Storchenschnabel schneiden und vermehren

Storchenschnabel hat schon dadurch einige Berühmtheit erlangt, dass er nicht nur schmücken soll, sondern auch bei Erhaltung der Gesundheit helfen soll.

Auch wenn Sie Storchenschnabel nicht medizinisch als Storchenschnabeltee einsetzen wollen, sind die Pflanzen der Gattung Geranium nicht zu unterschätzen. Sie sind nicht nur ein sehr schöner Gartenschmuck, sondern auch ein recht bequemer, denn es handelt sich um sehr genügsame und robuste mehrjährige Stauden.

Storchenschnabel - Standort
  • Storchenschnäbel sind vielseitig im Garten verwendbar.
  • Fast alle Arten der wissenschaftlich Storchschnabel (Geranium) benannten Gattung wachsen sehr gut in leichtem Schatten und eignen sich deshalb gut für eine Bepflanzung

    am Rand von Gehölzen.
  • Volle Sonne mögen auch viele Arten, gemeinsames Merkmal ist ihre ausgesprochene Robustheit.
  • Deshalb sind Storchenschnäbel wenig anfällig gegen Krankheiten und werden nur selten von Schädlingen befallen. Sie sind damit dankbare Pflanzen für Gartenanfänger, denen sie bei der Gestaltung von Steingärten oder Rabatten helfen oder als Bodendecker unter Bäumen zu Diensten stehen. Als Bodendecker sind vor allem die Sorten gut geeignet, die vom Balkan-Storchschnabel abstammen.
  • Viele Storchenschnäbel blühen gerne, lange und ausdauernd und nehmen auch noch im Herbst eine hübsche Farbe an. 

Storchenschnabel auf dem Balkon

  • Wie der lateinische Name Geranium nahe legt, ist die Gattung Storchschnabel mit den vom Balkonkasten bekannten Geranien verwandt. Was jedoch umgangssprachlich als Geranie bezeichnet wird, ist zumeist eine Pelargonie. Die gehört zwar schon zur Familie der Storchschnabelgewächse, wurde aber innerhalb dieser ab etwa dem Jahr 1800 als eigene Gattung Pelargonium anerkannt.
  • Die echte Geranie ist der Storchschnabel, der heute alleine die Gattung Geranium in der Familie der Storchschnabelgewächse bildet. Von den rund 300 Arten Storchschnäbeln sind viele auch hervorragend für den Balkonkasten geeignet. Zum Beispiel der Graue Storchschnabel, der den ganzen Sommer lang mit rosa-violetten Blüten erfreut.

Storchenschnabel schneiden

  • Ein Storchenschnabel muss nicht beschnitten werden, aber bei vielen Arten zeigt ein Schnitt positive Wirkungen. Wenn nach dem Ende der Blüte die alten Blütenstände abgeschnitten werden, wird eine zweite Blüte angeregt, besonders bei den Basken-Storchschnäbeln. Die Pflanzen treiben häufig überall noch einmal durch und bilden neue Blattschöpfe aus, die zum Teil den Winter überdauern. 
  • Der Schnitt kann auch kann auch dafür sorgen, dass die Pflanze besser die Form hält. Außerdem verhindert er erfahrungsgemäß einen Mehltaubefall, eine der wenigen Krankheiten, gegen die Storchenschnäbel anfällig sind.

