Sind Rosen winterhart & winterfest - wie überwintern?

Sind Rosen winterhart & winterfest - wie überwintern?

Rosen sind Sonnenkinder, die luftige Pflanzstellen lieben. Die richtige Standortwahl ist der Garant für langjährigen Rosengenuss.

Der Boden sollte tiefgründig sein.

Ist er verdichtet, muss er vor der Pflanzung unbedingt gründlich gelockert werden, damit keine Staunässe entsteht. Ansonsten wachsen Rosen in allen Böden, in denen auch andere Gartenpflanzen ohne Probleme gedeihen. Container- Rosen sind zwar etwas teurer im Einkauf, bringen aber die meiste Wurzelmasse mit und wachsen bei richtiger Pflanzung garantiert an. Außerdem starten sie im nächsten Frühjahr

kräftig durch und sorgen ab Juni für erste prachtvolle Duftwolken in Ihrem Garten.

Kletterrosen- die Widerstandsfähigen unter den Gartenakrobaten

Die Gruppe unserer Aufsteiger lässt sich in Kletterrosen und Rambler unterteilen. Der Unterschied wird bei genauem Hinsehen erkennbar: Kletterrosen haben große, meist einzeln stehende Blüten und steife Triebe. Sie eignen sich für die Bepflanzung von Klettergerüsten, an denen sie allerdings hochgebunden werden müssen. Rambler zeichnen sich durch sehr biegsame lange, dünne und weiche Triebe aus, die vorteilhaft für den Bewuchs von Rosenbögen sind. Im Gegensatz zu den Kletterrosen erklimmen sie ohne Hilfe erstaunliche Höhen.

Unproblematisch: Rambler- Rosen

In puncto Pflege, zu der bei anderen Rosen vor allem der Rückschnitt gehört, verlangen Rambler- Rosen wenig Aufmerksamkeit. Sie eignen sich aus diesem Grund hervorragend für naturnahe Gärten, wo sie jahrelang erst einmal sich selbst überlassen bleiben können.
Besonders schöne Standorte für Rambler sind alte Hecken und Bäume. Pflanzen Sie doch mal fast unmittelbar darunter einen schönen Rambler. Sie werden staunen, wie schnell unscheinbare Gartenbewohner ihr rosarotes wunder erleben.

Wildrosen- Naturkinder, die Robusten

Wildrosen erfreuen sich zunehmender Beliebtheit bei vielen Gartenfreunden aufgrund  der Tatsache, dass sie sehr anpassungsfähig und äußerst pflegeleicht sind. Einfach blühende, mit nur fünf Blütenblättern ausgestattete Rosenarten wie diese zählen neben Weißdorn und Schlehe zu den wertvollsten Heckengehölzen. Als Entschädigung dafür, dass sie nur einmal im Jahr blühen, tragen heimische Wildrosen im Herbst die schönsten Hagebutten. Ein kleiner Trost für Liebhaber: Auf öfter blühende Wildrosen müssen Sie in Zukunft nicht mehr verzichten. David Austin, einer der erfolgreichsten Rosenzüchter, entwickelte in den vergangenen Jahren eine stattliche Gruppe solcher Strauchrosen.

Aus Samen gezogene Wildrosen eignen sich hervorragend als Windschutz, zur Böschungs- und Hangbefestigung oder als Vogelschutzgehölz.

Winterschutz

Frostschutz: Das Auflegen von Tannen- oder Fichtenreisig ist weniger mühsam als das verbreitete Anhäufeln. Das Naturmaterial hält eisige Winde von Trieben fern. An den Triebspitzen der Rosen überwintern viele Krankheitserreger und Schädlinge. Deshalb werden sie im Herbst abgeschnitten, ebenso alle verwelkten Blätter und Blüten. Den eigentlichen Form- Schnitt nimmt man erst im Frühjahr vor, um die Pflanzen vor Frostschäden zu schützen. In rauen Lagen werden Rosen angehäufelt.

Gut befestigt: Schneiden Sie Ihre Kletterrosen nur mäßig zurück und binden Sie die langen Triebe möglichst zur Seite hin an. So bildet sich blütenreiches Seitenholz.

Achtung: Es ist nicht empfehlenswert, Rosen im Herbst zurückzuschneiden. Im Winter können die Schnittstellen austrocknen oder die geschnittenen Triebe bei Frost zurückfrieren. Um einen Verlust von Wasser und Nährstoffen vor dem Winter möglichst gering zu halten und neue Eintrittspforten für Schadenerreger zu vermeiden, sollte lediglich ein

Frühjahrsschnitt vorgenommen weerden.