Chinaschilf (Miscanthus) – Herkunft, Standort, PflegeDas Chinaschilf hat vielfältige Verwendungsmöglichkeiten. Es eignet sich bei enger Pflanzung als ausgezeichneter Sichtschutz. Kleinere Sorten werden oft als Hintergrund- oder Randbepflanzung von Gehölz- und Staudenrabatten verwendet. Sogar eine landwirtschaftliche Nutzung als Faserstoff für die Papier-, Topf- und Plattenherstellung ist möglich. Wie der Name schon sagt, stammt das, zur Familie der Süßgräser gehörende Chinaschilf aus China, Japan, Korea und Thailand. Durch intensive Züchtung ist es gelungen die Blütezeit dieser vielfältigen Pflanze auf den Sommer vorzuschieben. Es gibt die unterschiedlichsten Sorten. So unterscheiden sich diese schon in der Größe beträchtlich. Während das M. sin „Yakushima Dwarf“ nur
100 cm hoch wird, erreicht M. floridulus bis zu 300 cm. Auch bei der Blattform ist für fast alle Geschmäcker etwas geboten. So gibt es Sorten mit weißbunten Blättern („Variegatus“), mit gelblich gestreiften Blättern („Zebrinus“), welche mit einer silbernen Rinne („Silberfeder“), aber auch rötlich gefärbte Blätter („Dronning Ingrid“). Die Ähren erblühen in silberweisser, bräunlicher oder rötlicher Farbe. Es gibt aber auch einige Sorten, die bei uns nicht zur Blüte kommen, wie z.B. das Riesenschilf oder das Eulaliasgras. Bei der Wahl des Standortes sollte ein sonniger Platz bevorzugt werden. Auch im Halbschatten gedeiht die Pflanze noch. Bei den Böden liebt das Chinaschilf feuchte, durchlässige Flächen. Auch wenn es dort am allerbesten wächst, gedeiht es praktisch überall. Die Pflanzung sollte im Frühjahr, mit einem Pflanzabstand von mindestens 120 cm, erfolgen. Durch Teilung vor dem Wachstumsbeginn ist eine Vermehrung möglich. Das Chinaschilf an sich ist eine pflegeleichte Pflanze. Es müssen nur grundsätzlich ein paar Dinge beachtet werden. Im Frühjahr sollte ein Rückschnitt auf zehn Zentimeter Höhe erfolgen. Dadurch treibt das Gras wieder frisch aus und erreicht im Sommer seine gewohnte Höhe. Über Winter sollte es dann in seiner vollen Höhe stehen gelassen werden. Auf keinen Fall darf ein Rückschnitt im Herbst erfolgen, da dieser die Pflanze schädigt. So kann dann Wasser in die hohlen Halme eindringen und zu Fäulnis führen. Man kann schon erkennen, das das Chinaschilf eine wirklich pflegeleichte Pflanze ist, an der auch Hobbygärtner mit weniger Zeit lange ihre Freude haben. von Cornelia Arzberger
|