Goldulme - Pflege, Schneiden, Krankheiten der Ulme
Die Goldulme ist eine Kreuzung aus der Berg- und der Feldulme. Sie hat gekraustes Laub, das goldgelb leuchtet und wird bis zu zehn Meter hoch. Goldulmen wachsen sehr aufrecht und haben eine Krone, die säulen- oder trichterförmig aussieht.
Neue ... Blätter sind beim Austrieb leuchtend gelb und werden später gelb oder gelbgrün, häufig auch grün. Eine Goldulme ist weniger empfindlich gegen das Ulmensterben als andere Sorten dieser Baumart. Wegen ihrer Farbe ist sie ein schöner Blickfang für den Garten und aufgrund ihres schlanken Wuchses auch für kleinere Gärten geeignet.
Eine Goldulme pflanzen und pflegen
Die Goldulme braucht einen nährstoffreichen, feuchten und kalkhaltigen Boden. Damit sie nach der Pflanzung gut wurzeln kann, sollte der Boden vorher aufgelockert werden. Lehmböden können hierzu durch etwas Sand oder Kies durchlässiger gemacht werden. Um dem neuen Baum genügend Nährstoffe zu bieten, kann in das Pflanzloch etwas Kompost oder Pflanzerde als Untergrund gegeben ...
werden, wodurch der Baum sich vor allem in der ersten Zeit leicht mit den nötigen Nährstoffen versorgen kann. Der Wurzelballen sollte vor dem Pflanzen für etwa zehn Minuten in ein Gefäß mit Wasser gestellt werden, damit die Wurzeln ausreichend Wasser aufnehmen können. Dies ist dann der Fall, wenn aus dem Wasser keine Luftblasen mehr aufsteigen. Danach kann die Pflanze in das Pflanzloch gesetzt werden, das etwa doppelt so groß wie der Ballen sein sollte. Mit etwas Gartenerde wird der übrige Bereich aufgefüllt, direkt danach wird reichlich gegossen und auch in den folgenden Wochen muss der neue Baum regelmäßig mit Wasser versorgt werden. Jedes Jahr im Frühjahr sollte eine Düngung erfolgen, hierzu können ein Gartendünger aus dem Handel oder natürliche Dünger verwendet werden.
Der richtige Rückschnitt der Goldulme
Die Krone der Goldulme kann bei Bedarf dort ausgelichtet werden, wo Triebe sehr dicht stehen. Dabei sollten solche Triebe, die in die Krone hineinwachsen, zuerst entfernt werden. Wenn der Baum insgesamt zu groß wird, können auch die Seitentriebe entsprechend gekürzt werden. Am besten erfolgt der Schnitt in den Monaten von November bis März, weil dann keine Duftstoffe aus den Schnittflächen abgegeben werden, die den für die Bäume gefährlichen Ulmensplintkäfer anlocken.
Krankheiten der Ulmen
Auch die Goldulme kann vom Ulmensterben betroffen sein, die viele europäische Ulmenarten befällt. Die Ursache hierfür ist der Ulmensplintkäfer, in dessen Fraßgängen sich ein Pilz vermehrt, durch den die Wasserversorgung des Baumes gestört wird. Dann welken die Blätter plötzlich, verfärben sich und vertrocknen. Möglicherweise kann die Goldulme noch gerettet werden, indem der betroffene Ast abgeschlagen wird, ansonsten stirbt der ganze Baum ab. Bei mehreren Ulmen sollte daher ein befallener Baum frühzeitig gefällt werden, um ein Übergreifen auf die anderen Bäume zu verhindern.
Verdickungen auf den Blättern können auf Gallmilben hindeuten. Diese kleinen Spinnentiere können bei einem starken Befall mit einem Mittel auf Basis von Rapsöl oder Paraffin bekämpft werden. Auch eine Ulmen-Gallenblattlaus kann den Baum befallen. Sie lebt im Sommer auf Birnenbäumen und überwintert auf Ulmen. Hier helfen die gleichen Mitteln wie gegen Gallmilben.
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