Kangaroo Paw - Pflege der Känguruh-Blume

PflanzenKangaroo Paw Pflanzen gibt es in vielen verschiedenen Sorten. Es sind wärmeliebende Stauden, die auch unter den Namen Känguruhpfötchen, Känguruhpfote und Känguruhblume bekannt sind. Die Blüten dieser Pflanze ähneln den Pfoten von Känguruhs, daher auch der Name. Die verschiedenfarbigen Blüten zeigen sich vom Frühjahr bis in den Frühsommer hinein. Die Pflanze kann Wuchshöhen von mehr als einem Meter erreichen, je nach Sorte, Pflege und vorherrschenden Standortbedingungen.

Tipps zur Anzucht bzw. Vermehrung
  • Die Anzucht von Kangaroo Paw Pflanzen kann sowohl durch Samen und

    Teilung als auch über Rhizom-Stecklinge erfolgen und zwar das ganze Jahr über.
  • Bei der Stecklingsvermehrung werden von der Mutterpflanze entsprechende Stecklinge abgetrennt und zum Bewurzeln in ein Wasserglas oder in Anzuchtsubstrat gesteckt. Wurzeln haben sich dann nach etwa 3-4 Wochen gebildet. Dann können die Stecklinge verpflanzt werden.
  • Bei der Anzucht durch Samen muss berücksichtigt werden, dass diese Pflanze ein Lichtkeimer ist. Der Samen sollte also nicht mit Substrat bedeckt werden. 
  • Die Samen werden auf feuchter Anzuchterde verteilt und mit Folie abgedeckt, die man zum Belüften ab und zu entfernen sollte.  
  • Die Keimung dauert bei Temperaturen zwischen 19 und 21 Grad tagsüber und bei 11- 13 Grad nachts etwa 2-3 Wochen. Allerdings können einige Samen auch noch nach 8-10 Wochen keimen, sogenannte Nachzügler.
  • Ältere Pflanzen können im Herbst auch durch Teilung vermehrt werden. Das ist möglich, weil es sich bei dieser Pflanze um eine Staude handelt.
  • Zur Anzucht kann neben handelsüblicher Anzuchterde auch Kokosfaser verwendet werden. Beide haben die Eigenschaft nährstoffarm und durchlässig zu sein.
  • Beide Substrate sollten für die Dauer der Keimung immer feucht gehalten werden aber keinesfalls zu nass. 
  • Nach etwa 5-8 Wochen können die kleinen Sämlinge dann pikiert werden.
Standortansprüche

Kangaroo Paw Pflanzen können als Zimmerpflanze gehalten werden aber auch auf Terrassen und Balkonen, je nach dem, um was für eine Sorte es sich handelt. Der Standort sollte warm, hell und sonnig sein, aber auch halbschattige Plätze werden vertragen. Sie sind relativ unempfindlich gegenüber Sonne, Hitze und Trockenheit. Der Boden sollte durchlässig sowie leicht sauer und sandig sein. Mit Sand gemischte Laub-/ Moorerde oder Trofkultursubstrat werden als Substrat empfohlen. Bei der Kultivierung im Kübel sollte eine Drainage mit eingebracht werden, um Staunässe zu vermeiden.

Gießen und Düngen

Beim Gießen ist weniger mehr. Gelegentliche Trockenheit wird wesentlich besser vertragen als zu viel Nässe. Im Sommer sollte regelmäßig aber in Maßen gegossen werden. Während der Blüte darf die Erde jedoch nicht austrocknen, die Pflanze würde sonst die Blüten abwerfen. Die Erde sollte möglichst immer leicht
feucht sein. Zum Gießen sollte im besten Falle Regenwasser verwendet werden, kalkhatiges Wasser wird eher weniger vertragen. Im Winter sollte nur soviel gegossen werden, dass die Erde nicht austrocknet.

Gedüngt werden kann im Frühjahr und Sommer, jeweils einmal wöchentlich und in der restlichen Zeit alle 3 Wochen, mit einem kalkarmen Dünger. Geeignet wäre beispielsweise ein Azaleendünger. 

