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Bekämpfung von Läusen auf Pflanzen

Blattläuse sind lästig. Leider treten sie ziemlich oft auf, sowohl an unseren Zimmerpflanzen, als auch im Garten und auf Balkon und Terrasse. Blattläuse sind saugende Insekten.

blattlaeuse2_flSie gehören zu den Pflanzenläusen und zu ...



den weltweit bekanntesten Pflanzenschädlingen.

Blattläuse vermehren sich sehr stark. Sie leben in großer Zahl auf den Trieben, Knospen oder den Unterseiten der Blätter. Besonders warmes und trockenes Wetter begünstigt die Vermehrung der Plagegeister. Die Entwicklung dauert nur 7 bis 14 Tage.

Mit ihren Stechrüsseln stechen die Läuse die Pflanzen an und saugen den Pflanzensaft aus und damit die Kraft der Pflanze. Befallene Blätter kräuseln und rollen sich zusammen, Triebe verkümmern, Knospen fallen einfach ab. Die Pflanze verliert ihre Abwehrkräfte. Virale Krankheiten werden übertragen, die Pflanze wird weiter geschwächt und kann aus eigener Kraft oft nicht überleben.

Natürliche Feinde

Der 7-Punkt Marienkäfer gehört zu den natürlichen Feinden, ebenso die Schwebfliege, die Gallmücke und die Florfliege. Für Marienkäfer ...



und ihre Larven sind die Läuse auf den Blättern ein Leckerbissen. Jeder Käfer vertilgt in seinem gesamten Leben, angefangen vom Larvenleben mehrere tausend Blattläuse. Außer den genannten Insekten fressen auch andere Larven, Spinnen und sogar Vögel die Schadinsekten.

Unbeliebte Kräuter

Kräuterpflanzen können bestimmte Blattlausarten vertreiben. Bohnenkraut zum Beispiel hält die schwarze Blattlaus fern. Lavendel zwischen Rosenstöcke gepflanzt vertreibt die Rosenblattlaus. Ebenso können Salbei, Thymian, Ysop oder Borretsch wirken. Garantiert ist die Wirkung aber nicht.

Ameisen

Sieht man im Garten eine ganze Armeisenarmee an den Rosen oder anderen Pflanzen hinaufklettern, kann man sicher sein, das sich Blattläuse an dieser befinden. Armeisen halten sich die Läuse quasi als „Haustiere“. Sie nutzen den von den Blattläusen ausgeschiedenen Honigtau als Nahrungsquelle. Es gibt eine Symbiose zwischen Ameisen und Blattläusen. Man muss also neben den Blattläusen in solch einem Fall auch die Ameisen bekämpfen.

Hausmittel

Bevor man die geballte Ladung an Chemikalien einsetzt, sollte man zunächst einmal versuchen, die Blattläuse mit Hilfe altbewährter Hausmittel zu bekämpfen. Bei leichtem Befall hilft oft schon, wenn man mit dem Wasserschlauch einmal richtig abspritzt. Im Notfall kann man das am nächsten Tag wiederholen.ameisen2_fl

Bei einem mittleren Befall hilft Brennnesselsud. Den sollte man nur nutzen, wenn die Nachbarn damit einverstanden sind. Die Geruchsbelästigung ist zum Teil enorm. Man weicht dazu etwa ein Kilogramm frische Brennnesseln in 5 bis 10 Litern Wasser ein. Diese lässt man ca. 24 Stunden stehen. Die Brühe wird anschließend auf den befallenen Pflanzen versprüht. Ebenso wirkungsvoll ist eine Seifenlösung aus 100 Gramm Schmier-/Kernseife und 2 Liter Wasser. Dazu gibt man 150 ml Spiritus. Diese Lösung hat den Vorteil, dass sie nicht stinkt, wie die Brennnesselbrühe. Allerdings darf die Lauge nur auf die Blätter gelangen, nicht ins Erdreich. Empfehlenswert, weil sehr verträglich ist der Tabaksud.  Man nimmt dazu den Tabak aus alten Zigaretten und kocht diesen aus, bis ein Sud entsteht. Die Tabakreste müssen ausgefiltert werden. Den Sud versprüht man, aber immer nur auf die Unterseite der Blätter.

Bei starkem Befall ist ein Extrakt des Niembaums geeignet. Man kann die Produkte im Handel kaufen oder man stellt den Sud aus Samen des Niembaums selbst her. Das gute ist, dass Nützlinge nicht gefährdet werden, es ist ein biologisches Produkt.

Im Handel sind außerdem eine Menge chemische Mittel erhältlich, die sich eignen, die Blattläuse endgültig und nachhaltig zu bekämpfen.



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