Mittel gegen Maden in der Wohnung - Tipps zur Madenbekämpfung

MadePünktlich zum Beginn der schönen Jahreszeit sind sie zur Stelle. Unappetitliche Maden machen sich in der Küche und den Wohnräumen breit. Wer dem abstoßenden Treiben jetzt nicht konsequent einen Riegel vorschiebt, hat es über kurz oder lang mit einer verseuchten Wohnung zu tun. Es gilt, die Wurzel allen Übels ausfindig zu machen, um mit effizienten Mitteln gegen die infamen Maden in der Wohnung vorzugehen. Die folgenden Tipps zur Madenbekämpfung zeigen, wie Sie der Plage nachhaltig Einhalt gebieten.

Ursachenforschung

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Beim Anblick der ersten Maden voller Panik zum erstbesten Mittel zu greifen, erzielt nur einen sporadischen Erfolg. Um den abstoßenden Insektenlarven dauerhaft entgegenzuwirken, ist eine sorgfältige Ursachenforschung unverzichtbar. Hierzu nehmen Sie die Stelle ins Visier, an der die Würmer Ihnen zuerst ins Auge fielen. Mit hoher Wahrscheinlichkeit handelt es sich nicht um den Ursprungsort, sondern Sie entdeckten die Plagegeister auf der Suche nach Nahrung oder einem Versteck für die Verpuppung. Halten Sie daher Ausschau nach folgenden möglichen Quellen des Übels:
  • Offen herumliegende Lebensmittel, Obst und Gemüse
  • Mülleimer mit Speiseresten
  • Flüchtig verpackte Nahrungsmittel
  • Futternäpfe mit Resten
  • Substrat an Zimmerpflanzen
Sollten Sie hier nicht fündig werden, kommen die Biotonne sowie die Restmülltonne in Betracht, sofern diese sich in unmittelbarer Nähe der Wohnung befindet.

Sofortmaßnahmen

Unabhängig davon, welche Insekten ihre Eier in der Wohnung ablegten, haben sich folgende Sofortmaßnahmen in der Madenbekämpfung bewährt:
  • Sämtliche infizierten Lebensmittel in Zeitungspapier packen und entsorgen
  • Mehl, Zucker und andere trockene Vorräte im Zweifel ebenfalls beseitigen
  • Den Mülleimer entleeren, reinigen und am Boden mit einer dicken Schicht Zeitungspapier auslegen
  • Bei nächster Gelegenheit den Eimer austauschen gegen ein Modell mit verschließbarem Deckel
  • Befallene Zimmerpflanzen umtopfen in frisches Substrat
  • Die neue Pflanzerde zuvor im Backofen bei 150 Grad desinfizieren
Tipp: Da Maden sich von dünnen Plastikverpackungen nicht abhalten lassen, werden sämtliche Lebensmittelvorräte in fest verschließbaren Tupperdosen oder ähnlichen Behältern aufbewahrt. Diese Vorsichtsmaßnahme gilt auch für Ihre frisch eingekauften Nahrungsmittel.

Reinigung

Sobald alle Quellen der Würmer identifiziert und verschlossen sind, steht eine penible Reinigung auf dem Programm. Es ist nicht erforderlich, jetzt die chemische Keule zu schwingen. Die folgenden Hausmittel beseitigen ebenso effektiv selbst geringste Verschmutzungen in Ihrer Wohnung.

Pfefferwasser

In der Madenbekämpfung übertrifft Pfefferwasser bislang alle Erwartungen. Ganz ohne den Einsatz von Chemie, reinigen Sie Gegenstände und Flächen, die mit Insektenlarven in Berührung kamen. Nach dieser Rezeptur gehen Sie vor:
  • Einen Liter Wasser zum Kochen bringen
  • Mindestens einen Esslöffel Pfeffer hinzugeben und umrühren
  • Unter wiederholtem Rühren die Mischung abkühlen lassen
In zwei Stufen wenden Sie das Hausmittel nun an: Das Pfefferwasser in eine Sprühflasche füllen und unmittelbar auf die Maden spritzen. Sind diese nach einigen Minuten verendet, reinigen Sie die infizierten Flächen sorgfältig mit dem restlichen Pfefferwasser.

Tipp: Wo Reinigungsmittel nicht bis in die Ecken vordringen, nehmen Sie die Maden mit einem heißen Föhn in die Mangel.

Essig

Versierten Hausfrauen ist Essig als vielseitiges Hausmittel bestens bekannt. In der Madenbekämpfung erfüllt dieses Hausmittel gleichzeitig eine ausmerzende und vorbeugende Wirkung. So werden Sie Essig als Mittel gegen Maden in der Wohnung optimal an:
  • Auf einen Liter Wasser mehrere Esslöffel Essigessenz geben
  • Die Mixtur zunächst auf die Würmer versprühen
  • Anschließend Salz über die Brut verstreuen, zur Verstärkung der Wirkung
Nach einigen
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Minuten sind die Larven abgestorben und können entfernt werden. Wischen Sie nun die befallenen Gegenstände und Flächen gründlich sauber mit dem Essigwasser. Da der Geruch des Essigs abwehrend wirkt auf Maden, sollten den Bereiche lufttrocknen.

Tipp: Mit dem Staubsauger können abgestorbene Maden gründlich entfernt werden, ohne sie berühren zu müssen.  

