Elefantenfuss (Flaschenbaum, Wasserpalme) - Pflege, Schneiden

Elefantenfuß als Zimmerpflanze mag es sonnig und trockenDer Elefantenfuß heißt wegen seines Stammes, der im unteren Bereich verdickt ist, auch Flaschenbaum und wegen seiner Fähigkeit, in diesem Stamm Wasser zu speichern, Wasserpalme. Er wird in freier Natur meterhoch, kann aber auch als Zimmerpflanze sehr groß werden.

Der Elefantenfuß (Beaucarnea recurvata) hat recht harte Blätter, die nur wenig Wasser verdunsten und kommt daher in trockenen Regionen gut zurecht. Normalerweise bildet er auch eine große Blüte. Wenn er als Zimmerpflanze kultiviert wird, kommt dies allerdings

äußerst selten vor.

Standort und Pflege des Elefantenfußes

Die Heimat des Elefantenfußes liegt in Mexiko und im südlichen Teil der Vereinigten Staaten, wo es im Sommer sehr heiß wird und oft über Monate nicht regnet. Diese Pflanze hat daher die Fähigkeit entwickelt, in ihrem Stamm Wasser zu speichern, um lange Hitzeperioden und Trockenzeiten zu überbrücken. Dies kommt vor allem Menschen zugute, die hin und wieder vergessen, ihre Zimmerpflanzen zu gießen. Trotzdem sollte der Elefantenfuß möglichst regelmäßig mit Wasser versorgt werden, jedoch immer erst dann, wenn die oberste Schicht der Pflanzerde abgetrocknet ist. In den Sommermonaten benötigt der Elefantenfuß etwas Dünger, hierfür eignet sich ein Dünger für Grünpflanzen oder ein Kakteendünger.
  • Der Elefantenfuß braucht viel Sonne oder zumindest einen hellen Standort und steht daher am besten an einem Südfenster.
  • Zugluft verträgt er jedoch nur schlecht, deshalb sollte er möglichst nicht im Eingangsbereich platziert werden.
  • Im Sommer kann er draußen stehen und verträgt dort problemlos Temperaturen von mehr als 30°C.
  • Frosthart ist der Flaschenbaum jedoch nicht, daher muss er rechtzeitig, bevor die Außentemperaturen unter 10°C sinken, wieder eingeräumt werden.
  • Beim Ausräumen im Frühling ist darauf zu achten, dass die Pflanze langsam an die Sonne gewöhnt werden muss.
  • Sie sollte für die ersten zwei Wochen einen schattigen Platz bekommen, damit ihre Blätter nicht verbrennen.
Als reine Zimmerpflanze verträgt der Elefantenfuß ganzjährig Zimmertemperatur, darf im Winter aber auch in einem kühlen, aber trotzdem hellen Raum wie dem Treppenhaus stehen. So kann er seine natürliche Winterruhe einhalten. An einem kühlen Standort wird er im Winter nur noch äußerst sparsam gegossen, im beheizten Wohnbereich dagegen etwas mehr.

Elefantenfuß umtopfen

Der Elefantenfuß wächst nur langsam und muss daher meist nur im Abstand von mehreren Jahren umgetopft werden. Dann sollte er einen nur wenig größeren Topf bekommen, damit er nicht nur neue Wurzeln bildet, sondern weiterhin in die Höhe wächst. Als Substrat eignet sich gute Blumenerde mit groben Bestandteilen oder die besonders durchlässige
href="../../gartenpflege/bodenpflege/kakteenerde.html" target="_self">Kakteenerde. Die beste Zeit zum Umtopfen ist der Frühling.

Knollen des Elefantenfusses in Macro-AufnahmeKrankheiten

An einem geeigneten Standort und bei guter Pflege ist ein Elefantenfuß sehr robust und wird nur selten krank. Hin und wieder können jedoch Spinnmilben, Wollläuse oder Schildläuse auftreten. In diesen Fällen hilft das Abduschen der Blätter und ein etwas kühlerer Standort mit höherer Luftfeuchtigkeit. Um einem Befall mit diesen Schädlingen vorzubeugen, können vor allem in den Wintermonaten, wenn die Luft in den Wohnräumen durch die Heizung schnell trocken wird, die Blätter hin und wieder eingesprüht werden.

