Liguster schneiden - Anleitung

Liguster als HeckeDer gewöhnliche Liguster (ligustrum vulgare) ist eine sehr beliebte einheimische Heckenpflanze, da er bis zu 3 m hohe, sehr dichte Hecken bilden und gut in Form geschnitten werden kann. Er wächst schnell und verzweigt gut, was zu dichten Hecken führt. Allerdings verliert er im Winter die meisten seiner Blätter. Wer das vermeiden will, greift zu der winterharten Sorte „Atrovirens“, die die meisten ihrer Blätter im Winter behält. In Gegenden mit einem milden Klima behält auch der ovalblättrige Liguster (ligustrum ovalifolium) die meisten seiner Blätter.



Wann wird die Ligusterhecke geschnitten?
  • Sie sollten die Ligusterhecke nicht schneiden, wenn sie blüht.
  • Mitten im Winter sollte die Ligusterhecke auch nicht geschnitten werden.
  • In den Monaten März bis September ist es gesetzlich verboten Hecken zu schneiden, da in dieser Zeit Vögel in den Hecken nisten. Dies gilt nur für den Rückschnitt, nicht für das Abschneiden einzelner abstehender Triebe.
  • Normalerweise wird eine Ligusterhecke zweimal im Jahr zurück geschnitten – im Februar und im Oktober.
  • Kleinere Schnittarbeiten können an Ligusterhecken jederzeit vorgenommen werden.
Heckenschnitt beim LigusterWie wird die Ligusterhecke geschnitten?

Bei Ligusterhecken muss, wie bei allen Hecken, zwischen Rückschnitt, Stutzen der Hecke und Formschnitt unterschieden werden.
  • Der Rückschnitt dient hauptsächlich dazu von oben her die Höhe der Hecke zu verringert.
  • Beim Stutzen werden hauptsächlich die Flächen der Hecke so beschnitten, dass sie eben sind. 
  • Durch den Formschnitt wird die Hecke in eine bestimmte Form, z.B. eine Kugel oder einen Kegel, gebracht. Gerade Liguster bietet hier viele Möglichkeiten.
Junge Ligusterhecken sollten zweimal im Jahr zurück geschnitten werden, bei älteren Hecken, die schon gut verzweigt sind, können größere Abstände zwischen den Rückschnitten eingehalten werden.
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Beim Rückschnitt im Frühjahr wird ca. 50 % der Höhe weggenommen. Dadurch erreicht man, dass der Liguster dicht und gleichmäßig wächst.

Zwischendurch werden immer wieder abstehende Triebe abgeschnitten um die Verzweigung und den Wuchs der Hecke anzuregen.

Beim Rückschnitt im Herbst nur vorsichtig schneiden. Es wächst ja über den Winter nichts nach.

Wenn bei älteren Ligusterhecken die Hecke oben so dicht wird, dass kein Licht mehr in den unteren Bereich fällt und eine Verkahlung droht, kann der Liguster entweder im Februar oder im Oktober bis auf das untere Holz zurück geschnitten werden.

Generell gilt: Je öfter eine Ligusterhecke geschnitten wird, desto dichter und gleichmäßiger wächst sie.

Einzelne Triebe können mit der Heckenschere abgeschnitten werden. Zum Schnitt der ganzen Hecke empfiehlt sich eine elektrische Heckenschere, am Besten eine Akku-Heckenschere um Kabelsalat zu vermeiden. Das Scherblatt muss immer scharf gehalten werden um saubere, glatte Schnittstellen zu erhalten. Zum gleichmäßigen Stutzen der Hecke wird die Heckenschere mehrmals über die Fläche geführt.Bei langen Hecken empfiehlt es sich eine Schur zwischen zwei Punkten am jeweiligen Heckenende zu spannen. Das erleichtert es die Hecke gerade zu schneiden.

Was man sonst noch über Ligusterhecken wissen sollte:
  • Liguster trägt kleine, schwarze Beeren, die Holunderbeeren sehr ähnlich sehen. Sie sind giftig. Werden sie gegessen, kann es zu Übelkeit, Erbrechen und Durchfall kommen. Also Vorsicht, wenn kleine Kinder oder Haustiere im Haushalt sind.
  • Diese Beeren werden von Vögeln gerne gefressen. Neben der Optik ein guter Grund sie reifen

    zu lassen.
  • Liguster wird auch Rainweide, Beinholz oder Zaunriegel genannt.
  • Ligusterhecken können durch selbst erzeugte Stecklinge leicht erweitert werden. Hierzu mindestens 20 cm lange Triebe, die beim Rückschnitt anfallen, in Wasser stellen, mit Folie abdecken und nach einigen Monaten, wenn sich erste Wurzeln gebildet haben, einpflanzen.
Ligutser als Heckenpflanze

Liguster wird vorzugsweise als Heckenbepflanzung verwendet. Wenn er nicht geschnitten wird, kann er bis drei Meter hoch werden. Ligusterhecken zweimal im Jahr schneiden. Dadurch wachsen sie buschiger. Wenn die Hecke trapezförmig geschnitten wird, bleibt sie dicht und verkahlt nicht von innen heraus.

Am Anfang schneidet man etwa die Hälfte bis zu zwei Drittel zurück. Die senkrechten Triebe müssen immer wieder abgeschnitten werden, damit sie sich verzweigen. Der Einmalschnitt erfolgt am besten im Juli/August. Er ist für junge Pflanzen geeignet. Ältere Liguster schneidet man besser zweimal im Jahr.
Liguster verträgt auch einen radikalen Heckenschnitt bzw. Rückschnitt ins alte Holz.

Beim Schneiden von Liguster sollte man bedenken, dass er dann weder blüht, noch Früchte bildet. Man kann ihn aber auch nach der Blüte schneiden.