Hortensien richtig schneiden

Die Endless Summer Hortensie blüht in herrlichem AzurblauHortensien sollte man durchaus hin und wieder schneiden. Aber in diesem Zusammenhang kommt es nicht nur auf das "wann" und "wie oft" an, sondern auch auf die Technik. Schließlich ist dabei zu berücksichtigen, dass sich mit der Zeit überlange Äste bzw. Zweige bilden, wenn man die Pflanzen nicht richtig oder zu selten stutzt. Ein Aspekt, der mit zum Teil verheerenden Folgen einhergehen kann.

Denn je länger die Zweige, desto dünner werden sie letztlich meist auch - und demgemäß

also auch umso instabiler. Das heißt, dass der Hobbygärtner im schlimmsten Fall gar damit rechnen muss, dass bei Wind und Wetter (sommers wie winters) Zweige knicken oder aber abbrechen können.

Hortensien regelmäßig schneiden - so geht es richtig

Veraltete Expertenmeinungen besagen, Hortensien möglichst im Frühjahr zu schneiden - und zwar lediglich bis zu den Knospen im oberen Bereich. Diese Vorgehensweise hat sich jedoch als nur wenig sinnvoll erwiesen, denn gerade auf diese Art werden die Triebe mit der Zeit immer länger, dünner - und sicherlich auch unansehnlicher. Idealerweise sollte man Hortensien also im Abstand von etwa zwei bis vier Jahren nahezu vollständig zurückschneiden, wobei hier allerdings das Risiko einkalkuliert werden muss, im Sommer des jeweiligen Jahres einen eher kargen Blütenwuchs bewundern zu können.

Schonend oder radikal?

Ebenso sinnvoll kann es sein, die Zweige nicht, wie beim "schonenden" Einjahresrückschnitt bis zum ersten Knospentrieb zu stutzen, sondern gleich bis zur vorletzten "vorzudringen". Auf diese Weise wird zum einen gewährleistet, dass der Busch im Folgejahr rund und prächtig nachwachsen wird, andererseits muss man aber im Jahr des jeweils erfolgten Rückschnitts nicht auf einen (reichen) Blütenwuchs verzichten.

Eine sorgfältige Rundumpflege

Natürlich bedeutet das nicht, dass auch die vertrockneten Blüten oder die abgestorbenen Äste nur etwa alle zwei bis vier Jahre entfernt werden sollen. Ganz und gar nicht - diese müssen sogar in regelmäßigen Abständen herausgeschnitten werden. Denn auch abgestorbene Pflanzenteile können langfristig dazu beitragen, dass das Wachstum der Hortensie mit der Zeit zu wünschen übriglässt. Wer sich also dazu entschließt, die Zweige der Hortensie zu schneiden, sollte am besten bis zum Frühling warten. Denn zu dieser Zeit ist erkennbar,
wo das Gewächs seine Blüten tragen wird. Diese Bereiche sollten demgemäß freilich nicht entfernt werden.

Interessant also ist, dass sich die Hortensie auf unterschiedliche Weise zurückschneiden lassen kann:
  • der Radikalschnitt etwa alle zwei bis vier Jahre
  • der Einjahresschnitt im Frühjahr, wobei bis zu den ersten Knospen gestutzt wird
  • etwa alle zwei bis vier Jahre bis zu den jeweils vorletzten Blüten (vom Boden aus betrachtet)
  • der regelmäßige Pflegeschnitt, bei welchem abgestorbene Pflanzenteile entfernt werden
Natürlich ist es durchaus auch möglich, Hortensien im Herbst zu schneiden. Allerdings kann es dabei mitunter vorkommen, dass die beschnittenen Pflanzen insbesondere bei besonders frostiger Witterung im Winter überempfindlich reagieren. Um dem vorzubeugen, ist es ratsam, die gestutzte Hortensie besonders gut gegen Wind, Schnee, Eis und Kälte zu schützen. Sie wird es einem mit einem reichen Blütenwuchs im kommenden Jahr danken.

Viele Hortensienarten müssen nur ausgelichtet, statt verschnitten werdenWissenswertes zum Schnitt von Hortensien in Kürze


/>Strauch- und Bauernhortensien
Strauch- und Bauernhortensien sowie Samt- und Kletterhortensien schneidet man möglichst gar nicht, sie können allerdings im Vorfrühling ausgelichtet werden. Dadurch erhält die Pflanze mehr Licht und kann schneller wachsen. Auch den Blütenbestand vom Vorjahr entfernt man erst im Frühling.

Rispenhortensien
Die Rispenhortensie dagegen muss jährlich im Spätwinter oder Vorfrühling stark zurück geschnitten werden. Dazu werden alle Triebe auf fingerlange Zapfen zurück genommen. Dieser Rückschnitt fördert einen buschigen Wuchs kräftige Neuaustriebe. Vertrocknete, erfrorene und verkümmerte Teile der Hortensie schneidet man am Besten im Frühling ab, wenn sie bereits austreibt. Schwache Triebe entwickeln auch kleinere Antriebsknospen, sie können problemlos kurz über dem Boden abgeschnitten werden, damit sich die kräftigen Triebe auch  weiterhin gut entwickeln können.
  • Hortensien sind vor allem wegen ihrer fülligen Blütenstände sehr beliebt. Das Schneiden von Hortensien empfiehlt sich auch der Kübelbepflanzung, da sie auf diese Weise kompakt gehalten werden.
  • Beim Schneiden sollten möglichst viele Augen an den Triebenden erhalten bleiben, da hier im nächsten Jahr die Blüten wachsen.
  • Im Winter kann man ein Schutzflies aus Reisig, Laub oder Jute anlegen, um die Hortensien vor zu großem Zurückfrieren der Triebe zu bewahren.
Einige Hortensien blühen am zweijährigen Holz, wenn Triebe stark zurückfrieren, blühen sie nicht. Kübelhortensien können in einem frostfreien dunklen Raum überwintern. Die neue Hortensiensorte Endless Summer® soll bis zu minus 30 Grad frostfrei sein und am einjährigen Holz blühen. Auch Rispen- und Ballhortensien blühen am einjährigen Holz und sind dadurch robuster. Diese Sorten werden im Frühjahr  auf zirka 40 bis 60 Zentimeter zurück geschnitten. Strauch- und Ballhortensien entwickeln sich zu 2 bis 3 Meter großen, hohen Sträuchern mit cremeweißfarbenen Blütenkugeln. Rispenhortensien werden ebenso hoch und verfügen über üppige, kegelförmige Blütenstände. Die Bauernhortensie bildet kleine, dichte Büsche, an welchen halbkugelförmige Blüten wachsen.