Olivenbäumchen - Pflege

Das Olivenbäumchen bevorzugt durchlässige, mineralreiche Erde. Normaler Blumenerde wird Ton, Lehm oder Sand beigemischt. Auch kann man Steinmehl, Algenkalk, Kies oder Splitt zugeben. Staunässe verträgt das Olivenbäumchen überhaupt nicht. Überflüssiges Wasser muss unbedingt ablaufen können. Sicherheitshalber sollte man den Pflanztopf auf Füße stellen, damit er ja nicht im Wasser steht. Regelmäßige aber geringe Wassergaben sind erforderlich, sobald die Erde abgetrocknet ist.

Der Standort sollte sehr sonnig, lichtreich und geschützt sein. Im November sollte man das Olivenbäumchen in ein Winterquartier stellen. Oliven überstehen bis zu 10 Grad minus. Wenn man

ein dunkles Winterquartier für die Olive wählt, verliert diese meist alle
Blätter. Besser ist ein heller Standort im Winter bei 5 bis 10 Grad. Es sollte wenig gegossen werden, der Wurzelballen darf aber nicht austrocknen.

Düngen sollte man ein Olivenbäumchen nur wenig. Etwas organischer Dünger alle 14 Tage reicht im Sommer. Die Bäume wachsen nur langsam. Hohe Luftfeuchtigkeit sollte vermieden werden, das bedeutet, der Raum muss häufig gelüftet werden.

Die Fensterbank ist der falsche Platz für einen Olivenbaum.
Größere Olivenbäume kann man im Garten einpflanzen. Sie müssen im Winter aber gut geschützt werden. Tannenzweige und Bastmatten eignen sich zum Abdecken des Fußes oder Stammes. Die Krone packt man in Folie oder Vlies. Ab März oder April kann man den Schutz abnehmen.

Im Frühjahr oder Herbst kann die Olive in Form gebracht werden. Durch einen regelmäßigen Schnitt wird das Bäumchen dichter. Dabei muss der diesjährige Zuwachs halbiert werden. Zweige mit Früchten werden erst nach der Ernte beschnitten.

Früchte bilden sich nur durch Fremdbefruchtung. Man benötigt deshalb unbedingt mindestens eine weitere Sorte. Hat man nur ein Olivenbäumchen, kann die Bestäubung von Hand vorgenommen werden. Als Alternative eignen sich veredelte, selbstfruchtbare Oliven.