Pflege des Zimmerbambus

Pflege von ZimmerbambusDer Zimmerbambus (Pogonatherum paniceum) sieht dem echten Bambus zwar ähnlich, hat aber mit ihm nichts zu tun. Vielmehr handelt es sich um ein Ziergras, dessen natürlicher Lebensraum Malaysia, Südchina und der Nordosten Australiens ist. Das auch als Seychellengras oder Zwergbambus bekannte buschige Gewächs weist dünne Halme und längliche Blätter auf, die den Innenräumen einen fernöstlichen Touch verleihen.

Als Zimmerpflanze kann der Zwerbambus eine Höhe von einem halben Meter erreichen. Er ist ebenso wie der echte Bambus robust und recht anspruchslos in der Pflege.



Standort des Zimmerbambus

Damit der mehrjährige Bambus wachsen kann, benötigt er bestimmte Voraussetzungen. So stehen Licht und Luftfeuchtigkeit an erster Stelle. Ideal wäre ein Plätzchen mit einer Umgebungstemperatur von 20 bis 25 °C im Wintergarten oder auf der Fensterbank. Höhere Temperaturen verträgt er ebenso wenig wie Zugluft. Der Zimmerbambus sollte der Mittagssonne nicht direkt ausgesetzt werden. Wenn man ihn langsam daran gewöhnt, fühlt er sich im Sommer, an einem halbschattigen Ort, auch auf dem Balkon oder der Terrasse wohl.

Pflege von Zimmerbambus

Die Pflege von Zimmerbambus ist recht einfach und nicht unbedingt zeitaufwendig, wenn man ein paar kleine Dinge beachtet.

Bodenbedingungen

Wer seinen Bambus nicht im Glas kultivieren möchte, kann ihn auch im Topf halten. Am besten eignet sich ein Topf mit Blähton oder leicht säuerlicher Erde. Aber auch eine Mischung für Kakteen und Zimmerpflanzen oder Humuserde hat sich bewährt.

Gießen

Neben ausreichend Licht benötigt der Zimmerbambus Feuchtigkeit. Wird er im Glas gehalten, müssen die Wurzeln immer im Wasser stehen. Bei Pflanzen, die im Topf kultiviert werden, sollte keine Staunässe entstehen, denn diese lassen die Wurzeln schnell schimmeln. Um eine Algenbildung zu vermeiden, muss das Wasser alle zwei Wochen ausgetauscht werden. Zudem sollte das buschartige Gewächs regelmäßig mit kalkfreiem Wasser besprüht werden. Das Schlimmste, was einem Zwergbambus passieren kann, ist ein ausgetrockneter Wurzelballen. Dann rollen sich die zarten Blätter ein. Wenn die Erde ausgetrocknet ist, kann ein Tauchbad helfen. Dazu wird der Wurzelballen für wenige
Minuten in ein mit kalkfreiem Wasser gefülltes Gefäß getaucht.

ZimmerbambusDüngen

Um den optimalen Wuchs des Zimmerbambus zu gewährleisten, sollte dieser nach Möglichkeit vom Frühjahr bis in den Herbst hinein, alle zwei bis drei Wochen gedüngt werden. Als Dünger können handelsübliche Düngestäbchen oder Flüssigdünger für Grünpflanzen verwendet werden. Mit dem Düngen beginnt man erst ein Jahr nach der Anschaffung, denn die Pflanzen sind in der Regel vorgedüngt und wurden durch den Züchter bereits mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt.

Vermehrung

Da dieses Ziergras sehr schnell wächst, sollte man es vermehren. Einen Bambus zu vermehren, erweist sich als recht einfach. Ist die Pflanze zu groß geworden, wird einfach der Wurzelballen geteilt. Die neue Pflanze wird dann neben der alten herangezogen. Das Anwachsen verläuft meist ohne Probleme. Die beste Jahreszeit für die Vermehrung ist das Frühjahr.

Umtopfen

Der Zimmerbambus kann jedes Jahr im Frühjahr umgetopft werden. Wichtig dabei ist, dass stets ein größerer Topf oder eine größere Schale verwendet wird, damit die Wurzeln der Pflanze ausreichend Platz haben. Ein Gemisch aus Sand

und Humus auf dem Boden bietet die optimalen Wachstumsbedingungen.

Überwintern

Um den Zimmerbambus gut durch die kalte Jahreszeit zu bringen, ist es ratsam, dass die Umgebungstemperatur nicht unter 15 °C liegt. Steht die Pflanze den Sommer über draußen, ist der Bambus vor dem ersten Frost im Herbst hereinzuholen, denn er ist nicht winterhart. Die Winterzeit ist die Zeit, in der sich der Bambus regeneriert. Er benötigt nur noch ein Drittel der Menge an Wasser und Dünger, die er in den restlichen Monaten bekommen hat.

Nützliche Tipps für Zimmerbambus
  • Sollten sich die Blätter des Bambus gelb gefärbt haben, so sollte man abwarten, bis sie endgültig ausgetrocknet sind, um sie dann vorsichtig zu entfernen. Es kommt schon mal vor, dass einige Blätter gelb werden. Wird es jedoch zur Gewohnheit, ist die Gießgewohnheit zu überprüfen. Unter Umständen kann unzureichende Feuchtigkeit der Grund für gelbe Blätter sein.
  • Werden die Blattspitzen des Zimmerbambus braun, ist dies ein erstes Anzeichen, dass die Pflanze umgetopft werden muss. Weitere Merkmale sind herausragende Wurzeln.
  • Eingerollte Blätter sind ein Hinweis, dass die Pflanze zu wenig gegossen wurde. Die Rettungsmaßnahme ist ein Wasserbad mit kalkfreiem Wasser. In den meisten Fällen erholt sich der Bambus wieder, wenn er nicht zu ausgetrocknet ist.
Fazit

Aufgrund der Ähnlichkeit zum Katzengras wird der Bambus gerne von Katzen zum Knabbern benutzt. Jedoch sollten Katzenliebhaber ihren Samtpfoten keine jungen Sprösslinge anbieten, denn diese enthalten einen giftigen Anteil.
Wer seinen Zimmerbambus nicht vertrocknen lässt, ihn vor Staunässe schützt und die Standort- und Pflegebedingungen erfüllt, hat über viele Jahre Freude an dem anspruchslosen buschartigen Gewächs.