Elefantenfuß vermehren

Der Elefantenfuß wird immer beliebter, sodass

es kein Wunder ist, dass viele Menschen gerne mehr als nur ein Exemplar ihr Eigen nennen würden. Es gibt mehrere Möglichkeiten, den wunderschönen Elefantenfuss zu vermehren, welche jedoch nicht unbedingt einfach sind und auch nicht bei jedem Versuch glücken.

Der Vermehrung mit einem Steckling
Wer seinen Elefantenfuss mit Hilfe von einem Steckling vermehren möchte, der braucht erst einmal einen von der Pflanze ausgebildeten Sprössling. Bevor es losgeht, sollte ein Blumentopf mit einer Kombination aus Torf und Stand- oder Anzuchterde angefertigt werden. Hierbei werden 2/3 Torf und nur 1/3 Anzuchterde verwendet. Anschließend wird der Sprössling vom Elefantenfuss vorsichtig mit der Hand direkt über dem Stamm abgebrochen oder mit einem sauberen Messer abgetrennt. Dieser wird nun vorsichtig in die Erde gesteckt und leicht festgedrückt.

Ein Elefantenfußsprössling gedeiht am besten in einem sogenannten Treibhausklima. Dieses wird gewonnen, indem eine Plastikhaube über den kleinen Elefantenfuß gestülpt wird. So wird die Anwurzelung unterstützt und Feuchtigkeitsverlust vermieden. Sobald der Elefantenfußsprössling eigene Wurzeln gebildet hat, muss dieser langsam an die Umgebung gewöhnt werden. Hierzu muss die Folie entfernt und die Pflanze weiterhin ausgiebig gepflegt werden.

Die Vermehrung durch Samen
Einen Elefantenfuß mit Hilfe von Samen großzuziehen ist die wohl langwierigste und schwerste Art und Weise der Vermehrung. Bei dieser Methode muss, wie bei der Vermehrung mit Hilfe von einem Steckling, ein Blumentopf angefertigt werden, in dem sich ein Erdgemisch von 2/3 Torf und 1/3 Aufzuchterde befindet. Die Samen müssen nun auf feuchter Erde verstreut, leicht eingedrückt und anschließend vorsichtig mit der Erde verdeckt werden. Auch bei der Zucht mit dem Samen muss der Blumentopf mit Plastikfolie überzogen werden, dass ein, für die Pflanze, angenehmes, Treibhausklima entsteht und sie besser gedeihen kann.

Nachdem die ersten Pflanzen das Licht der Welt erblickt haben und die Wurzeln nach einiger Zeit stärker geworden sind, müssen die stärksten Pflanzen in einzelne Töpfe umsiedeln, um nun besser und schneller zu wachsen. Die Vermehrung mit Hilfe von Samen ist jedoch die schwierigste Methode und dauert am längsten. Aus fünf Samen gedeiht eine Pflanze, welche allerdings nicht in allen Fällen zu einem Elefantenfuß heranwächst.

Bei beiden Versionen der Vermehrung dauert es jedoch eine lange Zeit, bis von der Jungpflanze ein stattlicher Elefantenfuß herangewachsen ist. Insgesamt ist die Vermehrung jedoch wesentlich einfacher als bei anderen Pflanzen und hat eine hohe Erfolgschance.

Die Vermehrung vom Elefantenfuß im Überblick:
  1. Vermehrung funktioniert mit Samen oder einem Steckling
  2. Blumentopf mit 2/3 Torf und 1/3 Anzuchterde oder Sand befüllen
  3. Steckling vorsichtig am Stamm abknicken/abschneiden
  4. Steckling vorsichtig in die Erde stecken und leicht festdrücken
  5. Samen auf feuchten Boden verstreuen und ein wenig Erde drüber machen
  6. Blumentopf in beiden Varianten mit Folie abdecken, um Treibhausklima zu erschaffen
  7. Wenn die Jungpflanzen Wurzeln gebildet haben, Folie entfernen und einzeln einpflanzen und pflegen