Gymnocalycium
Gymnocalysium bedeutet Nackter Blütenkelch. Die Pflanze gehört zur Familie der Kaktusgewächse und ist eine Sukkulente.Der Name Nackter Blütenkelch kommt daher, dass diese Pflanzen kahl sind, das heißt, im Gegensatz zu anderen Kakteen, welche behaart, borstig und mit Stacheln ...
besetzt sind, ist diese Gattung nackt.
Diese Kakteen sind in ganz Südamerika beheimatet.
Die meisten Pflanzen bleiben eher klein. Sie wachsen gedrückt kugelig bis flach. Im Alter können sie auch dicksäulig wachsen. In der Regel haben die Kakteen 4 bis 15 Rippen. Ihre Größe kann sehr unterschiedlich ausfallen. Sie wachsen eintriebig oder reich sprossend. Die Blüten öffnen sich am Tag und sind weiß und rosa, bei einigen wenigen Arten auch gelb oder rot. Der Blütenkelch ist kahl und schuppig.
Die bekanntesten Arten dieser Gattung sind die chlorophylfreien Mutationen. Sie werden unter der Bezeichnung Roter Kugelkaktus im Handel angeboten. Statt einer grünen besitzen sie eine leuchtend rote Farbe. Sie können auch in den Farben gelb bis hin zu violett vorkommen. Da sie selbst nicht in der Lage sind, Photosynthese zu betreiben, müssen sie auf einen grünen Kaktus aufgepfropft werden. Dieser dient als Unterlage und Nährstofflieferant.
Im Sommer können die Gymnocalyciums im Freien platziert werden. Regen schadet den Pflanzen ...
in der Regel nicht, nur Dauerregen sollte vermieden werden. Allerdings sollte ein sehr durchlässiges Substrat verwendet werden. Außerdem ist wichtig, dass das Substrat stets eine schwach saure Bodenreaktion aufweisen sollte. Sobald sich diese in eine alkalische Reaktion ändert, hört das Wachstum der Gymnocalycien auf. Eine reichliche Zugabe von Mineralien fördert den Wuchs. Man kann auch ein rein mineralisches Substrat verwenden, z.B. reinen roten Ziegelgrus. Das Substrat sollte locker und luftdurchlässig sein und darf keinen Kalk enthalten. Das führt in der Regel zu einer guten, kräftigen Bedornung, reichlich Wurzeln und zu vielen Blüten. Ein verbrauchtes Substrat sollte unverzüglich entfernt werden. Am besten man topft die Kakteen jedes Jahr um. So kommt es nicht zu einem Wachstumsstopp.
Die Kakteen mögen einen hellen bis halbschattigen Standort. Pralle Sonne vertragen sie meist nicht.
Am besten leitet man das Wachstum der Gymnocalycium im Frühjahr bei schönem Wetter durch Übersprühen der Pflanzen ein. Die Knospen zeigen sich meist erst etwas später. Während der Wachstumsphase sollten die Pflanzen reichlich mit Wasser versorgt werden. An warmen Tagen kann man sie abends mit Regenwasser übersprühen. Auf keinem Fall sollte man sie besprühen, solange die Pflanze in der Sonne steht, das führt zu Verbrennungen.
Überwintert werden die Pflanzen bei Temperaturen um die 5 bis 8 Grad Celsius. Sie sollten völlig trocken stehen. Eine helle Überwinterung ist nicht notwendig.
Die Vermehrung erfolgt relativ einfach aus Samen. Das Keimergebnis ist vom Alter des Samens abhängig. Die besten Ergebnisse hat man mit ganz frischem Samen oder mit etwa ein Jahr gelagertem Saatgut. Die Keimkraft von Importsamen ist oft gering. Die Temperaturen sollten nicht über 20 Grad liegen.
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