Soda und Schmierseife

In der biologischen Schädlingsbekämpfung an Pflanzen haben sich Soda und Schmierseife einen guten Ruf erworben. Ihre Wirksamkeit lässt sich ausgezeichnet übertragen auf die Bekämpfung von Maden in der Wohnung, wenn der Befall von Zimmerpflanzen ausgeht. So funktioniert es:
  • Auf 1 Liter Wasser kommen 2 Esslöffel Soda und 15 ml Kernseife
  • Die Zugabe von 15 ml Spiritus intensiviert die Wirksamkeit des Mittels
  • Mit dem Drucksprüher auf die befallene Pflanze aufsprühen
  • Alternativ ein Tuch mit der Mischung tränken und die Blätter abwischen
Da zumeist das Substrat ebenfalls infiziert ist, sollte die Pflanze anschließend sogleich umgetopft werden. Der Kübel wird gründlich gereinigt mit heißem Soda- oder Essigwasser. Längst nicht alle Wohnungspflanzen vertragen das Einsprühen ihrer Blüten und Blätter mit Flüssigkeiten jeglicher Art. In diesem Fall müssen Sie sich trotzdem den Maden nicht geschlagen geben. Als Alternative bepudern Sie alle Pflanzenteile mit Urgesteinsmehl, das die Larven innerhalb kurzer Zeit austrocknet.

Maden im Teppich bekämpfen

Kleine weiße Würmer im Teppich sind ein eindeutiges Indiz für einen Madenbefall. Während Fliegen ihre Eier zumeist in der Nähe von Lebensmitteln legen, bevorzugen Motten Teppichboden für ihre Brut. Insbesondere dort, wo sich Kinder oder Haustiere tummeln, sind die Larven an diesen Stellen anzutreffen, da sie sich von Krümeln oder Futterresten ernähren. Die Bekämpfung erweist sich angesichts der Umstände aufwändiger, als in der Küche oder auf glatten Flächen. Gleichwohl bestehen gute Aussichten, der Plage Herr zu werden, wenn Sie so vorgehen:
  • Gründliches und wiederholtes Absaugen
  • Idealerweise folgt eine Nassreinigung großer Teppiche oder von Teppichboden
  • Geräte für das intensiv wirkende Sprühextraktionsverfahren können günstig gemietet werden
  • Einen kleinen Teppich für 8 Tage in die Tiefkühltruhe legen oder entsorgen
Da für die Zukunft nicht ausgeschlossen werden kann, dass wiederum Kekskrümel und andere stärkehaltigen Reste auf den Teppichfasern landen, sollten im Anschluss die Motten selbst bekämpft werden. Den nachtaktiven Insekten ist beizukommen mit Klebefallen, abwehrenden Düften, wie Lavendel, Kampfer oder Walnuss und Nützlingen, wie Schlupfwespen.

Vorbeugung

Damit Sie erst gar nicht mit abstoßenden Maden in der Wohnung konfrontiert werden, empfiehlt sich ein breit gefächertes Spektrum an Präventiv-Maßnahmen.
  • Alle Fenster und Türen mit Fliegengittern ausstatten
  • Jeden Einkauf an Obst und Gemüse gründlich auf Maden untersuchen
  • Sämtliche Lebensmittel in fest verschließbaren Glas- oder Kunststoffbehältern aufbewahren
  • Näpfe nach der Fütterung entleeren und heiß ausspülen
  • Zwischenräume hinter Möbelstücken und Blenden schließen
  • Risse in den Wänden neu verputzen
  • Den Mülleimer täglich entleeren
  • Selbst gebaute Fliegenfallen aufstellen aus Wasser, Zucker, Fruchtsaft, Essig und Spüli
Essensreste im Mülleimer ziehen Fliegen magisch an. Hier legen die Insekten besonders gerne ihre Larven ab, da die Brut sogleich Nahrung in Hülle und Fülle vorfinden. Schenken Sie daher dieser potenziellen Quelle für Maden besondere Aufmerksamkeit. Neben der täglichen Entleerung, beugen Sie einem Befall an dieser Stelle so vor:
  • Als erste Lage auf dem Boden gebrauchte Papier- oder Küchentücher oder Sägespäne ausbreiten
  • Entwickelt sich im Laufe des Tages ein unangenehmer Geruch, Gesteinsmehl oder gelöschten Kalk über den Müll streuen
  • Bioabfälle niemals mit Essens- oder Fleischresten mischen
  • Den entleerten Mülleimer einschließlich Deckel mit Essigwasser reinigen
Die Biomüll- und Restmülltonne vor der Wohnung locken Insekten ebenfalls an, von wo aus diese rasch den Weg ins Haus finden. Ursache ist hier nicht selten, dass der Deckel nicht fest genug aufliegt. Der folgende Tipp zeigt, wie Sie ohne großen Kosten- und Arbeitsaufwand entgegenwirken: Eine viereckige, engmaschige Gardine wird mit einem Gummizug versehen. Zusätzlich über die Tonnenöffnung gestülpt, verwehrt sie den Fliegen jeglichen Zugang.

Fazit

Mit Maden in der Wohnung muss sich niemand abfinden. Es steht eine Fülle effektiver Mittel zur Verfügung, die gegen die kleinen Würmer wirken, ohne gleich die chemische Keule hervorzuholen. An erster Stelle steht eine dezidierte Ursachenforschung. Anschließend werden alle betroffenen Gegenstände und Flächen penibel gereinigt mit Pfeffer- oder Essigwasser. Ab sofort dürfen keine Nahrungs- oder Futtermittel mehr offen in der Wohnung herumstehen. Präparieren Sie jetzt noch den Mülleimer gegen einen Madenbefall und sichern die Wohnung mit Fliegengittern und -fallen, stehen die Chancen gut, in Zukunft von der Plage verschont zu werden.