Bäume schneiden
Im Allgemeinen benötigen Gartenbäume keinen Schnitt. Zuweilen, etwa nach einem starken Sturm, müssen sie jedoch wieder neu in Form gebracht werden.
Die meisten Bäume, ganz sich selbst überlassen, wachsen wohlproportioniert ... und in ihrer charakteristischen Form heran. Dennoch muss man in manchen Fällen leicht eingreifen, etwa wegen Platzmangels oder wenn der Baum zu dicht am Haus steht.
Aber auch die Gesunderhaltung des Baums kann gezielte Schnittmaßnahmen erforderlich machen, beispielsweise dann, wenn ein Sturm starken Schaden angerichtet hat, ist die Beseitigung von beschädigtem Holz unbedingt notwendig, damit es nicht von Schädlingen befallen wird.
Auf flachen, steinigen Böden verlieren hohe Bäume schnell ihre Standfestigkeit und sollten entsprechend beschnitten werden. Zu eng gepflanzte Bäume gedeihen meist besser, wenn der Standort etwas ausgelichtet wird, entweder durch Entfernung einiger Exemplare oder durch gezieltes Einkürzen und Entfernen von Ästen.
Vielseitige Gestaltungsmöglichkeiten bietet die hohe Kunst des Formschnitts, die auch in der heutigen Zeit noch Liebhaber findet. In vielen Gärten wirken derart künstliche Wuchsformen jedoch mitunter etwas steif. Ein ausgewachsener, gesunder Baum verträgt den Verlust einzelner Äste ohne weiteren Schaden, da die Wuchskraft in andere Teile umgeleitet wird. Beim Baumschnitt ist nur wichtig, das ...
ganze Äste vollständig bis zum Stamm abgetrennt werden, denn ein zurückbleibender Stumpf stirbt später ab und zieht Krankheiten an.
Gesetzliche Vorschriften
Vor dem Schnitt größerer Äste oder ganzer Bäume, egal ob auf einem öffentlichen oder privaten Grundstück, sollten Sie sich grundsätzlich vergewissern, ob der Eingriff gesetzlich erlaubt ist.
So schreibt der Gesetzgeber beispielsweise vor, dass in geschützten Gebieten auf jeden Fall alle Maßnahmen der behördlichen Genehmigung bedürfen. Diese Einschränkung gilt bei hohen, ausgewachsenen Bäumen auch für Privatgrundstücke.
Setzen Sie sich also in diesen Fällen immer mit der zuständigen Behörde in Verbindung, um sich unnötigen Ärger zu ersparen. Zuwiderhandlungen werden in der Regel mit hohen Geldbußen geahndet.
Das richtige Werkzeug
Äste und Stämme von Bäumen setzen sich aus Holz, Rinde und Borke zusammen, deren Konsistenz und Härte von Art zu Art unterschiedlich sind. Selbst bei Bäumen in Winterruhe ist das Holz relativ feucht und hat damit andere physikalische Eigenschaften als trockenes Bauholz.
Aus diesem Grund sind normale Tischlersägen für den Baumschnitt an lebendem Holz grundsätzlich ungeeignet, die dicht stehenden Zähne verschließen sich schnell mit feuchtem Sägemehl und erhöhen erheblich den erforderlichen Kraftaufwand beim Sägen.
Kleinere Zweige können mit einer scharfen Gartenschere geschnitten werden, doch mehr als fingerdicke Zweige erfordern bereits den Einsatz einer langstieligen Astschere, Astsäge oder Bügelsäge.
Wer viel Übung hat, kann sich mit einer Kettensäge die Baumschneidearbeit spürbar erleichtern, doch sollte der unerfahrene Gartenarbeiter vom Einsatz dieses nicht ungefährlichen Werkzeugs besser Abstand nehmen, da die Verletzungsgefahr sehr groß ist.
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