Schusterpalme - Pflege

SchusterpalmeDie Schusterpalme, ursprünglich in Fernost heimisch, ist eine immergrüne, krautig wachsende Blattschmuckpflanze. Ihr Name geht auf die Verwendung beziehungsweise ihren Standort früherer Zeiten zurück. Häufig schmückten sich Werk- und Arbeitsstätten mit der pflegeleichten, kräftigen Pflanze, weshalb sie auch als Metzgerpalme bekannt ist. Mit ihren dunkelgrünen, lanzenförmigen Blättern messen die Schusterpalmen eine Wuchshöhe von etwa 50 bis 70 Zentimetern. Die selten, knapp über dem Boden ausgebildeten Blüten sind unscheinbar und kommen aufgrund der dicken Blätter der Pflanze kaum zur Geltung.

Die Schusterpalme weist eine relativ hohe

Widerstandsfähigkeit gegenüber schwankenden Temperaturen oder Luftfeuchtigkeit auf und ist kaum anfällig für Krankheiten. Sie eignet sich daher bestens als robuste Zimmerpflanze. Obgleich die Schusterpalme nur wenige Ansprüche an ihre Pflege stellt, sollten diese wesentlich berücksichtigt werden.

Die wichtigsten Pflegehinweise im Überblick:
  • halbschattige Standorte
  • keine direkte Sonne
  • durchschnittliche Temperaturen
  • mäßiges Gießen und Düngen
  • frostfrei überwintern
Standort und Lichtverhältnisse

Grundsätzlich ist die Schusterpalme sehr genügsam und kann sich über kleinere Zeiträume auch mit minimaler Lichteinstrahlung arrangieren. Es wird ihr häufig nachgesagt, dass sie auch an dunklen Plätzen wächst und keinen Schaden im Wachstum davon trägt. Lichtarme Flure und Zugänge verfügen gleichermaßen über optimale Bedingungen für den Standort, wie Wohn- oder Schlafzimmer. Sofern die Schusterpalme nicht völlig im Dunkeln steht, gedeiht die Pflanze selbst im Schatten. Schöne sattgrüne und kräftige Blätter bilden sich unter regelmäßigem Lichteinfall hingegen besser aus. Zu wenig Licht kann unter Umständen dazu führen, dass der Wuchs sehr spärlich verläuft und die Blätter der Palme eher klein bleiben. Die Schusterpalme bevorzugt idealerweise halbschattige Plätze, direkte Sonneneinstrahlung ist in jedem Fall zu vermeiden. Zu viel Sonne schädigt schnell die ledrigen Blätter, die alsbald verblassen. Leichte Abend- oder Wintersonne verträgt die Schusterpalme hingegen.

Temperatur und Luftfeuchtigkeit

Gegenüber Temperaturunterschieden ist die Schusterpalme verhältnismäßig unempfindlich. Dauerhaft sollte die Pflanze keinen gravierenden Schwankungen ausgesetzt werden, da dies den Wuchs negativ beeinflussen kann. Kühle bis mäßig warme Plätze sind der Palme am angenehmsten, die 10 Grad Celsius nicht unterschreiten. Höhere Temperaturen, wie etwa im Sommer auf dem Balkon, stellen keine Schwierigkeiten dar, solange die Pflanze keiner direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt ist. Die Blätter würden verbrennen und schwer beschädigt werden.

Als pflegeleicht erweist sich die Schusterpalme auch sonst in ihrer Umgebung. Trockene oder zugige Luft wirkt sich nicht negativ auf das Erscheinungsbild oder gar den Wachstumsverlauf aus. Besser ist hier eine niedrigere Feuchtigkeit, als eine
übermäßig hohe Luftfeuchtigkeit im Raum.

