Drachenbaum - Pflege & was tun bei gelben Blättern?

DrachenbaumDer Drachenbaum gehört zu beliebtesten Grünpflanzen. Er ist robust, pflegeleicht und sieht recht dekorativ aus. Seine Heimat sind die Kanarischen Inseln. Hier kann der Drachenbaum eine Höhe von 18 Metern erreichen. Im Handel werden die Jungpflanzen meist in einer Höhe von 30 bis 40 cm angeboten. Bei richtiger Pflege und dem richtigen Standort wachsen die Pflanzen im Zimmer bis zu zwei Meter hoch.

Pflege der Zimmerpflanze

Als robuste Zimmerpflanze stellt der Drachenbaum keine besonderen Ansprüche an den Standort

und die Pflege.

Standort
  • sonnig bis halbschattig
  • keine pralle Sonne und Zugluft
  • Zimmertemperatur flexibel zwischen 15 bis 30 °C
  • in regelmäßigen Abständen Topf drehen, da die Triebspitzen immer zum Licht wachsen
  • Arten, die eine hohe Luftfeuchtigkeit benötigen, müssen zwischendurch angesprüht werden
  • Überwintern im Zimmer möglich (manche Arten müssen jedoch in den Wintermonaten kühler gestellt werden)
Bodenbedingungen
  • kompostierte Blumenerde oder
  • normal durchlässige Blumenerde,
  • Drainage aus Blähton oder Kies.
Pflege:
  • Drachenbaum benötigt nicht viel Wasser
  • übersteht zeitweilig Trockenheit
  • geeignet für Hydrokultur
  • in der Ruhephase von Oktober bis Januar sollte die Temperatur zwischen 15 und 18 °C betragen
Zum Bewässern eignet sich hervorragend die Tauchmethode, die einmal in der Woche durchgeführt wird. Dazu wird der Drachenbaum in ein Gefäß mit Wasser getaucht, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen. Das überschüssige Wasser ablaufen lassen und die Zimmerpflanze wieder an ihren ursprünglichen Platz stellen. Ein erneutes Gießen wird erst dann notwendig, wenn das Substrat oder die Erde trocken ist. Im Winter kann diese Periode, je nach Größe des Topfes und den Bedingungen der Umgebung, mitunter ein paar Wochen dauern.

Staunässe sollte vermieden werden, da die Wurzeln der Drachenbäume sehr schnell faulen. Bei trockener Heizungsluft werden die Pflanzen einmal in der Woche mit Regenwasser oder kalkarmem Wasser besprüht und die Blätter von Staub und anderen Ablagerungen befreit. Für letzteres eignet sich ein weicher Lappen.

Drachenbaum - Düngung

In den Monaten von März bis August wird der Drachenbaum alle zwei Wochen mit einem flüssigen Grünpflanzendünger behandelt. Dabei muss die Vorschrift des Herstellers eingehalten werden. Durch den Dünger wächst der Drachenbaum ziemlich schnell. Bei bereits sehr großen Pflanzen sollte man sich mit dem Düngen zurückhalten.

Schnitt, Versiegelung und Vermehrung
  • Schnitt - Da Drachenbäume eine stattliche Höhe erreichen können, ist es ratsam diese regelmäßig im Frühjahr, zu kürzen. Dazu werden die langen Triebe gekappt. Unterhalb der Schnittstelle bilden sich meist zwei bis drei Verdickungen, die neue Triebe hervorrufen. Um ein Austrocknen der Stammstücke nach dem Schnitt zu vermeiden, sollten diese oben versiegelt
    werden.
  • Versiegeln - Zum Versiegeln eignet sich Baumwachs. Ebenso kann man die abgeschnittenen Teile auch kurz in heißes Wachs tauchen oder mit sogenanntem Siegelwachs beträufeln. 
  • Vermehrung - Werden die abgestorbenen Triebe in ein Gefäß mit Wasser gestellt, entwickeln sich mit etwas Glück in einigen Wochen Wurzeln. Ist der neue junge Drachenbaum gut bewurzelt, kann er entweder einzeln oder in einer kleinen Gruppe in einen größeren Topf umgesetzt werden.
Umtopfen

Der Drachenbaum wächst ständig und sollte aus dem Grund einmal im Jahr in einen größeren Topf umgepflanzt werden. Dabei darf der Wurzelballen nicht verletzt werden, denn dann wird die Pflanze nicht mehr ausreichend versorgt. Unter den verschiedenen Arten der Drachenbäume gibt es auch kleinere Sorten, die nur

alle zwei Jahre umgetopft werden müssen.

