Kletterrosen im Kübel pflanzen - Pflege und winterfest machen

RosenMit florale Opulenz verleihen Kletterrosen Fassaden, Spalieren und Obelisken ein atemberaubendes Erscheinungsbild. Damit die Königin der Blumen dieses Meisterwerk vom Kübel aus vollbringt, bedarf es der Beachtung einiger spezifischer Prämissen. Die folgende Anleitung verfolgt das Ziel, interessierten Hobbygärtnern mögliche Stolpersteine in der Kultivierung von kletternden Rosen im Pflanzgefäß aus dem Weg zu räumen. Wie Sie Kletterrosen im Kübel pflanzen, fachgerecht pflegen und winterfest machen, bringen die folgenden Zeilen auf den Punkt.

Der ideale Kübel

Als Tiefwurzler verankern

Rosen sich tief im Erdreich. Etabliert am Standort, reichen die Pfahlwurzeln bis zu 100 Zentimeter tief in den Boden. Diese Eigenschaft impliziert, dass nur ein großer Kübel dem Wurzelballen von Kletterrosen ausreichend Raum bieten kann. So sollte das perfekte Pflanzgefäß beschaffen sein:
  • Mindestens 40 Zentimeter hoch
  • Idealerweise nach unten hin verjüngend
  • Eine oder mehrere Bodenöffnungen als Wasserablauf
  • Von heller Farbe, um Sonnenstrahlen zu reflektieren
Das Kletterrosen im Laufe der Zeit ein beträchtliches Gewicht entwickeln, schließen sich Pflanzgefäße aus Kunststoff von vorneherein aus. Wählen Sie ein frostfestes, wertbeständiges Material, das eine stabile Standfestigkeit garantiert. Da Rosen Wert legen auf einen kühlen Fuß, kommen zudem Kübel aus Zink oder einem anderen Metall nicht infrage. Unter sommerlicher Sonneneinstrahlung heizen sich derartige Materialien zu stark auf.

Pflanzen

Ein zentrales Kriterium für die erfolgreiche Kultivierung von Kletterrosen im Kübel stellt die Wahl des Substrats dar. Während die Rosen im Boden des Gartens ausgezeichnet gedeihen in Lehmerde, gilt dies im Pflanzgefäß nur bedingt. Hier rückt die durchlässige, luftige Beschaffenheit in den Fokus, damit es zu keiner Staunässe kommt. In Betracht kommen daher eine hochwertige Rosenerde aus dem Fachhandel oder eine Eigenmischung, die zu maximal 50 Prozent aus Lehm besteht, optimiert durch Zuschlagstoffe, wie Kompost, Sand, Torf, Perlite, Kokosfasern, Styroporkügelchen und ähnlichen Materialien. So nehmen Sie die Pflanzung Schritt für Schritt vor:
  • Die noch eingetopfte Kletterrose mit dem Wurzelballen in Wasser stellen, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen
  • Den Wasserablauf bedecken mit einer 3-5 cm hohen Drainage aus Splitt, Blähton, Kieseln oder Tonscherben
  • Ein luft- und wasserdurchlässiges Vlies darüber ausbreiten, damit das Material nicht verstopft durch Erdkrümel
  • Eine erste Schicht Substrat einfüllen, die Rose austopfen, mittig einpflanzen und angießen
  • Die Veredelungsstelle sollte am Ende etwa 5 cm tief in der Erde stehen
Umsichtige Hobbygärtner berücksichtigen einen Gießrand, um überschwappendem Wasser vorzubeugen.

Tipp: Werden Kletterrosen im Kübel von Beginn an auf einem Pflanzenroller platziert, schafft diese Maßnahme auch bei zunehmenden Gewicht eine flexible Mobilität.
Rankhilfe und Aufbinden

Kletterrosen verfügen über keine Haftorgane, sodass sie nicht selbstständig emporranken. Es bedarf folglich einer Kletterhilfe, um die langen Rosentriebe daran zu fixieren. Kultiviert im Kübel, eröffnet sich kreativen Hobbygärtnern ein breit gefächertes Spektrum an möglichen Rankhilfen. Die folgende Übersicht möge der Inspiration dienen auf dem Weg zur individuellen Lösung für Ihr grünes Reich:
  • Im Kübel integrierte Säule, eine Pyramide oder ein Obelisk
  • Platziert vor einer Hauswand mit einem Gerüst aus Holz oder Spanndraht
  • Aufgestellt vor einer Pergola oder einer Laube
  • Positioniert am Fuß eines Rosenbogens
Geeignetes Befestigungsmaterial hält der Fachhandel in Hülle und Fülle bereit. Ausgezeichnet geeignet ist Bindematerial, das nicht ins Pflanzengewebe einschneidet und dank grüner Farbe an den Ranken nahezu unsichtbar wird. Für das Aufbinden selbst gilt als oberste Direktive, die Kletterrose luftig anzuordnen, um Pilzinfektionen vorzubeugen. Darüber
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hinaus verspricht die waagerechte Führung der Seitentriebe eine besonders üppige Blütenfülle.