Nährstoffbedarf und Gießen 

Wie fast alle Pflanzen brauchen Schusterpalme ausreichend Wasser für ihr Blattwerk und genießt eine regelmäßige Bewässerung. Vergisst man die Palme einmal zu gießen, wird dies nicht gleich zum Verhängnis. Im Gegenteil, zu viel Wasser verdirbt Wurzeln und Blätter. Staunässe und Wurzelfäule sind die Folgen. Sparsam gegossen entwickelt die Pflanze ihren optimalen Habitus. Daher sollte die Pflanze nicht im Wasser stehen und überschüssige Flüssigkeit abgegossen werden - die Erde darf sich vollsaugen, wenn dauerhaft höhere Temperaturen herrschen. In kälteren Monaten reicht es zwischendurch völlig aus, die Blätter zu befeuchten oder zu besprühen - die Erde bleibt idealerweise trocken.

Der zusätzliche Nährstoffbedarf ist gering. In den Sommermonaten empfiehlt es sich alle paar Wochen etwas Dünger hinzu zufügen - beispielsweise beim Gießen in Form eines Flüssigdüngers.

Das Düngen ist mäßig angebracht, denn die Pflanze mag es eher zu wenig als zu viel.

Pflanzenschädlinge und Krankheiten

Die Palme ist kaum anfällig für etwaige Krankheiten. Braune Blätter können darauf schließen lassen, dass zu oft oder in zu großer Menge gegossen wurde. Sind die Blätter hingegen zu hoher und direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt, besteht die Gefahr, dass diese verbrennen. Selten auftretende Schädlinge können Spinnmilben und Schmierläuse darstellen. Um Spinnmilben keine Angriffsfläche zu bieten, ist es ratsam die Schusterpalme in den Wintermonaten nicht zu warm zu halten. An trockenen, stark geheizten Plätzen ist die Pflanze deutlich anfälliger für die kleinen Schädlinge und die Blätter sterben mit der Zeit ab. Eine erfolgreiche Sofortmaßnahme ist, die Pflanze gründlich abzuduschen. Durch Schmierläuse wird der Wachstumsprozess der Pflanze ebenfalls stark eingeschränkt und die Blätter verwelken. Der Befall kann mit entsprechenden Pflanzenschutzmittel wirksam bekämpft werden.

Überwintern und Vermehren

Die Pflanze eignet sich hervorragend zum Teilen und Vermehren. Die trockenen, getrennten Wurzelteile sollten zumindestens zwei bis drei Blätter tragen, um die Vermehrung zu gewährleisten. Die jüngeren Pflanzen brauchen eine etwas intensivere Pflege und müssen an einem warmen Standort platziert werden. Weder übermäßiges Gießen, noch ein Austrocknen ist vorteilhaft für den neuen Wuchs.

Schusterpalmen sind optimale Zimmerpflanzen, mit wenigen Ansprüchen. Da es wenig Pflege bedarf, eignen sie sich ideal für Menschen, denen der sogenannte grüne Daumen eher fehlt. Die Schusterpalme ist eine typische Blattschmuckpflanze, die in ihrer immergrünen Erscheinung jedes Fleckchen eindrucksvoll verschönert.
 
Wissenswertes
  • Auf den breiten Blättern sammelt sich viel Staub. Sie sollten regelmäßig feucht abgewischt werden.
  • Braune Flecken auf den Blättern deuten meist auf zu viel Feuchtigkeit hin. Reißen Blätter der Länge nach ein, ist zu viel Dünger die Ursache.
  • Als Schädlinge treten Thripse und Spinnmilben auf, aber in der Regel nur bei schlecht gepflegten Exemplaren.
Die Aspidistra oder Schusterpalme wird auch als Metzgerpalme bezeichnet. Das kommt daher, dass die Pflanzen früher nicht nur in Schustereien, sondern auch in vielen Metzgereien standen. Bei der Metzgerpalme (auch Aukube/ Aucuba) handelt es sich aber um eine andere Pflanze, ein Hartriegelgewächs. Der deutsche Name lautet Japanische Goldorange und sie stammt ebenfalls aus Japan oder Asien. Bei uns wird sie häufig als Garten- oder Zimmerpflanze angepflanzt. Es handelt sich um einen immergrünen, bis zu zwei Meter hohen Strauch mit weißlich-gelb gesprenkelten, ledrigen Blättern.