Zwergweide
Von den rund 300 bekannten Weidenarten kommen nicht wenige auch in arktischen oder alpinen Zonen vor. Die Anpassung an ungünstige Standort- und Klimabedingungen führte auch bei zahlreichen Weidenarten zu niederlegendem oder strauchigem Wuchs, allein in den arktisch- alpinen Zonen Europas kommen rund 30 zwergige Salix- Arten vor, einige von ihnen ...sind zirkumpolar verbreitet.
Von wenigen Ausnahmen abgesehen, sind Zwergweiden im Garten noch nicht sehr weit verbreitet. In entsprechender Umgebung, in Heide-, Stein- und Troggärten, sind einige Arten aber ausgesprochen dekorativ, ja fast unentbehrlich. Andere haben ihren Wert als Bodendecker schon unter Beweis gestellt. Darüber hinaus werden Zwergweiden gegenwärtig gern auf Hochstämmen veredelt.
Die meisten Weidenarten sind in der Lage, sich unter sehr unterschiedlichen Standortbestimmungen zu behaupten, ihnen ist eine breite ökologische Amplitude eigen. Nur so lässt sich erklären, dass viele Zwergweiden, die in ihrem natürlichen Verbreitungsgebiet an mehr oder weniger feuchten Plätzen wachsen, auch die fast unvermeidlichen Trockenperioden in Trögen ertragen.
Alle Weiden sind ausgesprochen lichtbedürftig. ...
Bei der Wahl des Pflanzplatzes ist dieser Standortanspruch unbedingt zu befriedigen. An schattigen oder absonnigen Plätzen verlieren alle Weidenarten schnell ihren natürlichen Habitus, sie bauen sich lockerer auf und sind schütter belaubt.
Im Steingarten sind vor allem Zwergweiden willkommen, die in den Hochgebirgen Mittel- und Südeuropas oder in den arktischen Zonen Nordeuropas wachsen und sich mit ihrem mattenförmigen Wuchs der jeweiligen Unterlage eng anschmiegen. Sie sind ideale Partner alpiner Stauden. In größeren Steingärten finden auch die etwas höher werdenden, strauchigen Arten aus subalpinen oder subarktischen Zonen ihren Platz. Die gleichen Arten dienen in der Regel auch zur Bepflanzung größerer und kleinerer Tröge.
Mattenförmig wachsende Zwergweiden
Krautweide: mit unterirdischen, zunächst nicht verholzenden Ausläufern, die oberirdischen Äste als dünne Kurztriebe mit wenigen Blättern. Die Krautweide wird nur 5 cm hoch und da sie auch an trockenen Standorten gedeiht ist sie für die Trogbepflanzung wie auch für die Steingartenbepflanzung geeignet.
Netzweide: Äste sind am Boden angedrückt und wurzelnd, die Triebe sind relativ dick, kahl und mit großen Knospen. Die Netzweide gedeiht an frischen Standorten, in Steingärten und in Trögen, die genügend feucht gehalten werden. Mit dem eigenartigen Blatt eine ganz unverwechselbare, dekorative Zwergweide.
Zwergweiden mit niederliegenden Ästen und aufsteigenden Trieben
Alpenweide: die Alpenweide ist ein niedriger Strauch mit den an den Boden angedrückten Ästen und aufsteigenden Trieben. Die Alpenweide ist bestens geeignet für Stein- und Troggärten.
Strauchförmige, fuß- bis hüfthohe Zwergweiden
Bäumchenweide: die Bäumchenweide ist ein reich verzweigter und dicht belaubter Strauch, 30 bis 50 cm hoch und von unterschiedlicher Gestalt, aufrecht, buschig oder niederliegend. Die Zwergweide eignet sich für die Einzelstellung in Stein- und Heidegärten. Sie liebt feuchte bis trockene Plätze und bevorzugt nährstoffreiche Böden.
Spießweide: Die Spießweide ist ein bis 1 m hoher auch stark verzweigter Strauch mit dunkelgrauen Trieben und kahlen Knospen. Die Spießweide ist eine sehr dekorative Weide für die Einzelstellung in Stein- und Heidegärten, sie wächst auf feuchten bis frischen Plätzen, auf sauren und kalkhaltigen Böden.
- Prachtspiere – Spirea – Pflege und Schneiden
- Kannenpflanze - Kannen
- Tomatensaatgut - interessante, alte Sorten
- Schnellwachsende Sträucher für den Garten
- Kapuzinerkresse (Tropaelum maju)
- Windröschen, Buschwindröschen
- Wühlmauswolfsmilch (Euphorbia lathyris) - Pflanzen und Pflege
- Pantoffelblume - Aussaat, Pflege, Vermehrung und Blüte
- Ficus / Fikus - Pflege, Vermehrung, Schädlinge
- Nadelgehölze für den Garten
Unsere Heimwerker- und Garten-Newsletter informieren Sie über alle Neuigkeiten auf Hausgarten.net: Praxistipps, aktuelle Themen, Gutscheine & mehr!