Pflege im Winter

Da Kangaroo Paw Pflanzen nicht winterhart sind, sind sie für eine Anpflanzung im Garten ungeeignet. Allerdings können sie nach den Eisheiligen, also nach dem 15. Mai bis September problemlos im Freien stehen. Im Winterquartier sollte die Pflanze hell stehen, bei Temperaturen zwischen 10 und 15 Grad. Gegossen wird im Winter nur

sehr wenig und das Düngen sollte man während der Winterpause komplett einstellen.

Hinweise zum Rückschnitt

Da die Pflanze weder in Form geschnitten werden muss, noch besonders ausladend wächst, ist ein Rückschnitt in der Regel nicht erforderlich. Auch für eine üppige Blüte ist kein Rückschnitt notwendig. Lediglich verwelkte Blüten und Blütenstiele sollte man entfernen, vorausgesetzt man hat kein Interesse an den Samenkörnern, die im Herbst abgesammelt werden können. Neben verwelkten Blüten und Blütenstielen sollten auch verwelkte Blätter immer von der Pflanze entfernt werden.

Schädlinge und deren Bekämpfung

Unter ungünstigen Bedingungen können Kangaroo Paw Pflanzen sowohl von Spinnmilben als auch von Blattläusen befallen werden. Am einfachsten kann man diese Schädlinge durch Abwischen oder Abduschen beseitigen. Dazu deckt man den Topf beispielsweise mit einer Plastiktüte ab und braust dann die Pflanze mit einem mittelharten Strahl ab. Der Topf muss abgedeckt werden, damit die Schädlinge nicht auf die Erde gelangen können.

Eine weitere Möglichkeit zur Bekämpfung bietet der Einsatz natürlicher Fressfeinde wie Schlupfwespen, Florfliegen, Raubwanzen, Marienkäfer oder Gallmücken.

Hilfreich kann auch ein Sud aus Brennnesseln sein. Dazu werden die Blätter von Brennnesseln zerkleinert und mit Wasser übergossen. Das Ganze bleibt über Nacht stehen und kann dann am nächsten Tag zum Gießen oder Besprühen verwendet werden.

War das alles nicht erfolgreich, bleibt nur noch eine chemische Bekämpfung. Bei derartigen Mitteln gegen Spinnmilben handelt es sich in der Regel um Kontaktgifte zum Sprühen. Diese Mittel sollten möglichst nicht in Wohnräumen angewendet werden.
 
Pflanzsubstrat

Das Pflanzsubstrat muss gut durchlässig sein. Ideal ist ein leicht sandiger und etwas saurer Boden. Wenn man die Pflanzen im Kübel kultiviert, darf eine Drainage am Topfboden nicht fehlen. Stehende Nässe, vor allem über einen längeren Zeitraum, wird nicht vertragen. Besonders im Winter mag es die Kängurupfote nicht zu feucht.

Wichtig für die Blüte

Will man die Kangaroo Paw zu Blühen bringen, muss man ihr ideale Bedingungen schaffen. Dazu gehören Temperaturen zwischen 10 und 14 ˚C über einen Zeitraum von fünf Wochen.

Überwintern

Überwintert wird die Kangaroo Paw hell und bei etwa 10 ˚C. Die Wassergaben werden fast eingestellt.

Vermehrung

Die einfachste Vermehrung erfolgt über Rhizomstecklinge. Man teilt von den Mutterrhizomen einfach kleine Triebe ab. Diese bewurzeln innerhalb von zwei bis vier Wochen.

Man kann die Kangaroo Paw auch über eine Aussaat heranziehen. Ausgesät wird im Januar. Bei einer Tagestemperatur von 20 ˚C und einer Nachttemperatur von 12 ˚C beträgt die Keimdauer etwa drei Wochen. Die Samen sind Lichtkeimer, dürfen also nicht mit Erde bedeckt werden.