Einblatt

Das Einblatt, mit lateinischem Namen als Spathiphyllum bezeichnet, stammt aus der Familie der Aronstabgewächsen. Der lateinische Name setzt sich aus den zwei griechischen Worten spathe und phyllon zusammen, die ins Deutsche übersetzt Blütenscheide und Blatt heißen. Der Name ist auf  ...



die Blütenform zurückzuführen. Im Deutschen wird auch oft der Name Blattfahne verwendet.

Ursprünglich stammt die Pflanze aus Venezuela und Kolumbien, wird heute aber vielfach als dekorative Zimmerpflanze verwendet. Die Laubblätter sind länglich oval geformt und langgestielt. Die Blätter erreichen eine Länge von 25 Zentimetern und sitzen auf bis zu 30 cm langen Blattstielen. Sie weisen eine dunkelgrüne Färbung aus und sind glänzend.

Aufgrund der Zartheit der Blätter benötigt das Einblatt viel Wasser. Das Einblatt erreicht eine Wuchshöhe von etwa 30 Zentimetern, allerdings gibt es heute verschiedene Formen zu kaufen. Man unterscheidet zwischen Mini-, Midi- und Maxi-Formen. Entsprechend unterschiedlich ist die Wuchshöhe der Pflanze.

Besonders auffällig ist die Blüte, die zweimal im Jahr erscheint. In der Regel blüht das Einblatt im Frühjahr und im Herbst. Die Blüte selbst besteht aus einem einzigen Hüllblatt, welches weiß gefärbt ist. Dieses weiße Hüllblatt wird auch als Spatha bezeichnet, es umgibt einen gelblichen Blütenkolben. Die Blüte erreicht eine Größe ...



von etwa 15 Zentimetern und ragt auf langen Stielen, die eine Länge von 50 Zentimetern erreichen, aus dem Laub heraus.

Als Zimmerpflanze gehalten, ist das Einblatt recht leicht zu pflegen. Es liebt feuchte Luft, verträgt aber auch etwas trockenere Luft. Auch ein Schattenplatz schadet dem Einblatt nicht, bevorzugt werden jedoch helle bis halbschattige Plätze ohne direkte Sonneneinstrahlungen. Temperaturen unter 16 Grad, auch im Winter, sollten vermieden werden, ideal sind Temperaturen zwischen 18 und 25 Grad.

Auch in Hydrokultur gedeiht das Einblatt hervorragend. Die Pflanze hat einen hohen Wasserbedarf, daher sollte der Boden gleichmäßig feucht gehalten werden. Im Winter ist die Ruhezeit des Einblatts und daher sollte man in dieser Zeit etwas weniger gießen. Es empfiehlt sich, temperiertes und kalkarmes Wasser zum Gießen zu verwenden.

Die Blätter der Pflanze sollten in regelmäßigen Abstanden eingesprüht werden. Gelegentliches Düngen fördert das Wachstum, jedoch sollte man nicht zu reichlich düngen, da sich sonst braune Blattspitzen an der Pflanze bemerkbar machen. Gedüngt wird während der Blütezeit. Bei richtiger Pflege ist ein Pflanzenschutz kaum notwendig.

Grundsätzlich sollte der Pflanztopf nicht zu groß gewählt werden. Sollte ein Umsetzen der Pflanze nötig werden, so empfehlen sich die Monate Februar und März. Zu diesem Zeitpunkt lässt sich das Einblatt auch ohne Probleme vermehren. Die Vermehrung erfolgt einfach durch die Teilung beim Umpflanzen. Dazu werden die Wurzeln des Einblatts freigelegt und mit einem scharfen Messer durchtrennt. Es empfehlen sich Teilstücke, die jeweils zwei bis drei Blätter haben. Diese Teilstücke werden eingepflanzt und an einen schattigen Standort bei Temperaturen um die 20 Grad gestellt. Schon in wenigen Wochen entwickeln sich neue Wurzeln.

Eine Anzucht aus Samen in einem Warmbett ist zudem möglich. Durch Staunässe kann Wurzelfäule hervorgerufen werden. Gelegentlich wird das Einblatt auch von Blattläusen heimgesucht, eine entsprechende Behandlung der Pflanze ist notwendig.

Als Inhaltsstoff findet man im Einblatt Scharfstoffe, wie beispielsweise Aronstab. Gelangen diese Giftstoffe auf die Haut, so kann es zu Reizungen dieser führen. Meist zeigen sich diese Reizungen in Form von Entzündungen und Brennen. Auch bei der inneren Aufnahme sind diese Symptome festzustellen. Hier wirkt sich die Reizung vor allem auf die Schleimhäute aus und bewirkt ein Anschwellen. Zudem kann es Magen- und Darmbeschwerden kommen, die mit Krämpfen einhergehen.

Das Einblatt wirkt auf viele verschiedene Tiere giftig. Hierzu gehören Hunde, Katzen, aber auch Nager, wie Kaninchen, Hasen, Hamster und Meerschweinchen. Auch auf Vögel wirkt das Einblatt giftig. Die Vergiftungserscheinungen machen sich durch Erbrechen, starken Speichelfluss, Schluckbeschwerden und Durchfall bemerkbar.

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