Buchsbaum richtig vermehren
Buchsbaum lässt sich im Garten sehr vielseitig verwenden. Er ist ein toller, immergrüner Schmuck im Blumentopf, eignet sich aber ebenso, um kleinere Hecken zu gestalten und auch als Wegbegrenzung wird Buchsbaum sehr gerne eingesetzt.
Da jedoch der Buchsbaum ... sehr langsam wächst und zudem auch richtig teuer ist, kann man die Vermehrung dieser Pflanze auch selbst vornehmen.
Für die eigene Anzucht der immergrünen Sträucher sollte man allerdings viel Geduld haben, denn es dauert seine Zeit.
Die erste Geduldsprobe stellt sich bereits kurz nach dem Einsetzen der Stecklinge in die Anzuchterde: es dauert meist bis zum nächsten Frühjahr, biss die Stecklinge die ersten Wurzeln gebildet haben und neu austreiben. Dafür kann man jedoch mit der Anzucht von Buchsbaum-Stecklingen sehr viel Geld sparen.
Der ideale Zeitpunkt für die Stecklingsvermehrung ist der Hoch- bis Spätsommer, in erster Linie der August. Die neuen Triebe sind zu dieser Zeit schon gut verholzt und damit gegenüber Pilzkrankheiten nicht mehr so ...
anfällig.
Buchsbaum richtig vermehren - die einzelnen Schritte
Zunächst einmal benötigt man eine gute gesunde Ausgangspflanze, von der einzelne Stecklinge mit einem scharfen Messer abgeschnitten werden. Von diesen Stecklingen werden die unteren Blätter abgezupft und die unteren Spitzen in ein Bewurzelungspulver getaucht.
Nun werden die Stecklinge in eine nährstoffarme Anzuchterde gesteckt, die sich im Idealfall in Torftöpfen befindet. Zusammen mit den Stecklingen werden diese in eine Anzuchtschale gegeben und gründlich angegossen.
Nun einfach nur noch den Deckel der Anzuchtschale schließen und das Ganze entweder ins Gewächshaus oder an einem halbschattigen Platz im Garten aufstellen. Wichtig ist eine regelmäßige Lüftung und die Erde darf niemals austrocknen.
So kann man am schnellsten Buchsbaum richtig vermehren
Am schnellsten funktioniert die Vermehrung, wenn man große Stecklinge hat und diese direkt ins Beet pflanzt. Im Vergleich zur Vermehrung in einem Anzuchtkasten kann man rund ein bis zwei Jahre Zeit sparen.
Der Hauptzweig eines großen Stecklings sollte bleistiftdick sein und wird einfach in humusreiche Gartenerde gesteckt. Dabei sollte der Standort im Idealfall schattig und vor allem windgeschützt sein. Mit gut einem Drittel der gesamten Länge wird der Buchsbaum-Steckling dann in den Boden gesteckt. Nur so ist gewährleistet, dass sich der Buchsbaum-Steckling auch sicher verwurzeln kann.
Buchsbaum bevorzugt einen lockeren Boden, der aus guter Blumenerde oder reifem Kompost besteht. Der Boden sollte immer gleichmäßig feucht sein, wobei unbedingt darauf zu achten ist, dass sich keine Staunässe bilden kann - das mögen Buchsbäume gar nicht und würden anfangen zu faulen.
Um einen Wetterschutz muss man sich bei dieser Art der Vermehrung nur kümmern, wenn es sich um einen sehr windigen oder sonnigen Standort handelt. Im Winter ist eine Abdeckung aus Tannenreisig zu empfehlen. Im kommenden Frühjahr treiben dann meist schon die ersten Stecklinge aus und können dann schon an den Ort gepflanzt werden, an dem später der Buchsbaum in voller Pracht stehen soll.
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