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Leberblümchen (Hepatica nobilis) - Pflege

Das Leberblümchen ist eine mehrjährige krautige Pflanze. Sie steht unter Schutz und darf in ihrem natürlichen Vorkommen weder gepflückt noch ausgegraben werden. Sie gehört zu den Tiefwurzlern, was man beim umpflanzen bedenken sollte. Das Leberblümchen ...



gehört zu den ersten Frühjahrsblühern. Allerdings beträgt die Blütezeit nur etwa eine Woche.

Das Leberblümchen liebt lichte Laubwälder mit Buchen und Eichen. Im Garten bevorzugt die Pflanze einen so hellen Platz wie möglich, jedoch im Halbschatten. Volle Sonne wird nicht vertragen.
Der Boden sollte kalkhaltig, basenreich und lehmig sein. Wichtig ist, dass er durchlässig ist. Die Pflanze gedeiht am besten dort, wo auch Schneeglöckchen und Märzenbecher wachsen.

Die Pflanze muss gleichmäßig feucht, aber nicht nass gehalten werden. Sie ist empfindlich gegenüber Trockenheit und Staunässe. Pflanzt man das Leberblümchen in ein Pflanzgefäß, ist darauf zu achten, dass man erst dann gießt, wenn die oberste Erdschicht abgetrocknet ist.
Mulchen ist besser als Düngen.

Beim Wachsen und Ausbreiten lässt sich das Leberblümchen Zeit. Nadelbäume mag es nicht. Herabfallende Nadeln machen den Boden mit der Zeit sauer und das mag die Pflanze nicht.
Die alten Blätter dürfen erst abgeschnitten werden, wenn die neuen Blütenknospen zu ...



sehen sind. Bis dahin werden sie benötigt, um Nährstoffe für den kommenden Austrieb zu produzieren. Auch sind sie guter Winterschutz. Bei Jungpflanzen nur welke Blätter abschneiden.

Die Vermehrung in der Natur erfolgt durch Samen, die durch Ameisen verbreitet werden. Ansonsten kann man die Pflanzen Teilen, was aber problematisch ist, weil Leberblümchen so tiefe Wurzeln haben. Man pflanzt die kleinen Pflanzen vorsichtshalber erst einmal in Töpfe, bis sie wieder kräftig genug sind. Das erkennt man am neuen Austrieb.

Man kann das Leberblümchen auch durch Aussaat vermehren. Es ist ein Lichtkeimer, aber auch ein Kaltkeimer mit einer langen Keimdauer. Deshalb sät man die Samen am besten unmittelbar nach ihrer Reife im Freiland aus.

Die frische Pflanze enthält Protoanemonin, das bei Kontakt mit der Haut oder Schleimhaut stark reizend wirkt und zu Rötungen, Juckreiz und sogar Blasenbildung führen kann.



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