Schädlinge und Krankheiten wie gelbe Blätter
  • Zeigen sich gelbe Blätter im unteren Bereich des Drachenbaums, hat dieser Mangelerscheinungen. Meist fehlt ihm Eisen. Durch ein regelmäßiges Düngen mit einem handelsüblichen Flüssigdünger kann diese Mangelerscheinung schnell behoben werden. Wer Düngestäbchen verwendet, sollte darauf achten, diese nicht zu dicht an der Wurzel platzieren, sonst wird die Pflanze überversorgt.
  • Sollte der Stamm des Drachenbaums weich sein, kann unter Umständen eine Viruserkrankung oder Staunässe verantwortlich sein. Dies sorgt dafür, dass sich die Fäule von der Wurzel aus durch den gesamten Stamm zieht. Die Pflanze reagiert mit hängenden Blättern, die sich gelb verfärben. In diesem Fall kann man den gesunden Teil abschneiden und als Steckling nutzen. Eventuell erholt sich die Pflanze nach dem Kürzen wieder.  
  • Befindet sich Schimmel auf der Blumenerde, ist dies ein Anzeichen für zu viel Feuchtigkeit. Hobbygärtner sollten die Wurzeln leicht mit Wasser säubern und die Pflanze anschließend umtopfen. Sparsames Gießen verhindert Schimmel auf der Blumenerde.
  • Spinnenmilben, Wollläuse und Schildläuse sind die häufigsten Schädlinge, die Drachenbäume befallen können. Hier hilft einfach das regelmäßige Besprühen der Blätter.
Fazit

Der Drachenbaum mit seinen unterschiedlichen Arten zählt zu den sogenannten Anfängerpflanzen. Er ist anspruchslos in der Pflege und reagiert bei Unwohlsein mit gelben Blättern, die er letztlich abwirft. Meist helfen in diesem Fall schon ein Standortwechsel, neue Gießgewohnheiten und eine kleine Änderung der Nährstoffversorgung, damit die Pflanze wieder gesunde Blätter austreibt.
 
Pflege-Tipps
  • Der Drachenbaum ist eine sehr pflegeleichte Pflanze, kommt mit allem zurecht. Der Standort kann auch dunkel sein, ideal also auch für Büroräume, oder Räume mit kleinen Fenstern.
  • Wasser benötigt sie relativ wenig, wenn sie mal trocken steht, macht ihr auch nichts aus. Die beste Gießmethode ist das Eintauchen. Den Topf im Wasser eintauchen, bis keine Blasen mehr aufsteigen, nach Abtropfen den Topf wieder an seinen Platz stellen. Die aufgesogene Wassermenge reicht der Pflanze für mehrere Wochen.
  • Bevorzugt wird zwar ein heller, luftiger Standort bei einer Temperatur zwischen 15 und 30 Grad Celsius, aber wie bereits erwähnt, kommt die Pflanze auch mit Halbschatten und Schatten zurecht.
  • Gedüngt wird während der Wachstumsphase einmal wöchentlich mit einem beliebigen Dünger. Bei regelmäßigem Düngen wächst der Drachenbaum recht flott, also bei größeren Pflanzen die Düngergaben minimieren, damit die Pflanze nicht übergroß wird.
  • Die Vermehrung kann durch Stecklinge oder Samen erfolgen, beide Varianten klappen problemlos. Sollte der Drachenbaum einmal doch zu groß geworden sein, einfach auf einer passenden Höhe abschneiden (am besten im Frühjahr). Der verbliebene Stamm treibt nach kurzer Zeit wieder aus, das abgeschnittene Teil einfach wieder in Erde stecken. (eventuell mit Bewurzelungshormon behandeln). Während der Bewurzelungszeit sollte die Erde eine höhere Temperatur haben.