Zimmeresche - Pflege, Schädlinge & Krankheiten

Zimmeresche im TopfDie immergrüne Zimmeresche erfreut sich einer immer größeren Beliebtheit bei den Pflanzenfreunden. Bei guter Pflege und dem richtigen Standort kann sie auch als Zimmerpflanze eine Höhe von 2 Metern und mehr erreichen.

Standort

Die Zimmeresche sollte hell stehen, verträgt jedoch keine direkte Mittagssonne. Bei normalen Zimmertemperaturen fühlt sie sich am wohlsten. In den Sommermonaten kann die Pflanze problemlos im Freien stehen. Dann sollte sie jedoch vor direkter Sonneneinstrahlung und Regen geschützt sein.

Erde

Ideal ist eine

50:50-Mischung aus Blumenerde und Sand, die Pflanze gedeiht aber auch in normaler Blumenerde sehr gut.

Pflege der Zimmeresche

Gießen

Die Erde sollte gleichmäßig feucht gehalten, aber nicht zu Nass werden. Staunässe verträgt die Pflanze nicht und kann zum Verfaulen der Wurzel führen. Zu wenig Wasser führt zum Abwerfen der Blätter. Idealerweise wird gegossen, wenn die Erdoberfläche sich leicht trocken anfühlt. Alternativ wird der Topfballen ein mal in der Woche in Wasser getaucht, bis keine Luftblasen mehr erscheinen. Danach muss der Ballen gut abtropfen können, bevor er in den Übertopf zurückgestellt wird. Diese Methode funktioniert allerdings ab einer gewissen Größe und dem damit verbundenen Gewicht der Pflanze nicht mehr.

Düngen

Von März bis August wird alle 2 bis 3 Wochen mit einem handelsüblichen Flüssigdünger für Grünpflanzen gedüngt. Alternativ kann ein Langzeitdünger in Stäbchenform verwendet werden.

Überwintern

Die Zimmeresche mag es auch im Winter weiterhin hell, steht sie zu dunkel, wird das Laub abgeworfen. In den Wintermonaten sind Temperaturen von 15 bis 18 Grad ideal. Je weniger Licht die Pflanze bekommt, desto kühler sollte sie stehen. Gegossen wird während der Ruheperiode im 2-Wochenrhythmus, dabei ist darauf zu achten, dass die Erde nicht komplett austrocknet.

Schneiden

Ein Rückschnitt ist angebracht, damit die Pflanze nicht zu hoch wird und dicht wachsen kann. Das Frühjahr ist der beste Zeitpunkt für den Schnitt.

Umtopfen

Umgetopft wird die Zimmeresche alle 2 Jahre im Frühjahr, wenn die Ruheperiode beendet ist.

/>Vermehren

Die Zimmeresche kann auf folgende Weise vermehrt werden:

Vermehrung durch Saatgut:
Die Samen werden 1 bis 2 cm tief in Anzuchterde gesetzt und die Erde gleichmäßig feucht gehalten. Sobald die jungen Pflänzchen eine Höhe von ca. 5 cm erreicht haben, sollten sie einen eigenen Topf bekommen.

Vermehrung durch Stecklinge:
Zur Stecklingsaufzucht werden am besten die frischen Triebspitzen verwendet, die im Frühjahr beim Rückschnitt der Zimmeresche anfallen. Die Stecklinge werden dazu einfach direkt in feuchte Anzuchterde gesteckt und wurzeln dort relativ sicher. Da die jungen Pflanzen eine recht hohe Luftfeuchtigkeit benötigen, wird eine Plastikhaube über den Topf gezogen. Die Anzucht kann auch im Minigewächshaus erfolgen.

Schädlinge und Krankheiten

Die Zimmeresche ist anfällig für einen Befall von folgenden Schädlingen:
  • Blattlaus
  • Wolllaus
  • Spinnmilbe
  • Rote Spinne
Schadbilder und Bekämpfung der Schädlinge

Spinnmilbe, rote Spinne
Die Spinnmilben und roten Spinnen überziehen die befallene Pflanze mit einem feinen Fadengespinst, das an Spinnennetze erinnert. Um die Spinnmilbe und rote Spinnen zu bekämpfen, kann bei leichtem Befall die Pflanze in der Badewanne oder Dusche mit einem nicht zu weichen Strahl abgeduscht werden. Um die Erde vor Überwässerung zu schützen, wird der Topf

in eine Plastiktüte gehüllt, die fest verschlossen wird. Bei starkem Befall hilft der Einsatz von Raubmilben oder chemischen Mitteln. Zur Vorbeugung empfiehlt es sich, die Luftfeuchtigkeit nicht zu niedrig werden zu lassen, da diese Schädlinge eine höhere Luftfeuchtigkeit nicht mögen.

Blattlaus, Wollaus
Ein Befall mit Blatt- und Wollläusen ist an gelben Blattflecken und eingerollten Blättern zu erkennen. Die Läuse sind oft auf der Unterseite der Blätter mit bloßem Auge zu erkennen. Die Bekämpfung kann durch Abduschen der Pflanze oder spezielle Präparate gegen diese Parasiten erfolgen. Zur Vorbeugung können im Handel Mittel in Stäbchenform erworben werden, die die Pflanze aufnimmt und die Schädlinge abtötet, wenn sie den Pflanzensaft saugen.

Krankheiten der Zimmeresche
  • Blattverlust
  • Dünner Wuchs
  • Verbrannte Blätter
  • Dünne Triebe mit wenig Laub
  • Pflanze vertrocknet
Mögliche Ursachen, wenn kein Schädlingsbefall vorliegt:

Wirft die Pflanze das Laub ab, kann es an Staunässe, zu trockener Erde oder Lichtmangel liegen. Eine weitere Möglichkeit ist Zigarettenrauch, den die Pflanze nicht verträgt. Ein insgesamt dünner Wuchs und lange,dünne Triebe mit wenig Laub deuten auf einen Lichtmangel hin. Dann sollte der Standort unbedingt heller gewählt werden. Direkte Sonneneinstrahlung verursacht welke Blätter, die wie verbrannt aussehen. Der Standort sollte dann schattiger gewählt werden.

Sieht die Pflanze aus wie vertrocknet, kann es an Staunässe liegen, die die Wurzeln zum Faulen gebracht hat. Sind die Wurzeln großflächig geschädigt, ist es meist nicht mehr möglich die Pflanze zu retten.

Fazit

Bei guter Pflege und einem angemessenen Standort ist die Zimmeresche eine unkomplizierte, robuste und dekorative Pflanze, die dem Pflanzenfreund lange Freude bereiten wird.