Storchenschnabel vermehren

  • Storchenschnäbel können durch Teilung vermehrt werden. Das sollte während der Vegetationsperiode geschehen, sie reicht bei uns unter normalen Wetterbedingungen von Mitte Mai bis etwa Ende August. Die Teilung ist die beste Methode zur Vermehrung der Arten, die einen
    unterirdischen, holzigen Wurzelstock besitzen. Der bildet dauernd neue Triebe, Sie müssen nur zu Frühlingsbeginn die ganze Pflanze ausgraben und alle kurzen Triebe vom Wurzelstock abnehmen, schon haben Sie reichlich Keimzellen für neue Pflanzen. Wenn die separierten Triebe eigene Wurzeln besitzen, werden diese Risslinge an jedem einigermaßen geschützten Ort unter regelmäßiger Wassergabe ohne Probleme anwachsen. Oder in einem kleinen Topf kräftigere Wurzeln bilden, bis sie im Herbst an den gewünschten Platz gepflanzt werden.
  • Die Arten, die sich durch lange, oberirdische Wurzelstöcke ausbreiten, lassen sich gut durch Schnittlinge dieser Wurzeln vermehren. Bei dieser Art der Vermehrung bleibt die Mutterpflanze an ihrem Platz, und Sie können schon aus einer Pflanze sehr viele Nachkommen gewinnen. Sie schneiden die oberirdischen Wurzeln (Rhizome) einfach ab und teilen sie dann in etwa fingerlange Stücke. Immer an der

    Seite, wo das Ende des Ganzen mit der Mutterpflanze verbunden war, schrägen Sie leicht an, dann kommt das Stück mit der Schräge nach unten in Anzuchterde. Wenn Sie die Pflanzgefäße jetzt mit Folie abdecken und feucht halten, werden sich meist in ein paar Wochen neue Blätter und Wurzeln gebildet haben. Haben sich genug Wurzeln gebildet, darf die junge Pflanze ins Freie
  • Es gibt auch Storchschnabel-Arten, die nur eine kräftige Pfahlwurzel haben. Sie lassen sich am besten durch Stecklinge vermehren. Dazu schneiden sie junge Nebentriebe im Frühjahr mit einem scharfen Messer ab und stecken sie in Anzuchterde. Auch hier muss wieder regelmäßig gegossen werden, die Abdeckung sollte in diesem Fall durchsichtig sein, der Standort warm und sonnig. Nach etwa einem Monat sollten sich genug Wurzeln gebildet haben, jetzt können die jungen Pflanzen ins Beet
  • Vielleicht vermehrt sich Ihr Storchenschnabel aber auch selbst im Garten, besonders die noch sehr naturreinen Sorten neigen dazu. Das sind die Storchenschnäbel, die sich auch aus wild wachsenden Beständen heraus selbst im Garten ansiedeln können, zum Beispiel der Stinkende Storchenschnabel oder der Wiesen-Storchenschnabel. Solche Storchschnäbel können sogar dominant im Garten werden. Wenn sich ein Übermaß andeutet, müssen Sie die Jungpflanzen immer wieder entfernen, damit der Storchenschnabel im Garten nicht immer mehr Boden gewinnt. Denn der Storchschnabel arbeitet bei der Vermehrung mit Tricks: Er wartet nicht, bis der Wind den Samen verstreut, sondern schleudert sie aktiv bis zu zwei Meter von sich. Seine Samenkapsel ist von einer Außenhaut umgeben, die beim Trocknen schrumpft, so entsteht Spannung, bis die Fruchthülle platzt und die Samen gleichsam herausschleudert.

Storchenschnabel gezielt nutzen

  • Wenn Sie den Storchenschnabel nutzbringend für die Gesundheit einsetzen wollen, können Sie aus bestimmten Arten Ihren Storchenschnabeltee selber machen.
  • Auch im Gesamtkonzept pflegeleichter Garten ist der Storchenschnabel gut einplanbar, nicht viele Pflanzen sind so robust, gleichzeitig vielseitig und dann auch noch mehrjährig.
  • Der Storchenschnabel kann auch sehr gut im Rahmen einer überlegten Farbgestaltung des Gartens eingesetzt werden, da er prägnant farbige Blüten hervorbringt. Bei der Kombination sollte unbedingt die Farbtemperatur der Blüten beachtet werden, damit sich gelungene Harmonien ergeben. Andere Pflanzen für das Farbenfeuerwerk im Garten sind Lobelien und Mittagsblumen, Lilien und die in vielen Sorten zur Verfügung stehenden Astern. Der neueste Trend sind übrigens Kombinationen mit buntblättrigen Pflanzen.