Gut riechende und duftende Zimmerpflanzen

Weiße Orchideenblüten sind milde Duftspender für InnenräumeDa nicht alle Pflanzenliebhaber über einen eigenen Garten verfügen, sind Zimmerpflanzen sehr beliebt. Sie verschönern die Wohnräume nicht nur optisch, sondern tragen auch zur Verbesserung der Raumluft bei. Einige verströmen sogar Düfte, die als angenehm empfunden werden und gerade in der kalten Jahreszeit das Wohlbefinden erhöhen.

Zu den bekanntesten duftenden Zimmerpflanzen gehören Orchideen, Jasmin, Gardenie, Hyazinthe und Porzellanblume. Es gibt aber noch sehr viele andere.

Orchideen als durftende Zimmerpflanzen

Die Orchideen

sind sehr beliebte Zimmerpflanzen, die bei guter Pflege lange Freude bereiten können. Sie sind sehr artenreich und entfalten meist fruchtige Düfte, etwa an Zitrusfrüchte, Himbeeren, mitunter sogar an Schokolade erinnernd.
  • Orchideen lieben einen hellen Standort, aber ohne direkte Sonneneinstrahlung.
  • Sie sollten nicht in Erde, sondern einem speziellen Substrat, das auch nicht zu viel Torf enthalten darf, gepflanzt werden.
  • Im Sommer benötigen die Pflanzen zweimal wöchentlich reichlich Wasser, im Winter weniger.
  • Das Gießwasser darf sich nicht im Übertopf sammeln, weshalb dieser mit Kiesel ausgefüllt werden kann oder spezielle Orchideentöpfe Verwendung finden.
  • Am besten geeignet ist Regenwasser oder abgestandenes, entkalktes Leitungswasser.
  • Mit einer speziellen Orchideendüngergabe ein bis zweimal monatlich in der Wachstumszeit gedeihen die Pflanzen optimal.
  • Etwa alle drei Jahre ist ein Umtopfen erforderlich. Dabei sind eventuell vorhandene verfaulte Wurzeln mit desinfiziertem Werkzeug abzuschneiden.
  • Färben sich Blätter während der Ruhephase gelb, ist kein Schnitt erforderlich, diese fallen allein ab.
  • Je nach Art Ihrer Orchidee sind möglicherweise spezifische Pflegehinweise zu beachten.
Jasmin gedeiht im Freien und als ZimmerpflanzeDuftender Jasmin

Diese Pflanze, von der es über 200 Arten gibt, zeichnet sich durch süßliche Düfte aus. Jasmin bevorzugt einen hellen, gern auch sonnigen Standort, im Sommer möglichst draußen. Ist dies nicht möglich, benötigt die Pflanze trotzdem Frischluftzufuhr. Im Winter sollte sie kühl stehen, damit die Blühfreudigkeit erhöht wird. Während des Wachstums ist für regelmäßige Flüssigkeitszufuhr und Düngung zu sorgen. Spezielle Erde benötigt Jasmin nicht, aber ein Spalier oder Klettergerüst für ihre langen Triebe. Ein Umtopfen ist bei jungen Pflanzen jährlich, später alle zwei Jahre zu empfehlen.

Gardenie

Diese Pflanze ähnelt im Duft dem Jasmin. Gardenien brauchen ganzjährig einen hellen, aber wenig sonnigen Standort. Während der Knospenbildung sollten die Temperaturen nicht über 18 Grad liegen, während der Blüte etwas höher, im Winter bei 10 bis 15 Grad. Mit zimmerwarmem entkalktem Wasser sollten die Pflanzen regelmäßig gegossen und die Blätter auch besprüht werden. Auch eine wöchentliche Düngung ist empfehlenswert. Beim Umtopfen, das nur etwa alle drei Jahre erforderlich ist, kann ein Rückschnitt erfolgen.

Hyazinthen als aromatische Zimmerpflanzen

Hyazinthen verbreiten ein süßliches Aroma. Sie bringen bereits zeitig im Jahr in den Farben weiß, blau, violett oder rosa den Frühling in Ihr Heim. Ein sonniger Standort wird bevorzugt. Hyazinthen benötigen keinen Dünger, da
sie in der Zwiebel genügend Nährstoffe enthalten. Regelmäßiges Gießen ist notwendig. Nach dem Verblühen sollte der Blütenstängel entfernt werden, die Blätter erst später, wenn sie trocken sind. Während der sommerlichen Ruhephase wird kein Wasser benötigt, ein dunkler Standort ist zu bevorzugen. Ab Herbst benötigen die Zwiebeln eine etwa achtwöchige Kältephase, damit sie im Frühjahr wieder blühen. Mit frischer Erde

versorgt, können sie anschließend wieder in die Wohnung.

Porzellanblume

Die Porzellanblume, mitunter auch Wachsblume genannt, ist ein Kletterstrauch, der insbesondere abends und nachts süßlich duftet. Sie benötigt zum Blühen viel Licht, aber keine Sonneneinstrahlung. Im Sommer sind Temperaturen um 20 Grad, im Winter zwischen 10 und 15 Grad anzustreben. Mäßiges Gießen, in der Wachstumszeit etwas erhöht, und eine wöchentliche Düngung sind ideal. Im Winter genügt es, wenn völliges Austrocknen verhindert wird. Ab der Knospenbildung darf sie nicht mehr gedreht werden. Bei guter Pflege wird die Porzellanblume recht groß. Komplett verblühte Dolden der Pflanze sollten abgeschnitten werden.

