Weiße Hortensien – Pflege

hortensien-weis_flWeiße Hortensien sind etwas seltener als ihre blauen und rosa Artgenossen. Es gibt aber genügend Sorten, ob Ballhortensien, Kletterhortensien oder Tellerhortensie. Besonders schöne Exemplare sind:

Rispenhortensie  ́Phantom΄ mit ihren riesigen Blüten, die Rispenhortensie ΄ Dart’s Little Dot΄, eine der kleinsten Hortensien, die Ballhortensie ΄Annabelle΄ mit ihren großen flach kugeligen Blütenbällen, die Tellerhortensie ΄Lanarth White΄ mit ihrem immergrünen Blattwerk, die Kletterhortensie Hydrangea petiolaris, deren schöne Blüten den ganzen Sommer lang blühen, und die Schneeballhortensie ΄Grandiflora΄ mit ihren cremeweißen Blütenbällen.

Standort

Die meisten weißen Hortensien

mögen einen sonnigen bis halbschattigen Standort. Er sollte vor kalten Winden geschützt sein. Die meisten Arten sind als Kübelpflanzen kultivierbar.

Pflanzsubstrat

Das Pflanzsubstrat bei weißen Hortensien muss keinen bestimmten pH-Wert aufweisen wie bei rosa oder blauen Hortensien. Sie blühen unabhängig vom pH-Wert immer weiß. Die Pflanzen bevorzugen einen nährstoffreichen, feuchten, leicht sauren und lockeren Boden. Im Frühjahr ist es empfehlenswert, den Boden mit Kompost zu mulchen.

Gießen und Düngen

Hortensien brauchen viel Wasser. Sie vertragen kein kalkhaltiges Gießwasser. Werden sie häufig damit gegossen, gehen sie ein. Am besten eignet sich Regenwasser, aber es geht auch enthärtetes Leitungswasser. Staunässe ist unbedingt zu vermeiden, Trockenheit aber auch.

Gedüngt wird von April bis September. Es gibt speziellen Hortensiendünger, der auf die Wünsche der Pflanzen abgestimmt ist. Man kann aber auch Rhododendron- und Azaleendünger verwenden. Ideal ist die Nutzung von Langzeitdüngern. Für Kübelpflanzen ist Flüssigdünger besser.

Überwintern

Die meisten Hortensien sind gut winterhart. Im ersten Jahr nach der Auspflanzung sollten sie mit Reisig geschützt werden. Oft kommt es allerdings vor, dass im Herbst ausgebildete Knospen zurückfrieren. In diesem Fall müssen diese Triebe bis
zum nächsten Auge zurückgeschnitten werden. Ideal ist die Sorte ΄Endless Summer΄, sie ist winterhart bis –30 ˚C und blüht außerdem am einjährigen Holz. Die Blüte ist also garantiert und die Blüten sind schön weiß, verblühen allerdings zu einem grün.

Im Kübel überwinternde Hortensien sind nicht geeignet, im Freien zu stehen. Man bringt sie besser an einen kühlen Platz, der auch durchaus recht dunkel sein kann. Wenige Minusgrade sind nicht gefährlich. Überwinternde Hortensien gießt man nur gelegentlich, damit der Pflanzballen nicht austrocknet.giessen-kind_fl

Schnitt

Einen Schnitt nimmt man hauptsächlich vor, damit die Pflanze kompakter wird. Man schneidet nach der Blüte. Kurz danach beginnt die Pflanze nämlich schon wieder damit, am alten Holz Triebe hervorzubringen. Ansonsten müssen erfrorene oder kranke Triebe entfernt werden. Sonst werden sie kaum geschnitten.

Bei Rispenhortensien erfolgt im zeitigen Frühjahr ein starker und tiefer Rückschnitt. Sie blühen am einjährigen Holz. Durch den Schnitt wird ein kräftiger Neuaustrieb gesichert, an dem sich dann die Blütenansätze zeigen.

Als Hochstamm schneiden

Dazu lässt man lediglich einen geraden Mitteltrieb stehen, von dem dann die Spitze gekappt wird. So können sich seitlich Triebe entwickeln, welche die Krone bilden.  Im folgenden Jahr kürzt man diese Triebe nach der Blüte um die Hälfte ein. Seitentriebe unterhalb der Krone werden komplett entfernt. Je öfter man die Seitenäste entspitzt, desto kompakter wächst die Krone. Man schneidet immer erst nach der Blüte.

Vermehren

Hortensien kann man durch

Teilung, durch Stecklinge aus Seitentrieben oder durch Triebspitzen vermehren.

Krankheiten und Schädlinge

Als Schädlinge treten Spinnmilben, Dickmaulrüssler und Blattläuse auf. Sie sind mit den üblichen Mitteln zu bekämpfen. Außerdem kann es zu Mehltau kommen. Um dem vorzubeugen ist der richtige Standort wichtig. Gesunde Pflanzen sind sehr widerstandsfähig. Sie machen es den Pilzsporen schwer einzudringen. Besonders bei stark schwankenden Temperaturen kommt es häufig zu einem Befall. Kranke Blätter sollten entfernt werden. Im Notfall muss man auf ein Fungizid zurückgreifen.

Hin und wieder tritt auch die Blattfleckenkrankheit auf. Sie wird durch eine schlechte Nährstoffversorgung und hohe Luftfeuchte begünstigt. Kranke Pflanzenteile müssen entfernt werden. Standort und Nährstoffe müssen kontrolliert werden.

Bei zu viel Kälte und dazu Feuchtigkeit kann es zur Botrytis-Knospenfäule kommen. Sie tritt hauptsächlich bei der Überwinterung auf. Man erkennt sie am grauen Schimmelrasen auf der Knospe. Kranke Teile müssen entfernt werden. Auf eine gute Lüftung ist zu achten. Die Luftfeuchte nach Möglichkeit absenken.