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Die große Ananasfrucht ist uns allen zweifellos ein Begriff. Man findet frische Ananas inzwischen in jedem Supermarkt – und man kann die Früchte nicht nur essen, sondern sie tatsächlich auch dazu verwenden, eine Pflanze aus ihr zu ziehen. Einzige Voraussetzung:Die Ananas darf nicht eingefroren worden sein (zum Beispiel während des Transports), und sollte möglichst frische, saftige Blätter aufweisen.
Bevor man sich jedoch daran macht, die Ananaspflanze zu kultivieren, muss sichergestellt sein, dass sie auch geeignete Rahmenbedingungen für die Pflanze vorhanden sind. Die Pflanze braucht möglichst viel Licht, und volle Sonne, und möglichst hohe Temperaturen. Hinzu
...
kommt noch der hohe Platzbedarf: Die Pflanze kann bis zu 2 Meter hoch werden, und einen Durchmesser von über einem Meter erreichen. Auch eine hohe Luftfeuchtigkeit von über 60% ist unabdingbar, da die Pflanze über Saugschuppen an der Blattoberseite Wasser aufnimmt. Doch Vorsicht: Einige Ananasarten bilden an den Blättern kleine Haken aus, an denen man sich leicht verletzen kann, und auch die Blattspitzen können ein Verletzungsrisiko darstellen!
Wer jedoch über den nötigen Platz und Möglichkeiten verfügt, und auch eine Ananas gekauft hat, der kann mit dem ziehen der Pflanze beginnen. Erster Schritt: Trennen sie den Blattschopf von der Frucht, indem sie den Blattschopf mit einigen Zentimetern Fruchtfleisch von der Frucht abtrennen, und dann vorsichtig das restliche Fruchtfleisch vom Stiel, an dem auch die Blätter sitzen, abtrennen. Die restliche Frucht können sie ganz normal verbrauchen, und sich damit auf die neue Pflanze einstimmen!
Der Stiel wird bis kurz unterhalb des Blattansatzes gekürzt, und dann die untersten 2-4 Blattreihen abgezogen, um die Sprosspunkte freizulegen, aus denen später die Wurzeln sprießen. Auf diese Weise erhöhen sie die Chance, dass die Ananas tatsächlich wurzeln schlägt, enorm! Nun können sie die Ananas entweder in einem Glas mit Wasser bewurzeln, oder aber direkt in die Erde setzen. Diese sollte in jedem Fall Wasser gut ableiten, also einen geringen Tonanteil besitzen. Viel Quarzsand sorgt für die nötige Ableitfähigkeit. Gegossen werden sollte die Ananaspflanze regelmäßig mit Regen- oder kalkfreiem Wasser, jedoch sollten sie unbedingt Staunässe vermeiden! Da die Pflanze in der Lage ist, der Luft Feuchtigkeit zu entziehen, steckt sie kurze, trockenere Perioden eher weg. Im Winter hingegen ist für die Pflanze Ruhezeit angesagt, wegen der fehlenden Sonne. Hier sollten sie wenig gießen, und einen möglichst hellen Standort für ihre Ananaspflanze wählen.
Düngen sollten sie nur im Sommer, dann ist ein Abstand von ca. 2 Wochen ideal. Dünger mit hohem Phosphatgehalt fördert übrigens die Fruchtbildung, und sollte daher ihre erste Wahl sein. Trotzdem ist mit einer Fruchbildung frühestens nach 3 Jahren zu rechnen, dafür benötigt die Ananas keine Fremdbestäubung, also reicht eine einzelne Pflanze aus, und es bildet sich, völlig ohne weiteres zutun eine Frucht. Die Reifezeit beträgt 3-5 Monate. Die Frucht ist reif, wenn sie gelb wird, und zu duften beginnt. Ernten sollten sie jedoch erst, wenn das Fruchtfleisch auf leichten Druck hin nachgibt. Früchte, die im Sommer reifen sind wesentlich aromatischer als Früchte, die im Winter reifen. Auch schmecken sie meist besser, als gekaufte Früchte!
Die Mutterpflanze stirbt nach Ausbilden der Frucht zwar langsam ab, jedoch bildet sie seitlich Sprösslinge aus, die sie wiederum einpflanzen können. Der Stammplatz der alten Pflanze wird also nicht allzu lange leer bleiben!
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