Eine Kamelienblüte versprüht einen aromatischen GeruchKamelie - Blume mit rosenhaftem Flor

Wer die duftenden Rosen liebt, wird an Kamelien auf Dauer nicht vorbeikommen. Denn sie eröffnen mit ihrem rosenhaften Flor die Blüten-Saison schon im Januar! Dazu brauchen die aus Japan stammenden Immergrünen im Winter einen hellen, aber kühlen Platz zwischen 10 und 15 Grad Celsius. stehen sie wärmer, kann es zum Abwurf der Blütenknospen kommen, an dem auch trockene erde oder Luft beteiligt sein können. Dauerhaft für die Fensterbank über die Heizung sind Kamelien deshalb nicht geeignet.

Die Familie der Geranien (botanisch korrekt: Pelargonien) ist unglaublich vielseitig. Während im Balkonkasten Sorten mit Fernwirkung die besten Plätze belegen, sind auf der Fensterbank Hingucker mit schönem Laub gefragt, das gerne duften darf, dazu besondere Blüten und ein zierlicher, kompakter Wuchs. Diese Ansprüche können moderne Topfgeranien erfüllen.

Es gibt auch Spezialisten: Bei Blattschmuckgeranien sind bunte Blätter ein Blickfang. Edelgeranien fallen durch üppige Blütendolden auf. Und Duftgeranien haben zwar unscheinbare Blüten und Blühphasen. Dafür geben die Blätter beim kleinsten Lufthauch oder Anstoß ihre Duftnote preis. Sie alle möchten am Südfenster stehen und fühlen sich dort, wo es den meisten Zimmerpflanzen zu warm ist, besonders wohl. Das Winterquartier soll dagegen kühl sein.

Gut riechende Zimmerpflanzen in Weiß

Sie sind ein Fest für die Sinne: weiße Blüten entzücken nicht nur das Auge, sondern auch unseren Geruchssinn. Denn die meisten der attraktiven Blumen und Sträucher verströmen einen angenehmen Duft. Sie ist die Königin unter den Blumen und verströmt einen intensiven Duft: die Weiße Lilie. Lilien können auch in Töpfen gezogen werden und die Wohnung oder den Balkon durch ihre Blüten und das Aroma verzaubern. Zu den beliebten Sorten gehören die: Königs- und Madonnenlilie.

Dieses Eintauchen in die Welt der natürlichen Düfte ist ein Labsal für Leib und Seele. Die Kosmetikindustrie nutzt die Auszüge weißer Blüten schon lange für kostbare Parfüms. Favoriten der Parfümeure sind Maiglöckchen, weiße Rose, Jasmin und Tuberose, aus denen sie feminine, stimmungsvolle Düfte zaubern.

Lilien in Töpfen sind schöne Duftpflanzen fürs ZimmerVermehrung der Zimmerpflanzen

Die Vermehrung von Jasmin, Gardenie und auch Porzellanblume erfolgt durch Stecklinge. Etwa 8 cm lange Triebspitzen schneidet man ab und lässt sie bewurzeln. Die Vermehrung von Orchideen ist eher schwierig.

Pflegefehler und Schädlinge

Allen Pflanzen gemeinsam ist, dass Pflegefehler zu Krankheiten und Schädlingsbefall führen können. Die Anforderungen der jeweiligen Pflanzenart sind deshalb unbedingt einzuhalten.
  • Standort in den jeweiligen Jahreszeiten
  • Wasser- und Düngergaben
  • eventuelle Rückschnitte
  • Kontrolle auf Schädlinge
Zu warmes oder zu dunkles Überwintern kann bei bestimmten Arten ebenso schädlich sein wie zu hohe Wassergaben. Blattläuse befallen gern Jasmin und Gardenien. Bei den Orchideen können Schildläuse, Wollläuse und Schmierläuse auftreten. Der Befall mit Schädlingen kann sich auch auf das Substrat beziehen. Hyazinthen werden ab und an von Fadenwürmern befallen. In leichten Fällen, gerade bei Blattläusen, genügt mitunter ein Abbrausen mit Wasser oder einer Seifenlösung. Sollte dennoch ein stärkerer Befall vorliegen, hilft meist nur die Behandlung mit entsprechenden Mitteln aus dem Fachhandel. Gegen Läuse bei Orchideen helfen Spritzmittel auf Ölbasis oder chemische Mittel. In jedem Fall gilt, vorbeugen ist besser als heilen.

Hobbygärtner, die ein wenig Mühe in die Pflege ihrer Pflanzen investieren, können oft lange Freude daran haben. Die duftenden Zimmerpflanzen lockern den Alltag auf. Sie bieten nicht nur Blickfänge in ihren Zimmern, sondern verbessern auch die Stimmung. Wer wünscht sich nicht, in den eigenen vier Wänden eine solche Wohlfühloase zu haben?