Pflege

Kletterrosen favorisieren einen sonnigen und zugleich luftigen Standort. So gerne die edlen Blumen jeden Sonnenstrahl erhaschen möchten, wollen sie stauender Hitze vor einer windgeschützten Südwand nicht ausgesetzt werden. Überhaupt schätzen Rosen eine Pflege, die auf Ausgewogenheit basiert. Das gilt insbesondere für die Wasser- und Nährstoffversorgung:
  • Das Substrat konstant leicht feucht halten
  • Selbst kurzzeitige Staunässe hat fatale Folgen
  • Zwischen den Wassergaben die Pflanzerde antrocknen lassen
  • Von April bis Mitte Juli organischen Flüssigdünger verabreichen
Die Nährstoffversorgung von Kletterrosen im Kübel findet einzig mit organischen Präparaten statt. Zu groß ist die Gefahr einer Überdüngung, wenn mineralischer Blaukorn oder Rosendünger verwendet werden. Langzeitdünger in Stäbchen- oder Kegelform stellen hier eine realistische Variante dar, weil diese ihre Wirkstoffe nur allmählich abgeben, sodass es nicht zu einer Überdosierung kommen kann.

Schneiden

Eine tragende Säule in der sachgemäßen Pflege von Kletterrosen stellt der regelmäßige Rückschnitt dar. Diese Maßnahme reguliert das Wachstum der langen Triebe, damit sie kompakt und blütenreich gedeihen. Der ideale Termin für den Schnitt liegt im Spätwinter, kurz vor dem neuen Austrieb. So machen Sie es richtig:
  • Sämtliches Totholz und verkümmerte Zweige an der Basis kappen
  • Befrorene oder durch Hagel beschädigte Triebspitzen abschneiden
  • Aus der Form wachsende und nach innen gerichtete Ranken einkürzen
  • Von Krankheiten oder Schädlingen befallene Pflanzenteile konsequent herausschneiden
  • Einjährige Rosenzweige nicht verschneiden, sondern aufbinden an der Rankhilfe
  • Ältere Ranken bei Bedarf zurückschneiden bis auf 3-4 Augen
Setzen Sie die Rosenschere stets in leichter Schräghaltung knapp über einem Blattknoten an. Diese schlafenden Augen sind gut zu identifizieren als kleine Erhebungen auf der Rinde. Nachdem im Spätwinter der Hauptschnitt stattfand, beschränkt sich die sommerliche Schnittpflege auf regelmäßiges Ausputzen verwelkter Blüten und verdorrter Blätter. Sind die dekorativen Hagebutten hingegen erwünscht, werden verblühte Dolden nicht entfernt. Jeder noch so gleiche Wildtrieb, der aus der Unterlage hervorspitzt, wird umgehend abgerissen.

Tipp: Bestehen Zweifel im Hinblick auf die Wahl des perfekten Zeitpunkts für den Rückschnitt, gibt die beginnende Forsythienblüte das entscheidende Signal.
Winterfest machen

Ungeachtet der natürlichen Winterhärte von Rosen, bedarf es für kletternde Arten und Sorten im Kübel einiger Schutzmaßnahmen. Bereits die Wahl eines großen Kübels trägt zum Schutz vor Erfrierungen bei, da hier der Wurzelbereich sehr viel langsamer zufriert. Auf die folgenden Aspekte ist explizit zu achten, damit Rosen für die kalte Jahreszeit gewappnet sind:
  • Ab Mitte Juli nicht mehr düngen, damit die Triebe ausreifen
  • Den Kübel idealerweise vor eine schützende Hauswand stellen
  • Das Gefäß umhüllen mit Luftpolsterfolie, Jute oder Kokosmatten
  • Die Wurzeln anhäufeln mit Lauberde oder bedecken mit Stroh
Schilfrohrmatten - platziert vor der Rankhilfe - halten frostigen Wind und stechende Wintersonne von den Rosenranken fern. Wenn möglich, hängen Sie Tannenreisig in die Kletterhilfen oder Sackleinen.

Tipp: Den Kübel vor dem Pflanzen von Kletterrosen mit Noppenfolie auszulegen, schafft im Vorfeld einen wirksamen Schutz vor winterlichem Frost.

Gießen bei Kahlfrost

Neben einem adäquaten Winterschutz, spielt eine ausreichende Wasserversorgung eine zentrale Rolle. Wie die Erfahrung zeigt, sind Kletterrosen im Kübel während der kalten Jahreszeit durch Trockenstress häufiger bedroht, als im Verlauf des Sommers. Ursache ist eine besondere Witterung mit der Bezeichnung Kahlfrost. Herrschen frostige Temperaturen vor, während der Schnee ausbleibt, gelangt kein Wasser an die Rosenwurzeln im gefrorenen Substrat. Daher gießen Sie an einem frostfreien Tag, jedoch keinesfalls mit angewärmtem Wasser.

Fazit

Kletterrosen erreichen auch im Kübel atemberaubende Dimensionen, wenn sie ihre Rankhilfen mit dichten Blütenteppichen überziehen. Damit die Königin der Blumen die florale Pracht in Perfektion entwickelt, sind verschiedene Prämissen zu beachten. Bereits die Wahl eines ausreichend großen Pflanzgefäßes ist von Bedeutung. Gepflanzt werden rankende Rosen in besonders luftigem und zugleich strukturstabilem Substrat. Die Wasser- und Nährstoffversorgung erfordert besonders Fingerspitzengefühl, denn hier ist Ausgewogenheit gefragt. Einen zentralen Pflegeaspekt stellt der fachgerechte Rückschnitt dar, der in keinem Jahr versäumt werden sollte. Schenken Sie darüber hinaus einem umsichtigen Winterschutz Ihre besondere Aufmerksamkeit, werden die Kletterrosen über viele Jahre ihr Bestes geben.