondern können durchaus verbrannt werden. Tipp: Die Äste müssen im Vorfeld nicht getrocknet werden. Sie brennen frisch genauso gut wie trocken.

Zudem ist das Holz der Manna-Esche sehr hart und zugleich elastisch. Es wird in der Möbelindustrie sehr gerne für die Herstellung von hochwertigem Parkett oder Treppen, Möbel sowie Sportgeräten eingesetzt. Wer Kinder hat, kann aus den Ästen auch einen wunderbaren Flitzbogen basteln. Die Äste sind so elastisch, dass der Bogen viele Pfeile abschießen wird.

Schneiden

Mit dem Verschneiden der Manna-Esche sollte man recht vorsichtig sein. Die Bäume wachsen nur sehr langsam und müssen deshalb nicht ständig zurück geschnitten werden. Empfehlenswert ist dies nur dann, wenn einige Äste zu lang werden oder sich mit anderen Ästen überschneiden. Dann kann im Frühjahr zur Heckenschere gegriffen werden und der Baum bekommt ein neues Aussehen. Ein Schnitt wäre aber auch dann denkbar, wenn der Baum nur eine bedingte Höhe erreichen soll, weil das Platzangebot nicht allzu groß ist. Tipp: Wird der Baum verschnitten, dann passiert es sehr oft, dass im darauf folgenden Frühsommer die Blütenpracht des Baumes etwas geringer ausfällt.
 
Häufig gestellte Fragen
  • Ist die Manna-Esche winterhart? - Ja. Die Manna-Esche kann problemlos auch einen sehr kalten Winter überstehen. Voraussetzung dafür ist jedoch immer, dass sie gut angewachsen ist und die Wurzeln ausreichend Nährstoffe wie auch Halt im Boden finden.
  • Wann kann Fraxinus ornus gepflanzt werden? - Wie bei allen Bäumen empfiehlt sich eine Pflanzung in der kalten Jahreszeit, wenn der Baum keine Blätter trägt. Der Boden darf dafür jedoch nicht gefroren sein.
  • Warum benötigt die Manna-Esche so wenig Wasser? - Der Baum ist als Hausbaum deshalb so beliebt, weil er sehr pflegeleicht ist. Sein geringer Wasserverbrauch liegt in der Tatsache begründet, dass er sehr gut Wasser speichern kann. Regnet es, dann nimmt er so viel Wasser auf wie nur möglich und kann dies dann im Anschluss gut dosiert verbrauchen. Gegossen werden muss deshalb nur bei sehr langen Trockenperioden.
Wissenswertes zur Mana-Esche in Kürze

Als Hausbaum kultivieren

Die Blumenesche (Fraxinus ornus) wird bis zu zehn Meter hoch, wächst aber mit etwa 20 cm pro Jahr nur sehr langsam und ist daher auch für kleinere Gärten geeignet. Sie bildet eine runde Krone und blüht in der Zeit von Mai bis Juni mit zahlreichen weißen Blüten, die sehr gut duften. Doch auch ihr gefiedertes Laub, das sich im Herbst leicht violett verfärbt, ist sehr dekorativ. Dieser Baum eignet sich auch für städtische Gegenden, weil er gut mit Hitze, Trockenheit und Luftverschmutzung zurecht kommt. Er kann einzeln stehen, wird aber auch gern als Straßenbaum für eine Allee verwendet.

Als Hochstamm kultivieren

Die Blumenesche wird im Gartenhandel auch auf einem Hochstamm verkauft und kann wegen ihres langsamen Wuchses als Kübelpflanze auf der Terrasse kultiviert werden. In diesem Fall sollte der Kübel während des Winters jedoch mit einem Vlies oder einer Luftpolsterfolie umwickelt werden, um den Wurzelbereich vor Frost zu schützen.

Pflege und Schnitt
  • Hausbäume werden am besten in der laublosen Zeit von Oktober bis März gepflanzt und sind meist auch nur in dieser Zeit in den Baumschulen erhältlich.
  • Dort werden sie meist wurzelnackt, also ohne Topfballen verkauft und sollten deshalb so schnell wie möglich eingepflanzt werden - allerdings nur, wenn der Boden nicht gefroren ist.
  • Die Blumenesche wächst am besten in warmen und trockenen Gegenden und sollte daher einen möglichst sonnigen Platz mit einem nicht zu feuchten Boden bekommen.
  • Sie ist, sobald sie gut angewachsen ist, sehr frosthart und benötigt daher keinen besonderen Schutz für den Winter.
  • Ein Rückschnitt ist normalerweise nicht nötig, bei Bedarf können zu lange Äste jedoch im Frühjahr eingekürzt werden.
  • In diesem Fall ist aber damit zu rechnen, dass die Blüte im darauf folgenden Sommer geringer ausfallen wird.
Verwendung in der Medizin

Wenn Äste und Zweige der Blumenesche angeritzt werden, tritt aus ihnen ein Saft aus, der an der Luft schnell hart wird. Dieser Saft enthält unter anderem Mannitol, einen Zuckeralkohol, der auch Mannit genannt wird. Diese Substanz wird in der Medizin zur Behandlung verschiedener Krankheiten und zur Prophylaxe eingesetzt wird. Hierzu gehören zum Beispiel Vergiftungen, aber auch eine prophylaktische Behandlung nach einer Operation, um ein Nierenversagen zu verhindern.