Buchsbaum schneiden & vermehren

Buchsbaum schneidenBuchsbaum ist, was den Schnitt betrifft, eine überaus problemlose Pflanze. Er verträgt jeden Rückschnitt und sei es noch so radikal.

Buchsbaum treibt aus altem Holz genau so aus, wie er Jungtriebe am laufenden Band produziert. Allerdings muss man bei den Zeiten, einiges berücksichtigen. Der ideale Zeitpunkt für den Schnitt liegt im Sommer, zwischen Juni und Ende August. Für den Schnitt von Buchsbaum einen bewölkten, nicht zu sonnigen Tag wählen, da die Schnittflächen sonst schnell verbrennen würden. Ideal ist, wenn man den Wetterbericht soweit

verfolgt, dass man weiß, auch in den kommenden 2-3 Tagen keine starke Sonneneinstrahlung zu erwarten ist. Dichte Buchsbaumhecken, wo Vögel brüten, sollten nur spärlich geschnitten werden.

Buchsbaum schneiden - so geht es ...

Hier am besten nur den Neuaustrieb mit einer Handschere kappen, um die Vögel nicht zu stören. Der letzte Schnitt sollte spätestens Ende August erfolgen. Da Buchs nach dem Schnitt rasch wieder austreibt, würden die frischen Triebe sonst bis zum Winter nicht mehr ausreifen und so Frostschäden davon tragen. Für die Vermehrung sollte man vor allem eines aufbringen, nämlich Geduld. Buchs lässt sich wunderbar aus Stecklingen - Schnittgut z.B. nicht wegwerfen - vermehren, allerdings benötigen die Stecklinge einige Zeit, um zu bewurzeln. Schnittgut, das beim Schneiden anfällt ist das ideale Material für die Stecklingsvermehrung.

BuchsbäumeDie einzelnen Triebe auf etwa 10-15cm kürzen und die unteren Blätter entfernen, so dass ein kurzer Stiel entsteht. Bis zu den ersten Blättern werden diese Steckhölzer an einem schattigen Platz in die Erde, oder in kleine Töpfchen gesteckt. Wenn man die Stecklinge in Töpfe steckt, kann man die Bewurzelung ein wenig durch Bewurzelungshormonen
beschleunigen.

Hier sollte man die Stecklinge nicht einzeln, sondern dicht nebeneinander, sehr nahe an den Topfrand stecken. Es lohnt sich zudem, die Töpfe in die Erde einzugraben. Zur Bewurzelung benötigt der Buchsbaum Feuchtigkeit, aber nicht zuviel. Mit etwas trockenem Laub, oder Tannenzweigen kann man den Stecklingen etwas Winterschutz geben. Wer auf Nummer Sicher gehen möchte, kann die Bewurzelung auch in einem Blumenkasten auf der Fensterbank durchführen. Hierfür werden die Stecklinge in einen Kasten, gefüllt mit Blumenerde gesteckt, und zwar dicht an dicht. Die Erdoberfläche sollte stets leicht feucht sein. Hin und wieder besprühen, damit die Luftfeuchtigkeit erhöht wird. Die Bewurzelung im Haus geht ein wenig schneller voran, so, dass die neuen Pflänzchen bereits im kommenden Frühjahr ausgepflanzt werden können.

Tipps zum Schnitt

Charakteristisch für Buchsbäume ist aber auch, dass man sie in Form schneiden kann. Besonders beliebt ist dabei die Kugelform, die jedoch viel Geduld erfordert. Zum einen dauert es Jahre, bis ein Buchsbaum so richtig schön dicht gewachsen ist. Daneben muss man auch beim Buchsbaum schneiden ein ruhiges Händchen beweisen, damit es mit der Kugelform auch wirklich klappt.

Als Hilfsmittel kann man für die Buchsbaumkugel eine große, halbkreisförmige Holzschablone verwenden. Diese wird an den Baum angebracht, sodass dieser von selbst in die richtige Form wächst. Allerdings sieht dies weniger schön aus, sodass bei vielen eher das Buchsbaum scheiden in Frage kommt.

Ein alter Hobbygärtner-Trick beim

Schneiden von einem Buchsbaum ist die Verwendung von einem leeren Blumentopf, der groß genug für den gesamten Buchsbaum ist. Der Topf wird so angelegt, dass der halbe Baum in der Öffnung verschwindet.

Dann wird einfach alles abgeschnitten, was übersteht. Damit die Kugel auch schön gleichmäßig wird, muss der Blumentopf immer ein Stückchen weiter gehalten werden, weshalb man diese Arbeit am besten zu zweit erledigt.

BuchsbaumWem auch diese Vorgehensweise zu aufwendig ist, der kann auch so einen Beschnitt vornehmen. Wichtig ist hierbei allerdings ein sehr gutes Augenmaß, denn nur so kann die Kugel auch wirklich schön kugelig rund werden.

Hierbei ist es eine gute Maßnahme, wenn man immer wieder ein wenig Abstand zum Buchsbaum nimmt und ihn betrachtet. Dann fällt einem am ehesten auf, wo noch ein wenig runder geschnitten werden sollte.

Aber nicht nur die Kugelform ist bei einem Buchsbaum sehr beliebt. Man sieht ihn hin und wieder auch in Form einer Pyramide. Auch hier erfordert das Schneiden eine gewisse Geschicklichkeit. Als Hilfsmittel kann hier eine Eisenstange dienen, die direkt in die Mitte des Topfes gesteckt wird.

Diese Stange verbleibt hier auch, da so der Baum schön in die Höhe wachsen kann. An diesen Mittelstab wird dann ein anderer Stab angelegt, an dem man dann entlang schneiden kann.

Verwendet man dabei auch einen viereckigen Übertopf, kann man den Schneidestab immer gut unten anlegen und bekommt so eine gerade Linie hin.