Frangipani (Plumeria) - Pflanzen, Pflege, Samen
Blühende Frangipanis sind eine Augenweide und auch die Nase kommt bei dieser Pflanze nicht zu kurz. Im Prinzip ist die Haltung ganz einfach, solange man nicht zu viel gießt. Die Spezies sowie die zahlreichen Hybriden ...variieren in Form und Farbe der Blüten, der Blattform und in Form und Größe des Baumes, der in unseren Breiten nur im Kübel gehalten werden kann, da er nicht frostfest ist.
Die Plumeria ist ein Hundsgiftgewächs und in allen Teilen giftig.
Die Pflanze steht im Sommer gern im Freien, ruhig auch in der Sonne. Allerdings sollte man sie beim Rausstellen langsam an die Sonne gewöhnen. Die jungen Blätter sind etwas empfindlich. Der Platz sollte etwas geschützt sein, starker Wind zerreist die Blätter, vor allem, wenn sie recht groß sind, wie das bei einigen Sorten der Fall ist. Auf Zugluft reagiert die Plumeria oft mit dem Abwerfen der Blüten. Ansonsten mögen die Pflanzen viel Sonne, sie sind an tropische Standorte gewöhnt.
Das Pflanzsubstrat muss sehr durchlässig sein, da Frangipanis empfindlich auf Nässe reagieren. Man bringt sie selten zum Vertrocknen, dafür aber schnell zum Verrotten. Gut geeignet sind Kaktuserden oder andere Erde, die mit viel grobem Sand ...
gemischt werden. Wichtig ist eine gute Drainage am Topfboden.
Gegossen werden muss in der Wachstumsphase und während der Blüte regelmäßig. Die Erde sollte vor einer erneuten Wassergabe aber gut abtrocknen können. Man gießt nicht direkt an den Stamm, sondern lieber auf die umgebende Erde. Gedüngt wird einmal monatlich mit einem NPK 10-30-10 Dünger.
Überwintern kann die Plumeria an einem hellen, aber kühlen Standort, bei etwa 15 Grad. Sie verliert dabei ihre Blätter. Gegossen wird spärlich, nur soviel, dass der Pflanzballen nicht austrocknet. Wassermangel erkennt man am Stamm, der faltig wird und weich. Dann gießt man etwas mehr. Auf keinem Fall zu viel gießen! Gedüngt werden muss nicht.
Die Vermehrung des Frangipanis erfolgt über Samen oder über Stecklinge. Die Keimung der Samen dauert allerdings lange. Bis die Pflanze blüht, vergehen mindestens 3 Jahre, meist mehr. Bei Stecklingen geht es schneller. Man nutzt dazu dicke, verholzte, etwa 25 cm lange Äste. Sie bewurzeln besser als dünne, grüne Stecklinge. Man kann den Steckling gleich in Erde setzen, etwa 5 cm tief. Die Erde muss ordentlich eingeschlämmt werden. Man kann ihn aber auch in einem Wasserglas bewurzeln lassen. Das Wasser sollte alle zwei Tage gewechselt werden. Wenn die Wurzeln einige Zentimeter lang sind, kann man den Steckling einpflanzen.
Frangipanis werden gern von Spinnmilben befallen, vor allem, wenn man sie im Winter einstellt. Auch Thripse zeigen sich hin und wieder. Man bekämpft sie mit einer Spiritus-Schmierseifenlösung. Auf einen Liter Wasser nimmt man einen Teelöffel Brennspiritus und einen Teelöffel Schmierseife. Die befallenen Stellen werden mit der Mixtur eingesprüht. Die Prozedur muss nach einigen Tagen wiederholt werden. Wer auch Nummer sicher gehen will, wiederholt es mehrmals. Auf chemische Mittel reagiert die Pflanze oft nicht gut.
Wer seinen Tempelbaum, wie die Pflanze auch genannt wird, nicht rausstellen kann, sollte es einmal mit einer Wärmematte sowie einer Pflanzenlampe versuchen.
- Paw-Paw, Papau, Indianerbanane (Asimina triloba) Pflege
- Exotische Pflanzensamen, Samen
- Million-Bells - Pflege, Überwintern
- Petunien selber ziehen - Aussaat oder Stecklinge, was ist besser?
- Sukkulenten als Zimmerpflanzen
- Clematis im Kübel - Schnitt, Verschneiden und Vermehrung
- Cymbidium Orchidee - Pflege
- Pfennigkraut (Lysimachia nummularia) - Pflege, überwintern
- Rhipsalis pilocarpa - Pflege
- Kängurupfote (Anigozanthos humilis) - Pflege
Unsere Heimwerker- und Garten-Newsletter informieren Sie über alle Neuigkeiten auf Hausgarten.net: Praxistipps, aktuelle Themen, Gutscheine & mehr!