Kangaroo Paw (Anigozanthos humilis) Pflanze, Pflege, Überwintern
Die Kangaroo Paw wird bei uns häufig einfach als Känguru-Blume oder Känguru-Pfote (Kangaroo Paw) bezeichnet. Ursprünglich stammen die Pflanzen aus dem südwestlichen Australien. Es gibt viele verschiedene Arten, bei denen es sich um ausdauernde, krautige Pflanzen handelt. Kangaroo Paw besitzen keine normalen Wurzeln, sondern ...Rhizome als Speicherorgane. Die Blätter werden meist rosettenartig direkt am Boden gebildet. Die Blüten ähneln Kängurupfoten, daher auch der Name. Die Blütenröhren sind flaumig behaart und leuchten orange bis rötlich, sehr auffällig.
Einige Arten der Kangaroo Paw werden als Zimmerpflanze kultiviert. Es gibt eine Menge Hybriden. In Regionen ohne Frost kann man sie auch auspflanzen. Bei uns sind sie nur als Kübel- oder Topfpflanze geeignet. Im Sommer kann die Pflanze im Freien stehen, im Winter benötigt sie ein entsprechendes Überwinterungsquartier.
Standort
Die Kangaroo Paw mag volle Sonne, am besten so viel wie möglich. Sie kommt auch sehr gut mit heißen Standorten zurecht. Da es eine sehr genügsame Pflanze ist, kann sie auch gut auf teilsonnigen Plätzen überleben. ...
Ein Wintergarten ist auch günstig für einen dauerhaften Standplatz.
Pflanzsubstrat
Das Pflanzsubstrat muss gut durchlässig sein. Ideal ist ein leicht sandiger und etwas saurer Boden. Wenn man die Pflanzen im Kübel kultiviert, darf eine Drainage am Topfboden nicht fehlen. Stehende Nässe, vor allem über einen längeren Zeitraum, wird nicht vertragen. Besonders im Winter mag es die Kängurupfote nicht zu feucht.
Gießen und Düngen
Im Sommer regelmäßig, aber nicht zu viel gießen. Der Ballen sollte stets feucht, aber nicht nass sein. Trockenheit ist meist kein Problem, Nässe, vor allem Staunässe führt oft zum Absterben der Pflanze. Während der Blüte darf der Pflanzballen aber nicht austrocknen, sonst fallen die Blütenknospen ab. Im Winter wird nur minimal gegossen. Am besten verwendet man Regenwasser. Kalkreiches Gießwasser mögen die Kangaroo Paw nicht. Gedüngt wird 14tägig mit handelsüblichem Flüssigdünger.
Wichtig für die Blüte
Will man die Kangaroo Paw zu Blühen bringen, muss man ihr ideale Bedingungen schaffen. Dazu gehören Temperaturen zwischen 10 und 14 ˚C über einen Zeitraum von fünf Wochen.
Schnitt
Die Kängurupfote muss nicht geschnitten werden. Man entfernt nur regelmäßig braune Blätter, um Fäulnis zu vermeiden. Im Herbst schneidet man die abgeblühten Blütenstiele vorsichtig ab. Wenn die Samen ausreifen sollen, lässt man die Stiele stehen.
Überwintern
Überwintert wird die Kangaroo Paw hell und bei etwa 10 ˚C. Die Wassergaben werden fast eingestellt.
Vermehrung
Die einfachste Vermehrung erfolgt über Rhizomstecklinge. Man teilt von den Mutterrhizomen einfach kleine Triebe ab. Diese bewurzeln innerhalb von zwei bis vier Wochen.
Man kann die Kangaroo Paw auch über eine Aussaat heranziehen. Ausgesät wird im Januar. Bei einer Tagestemperatur von 20 ˚C und einer Nachttemperatur von 12 ˚C beträgt die Keimdauer etwa drei Wochen. Die Samen sind Lichtkeimer, dürfen also nicht mit Erde bedeckt werden.
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