Rosen verpflanzen - umsetzen und umpflanzen

Rosen verpflanzen - umsetzen und umpflanzen

Normalerweise stehen Rosen jahrelang an ihrem vertrauten Platz. Doch manchmal ist ein Umzug unausweichlich, wenn der angestammte Standort für etwas anderes vorgesehen ist, oder vielleicht sogar ein kompletter Wohnungswechsel ansteht.

Kann man Rosen, die schon sehr lange Zeit an der gleichen Stelle standen, einen Umzug überhaupt zumuten? Tragen sie Schäden davon? Ein Platzwechsel gelingt, wenn dabei ein paar Tipps Beachtung finden.

rosen2_flRosen umsetzen - Wann ist die beste Jahreszeit?

Die Wachstumsphase ist für das Umpflanzen

eher ungeeignet. Nur wenn es wirklich gar nicht anders machbar ist, kann zumindest der Versuch gestartet werden. Dass die Rose darauf beleidigt reagiert und eingeht, muss dabei einkalkuliert sein. Nach einer Umpflanzung in den warmen Monaten, muss die Rose zunächst vor allzu viel Sonne geschützt sein, eventuell mit einem Schirm oder mit einer gespannten Folie.

Außerdem braucht sie zum Anwachsen ausreichend Feuchtigkeit. Vielleicht gelingt es ja dann doch im Sommer. Wesentlich erfolgsversprechender ist das Umpflanzen im Herbst. Sobald die Rose ihre Blätter abgeworfen hat, normalerweise im Oktober, steht dem Umzug nichts mehr im Wege. Das Umsetzen ist sogar noch bis März möglich, bis
die Rose neu austreibt. Allerdings sollte das Verpflanzen nicht an einem Tag mit Minusgraden erfolgen. Im Oktober besteht bei passender Witterung vielleicht sogar die Möglichkeit, dass sich noch Wurzeln bilden, da der Boden noch nicht gar so ausgekühlt ist. 

Rosen umpflanzen - Was ist noch zu beachten?

Das neue Pflanzenloch wird großzügig ausgehoben. Genauso umfangreich sollte die Rosen auch ausgegraben werden. Wird viel von der Erde mitgenommen, die die Wurzeln umgaben, fühlt sich die Pflanze an ihrem neuen Standort gleich viel heimischer. Beim Umsetzen sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass möglichst wenig Wurzeln beschädigt werden. Die Veredelungsstelle muss auch an ihrem neuen Platz mit etwa 5 cm mit Erde bedeckt sein. Ist die Pflanzung erfolgt, wird noch die Erde angedrückt und gut gewässert. Auch für die nächste Zeit sollte ausreichend Feuchtigkeit garantiert sein. 

Rosen verpflanzen - Muss gedüngt werden?

rose2Anlässlich eines Standortwechsels verliert die Rose etwa 90% ihrer feinen Wurzeln. Genau die werden aber zur Nährstoffaufnahme gebraucht. Somit ist eine Düngung beim Verpflanzen der Rose absolut überflüssig, da sie sowieso nichts bringt. Es sollte sogar das komplette Jahr am neuen Standort nicht gedüngt werden. Dünger verhindert die Neubildung der Wurzeln, so dass die Rose weniger Nahrung bekäme als ohne Dünger. Viel besser ist es, die Rose ordentlich anzuhäufeln. So ist sie gut geschützt, verliert wenig Feuchtigkeit und kann im Winter bereits neue Wurzeln bilden. Mit der nötigen Sorgfalt verkraften Rosen einen Umzug recht gut. Nach einer Regenerationsphase, die ihnen zur Erholung zusteht, werden sie bald wieder fleißig Knospen bilden.