Mausefalle selber bauen - Lebendmausefalle mit Luftlöchern

WühlmausAuch wenn zunächst nur die eine oder andere Maus zu sehen ist, sollte man sie auf keinen Fall ignorieren, denn diese Nager vermehren sich schnell und breiten sich sehr schnell aus, sodass es zu einer regelrechten Plage kommen und dann nur noch ein professioneller Schädlingsbekämpfer helfen kann. Um das zu verhindern, sollte man bereits bei den ersten Anzeichen aktiv werden und den Bau einer Lebendfalle in Angriff nehmen. Die erfordert meist keinen großen Aufwand und kann trotzdem sehr effektiv sein.

Über

eine Rampe in die Falle

Für diese Lebendfalle benötigt man ein hohes Gefäß, 1 Holzleiste, alternativ auch stärkere Pappe mit einer nicht zu glatten Oberfläche oder alte Bücher, die man wie eine Treppe aufschichtet, die dann mit dem oberen Gefäßrand abschließt. Die Holzleiste sollte breit genug sein, dass die Maus bequem darauf laufen kann, sie dient praktisch als Rampe. Zudem sollte sie an einem Ende etwas angeschrägt sein, also praktisch eine L-Form haben. Man kann auch eine lange und eine kürzere Leiste entsprechend miteinander vernageln oder mit Klebeband fixieren. Als Gefäß eignen sich beispielsweise ein Tonkrug, ein hohes Glas oder ein Eimer, bestenfalls ein 10 Liter-Eimer, denn dieser ist hoch genug, dass die Maus nicht wieder aus dem Eimer herausspringen kann. Nun fehlt nur noch ein geeigneter Köder, alles Dinge, die in der Regel in jedem Haushalt zu finden sind. Die Frage nach Luftlöchern stellt sich bei dieser Falle nicht, da der Eimer nicht abgedeckt wird. Nun geht es an den Aufbau.
  • Auf den Boden des Eimers kann man etwas Holzwolle oder Stroh geben.
  • Das ist aber nicht unbedingt notwendig.
  • Darauf kommt dann ein geeigneter Köder.
  • Das kann ein Stück Toast mit Marmelade, Nussnugatcreme oder Erdnussbutter sein.
  • Nun stellt man die Holzleisten schräg an das Gefäß.
  • Das kürzere Stück sollte über den Rand in das Gefäß hineinragen.
  • Dabei ist darauf zu achten, dass die Rampe nicht zu steil ist.
  • Mit etwas Glück kann die Maus dem Köder nicht widerstehen und landet im Eimer.
  • Dann kann sie problemlos aus dem Haus transportiert werden.
  • Die Tiere immer in ausreichender Entfernung vom Haus aussetzen.
Tipp: Wichtig bei jeder Art von Falle ist, sie immer dort aufzustellen, wo die Maus entdeckt wurde. Zudem sollten Fallen regelmäßig kontrolliert werden, da die Tiere verenden, wenn sie zu lange in der Falle sitzen.

Mäuse mit einer herkömmlichen Dose fangen

Auch für diese Falle benötigt man einen hohen Eimer, eine entsprechende Rampe und zusätzlich einen runden Holzstab, der länger sein sollte als der obere Durchmesser des Eimers sowie eine Kaffeedose. Die Dose muss oben und unten fest verschlossen sein, gegebenenfalls den Deckel festkleben. Da in den Eimer Löcher gebohrt werden müssen, ist es ratsam, einen Alten zu verwenden. Zunächst bohrt man in Boden und Deckel der Dose jeweils mittig ein etwas größeres Loch. Die Löcher sollten groß genug sein, dass man den runden Holzstab problemlos durchstecken kann und sich dieser locker bewegen bzw. sich die Dose leicht drehen lässt. Im nächsten Schritt werden in den Eimer wenige Zentimeter unterhalb des Randes zwei gegenüberliegende Löcher gebohrt. Auch die müssen wieder so groß sein, dass sich der Holzstab darin leicht drehen lässt. Nun steckt man den Stab von außen nach innen durch das eine Loch im Eimer, dann durch die Kaffeedose und in das
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gegenüberliegende Loch im Eimer, sodass die Dose mittig auf der Stange im Eimer platziert ist. Um die Maus anzulocken, streicht man die komplette Dose mit Marmelade oder einem anderen Köder ein. Zum Schluss stellt man eine entsprechende Rampe aus Pappe oder Holzleisten in Laufrichtung der Dose schräg an den Eimer, sodass die Maus, wenn sie die Rampe hoch läuft und auf die Dose hüpft, sich diese dreht und die Maus im Eimer landet.

Tipp: Bei dieser Falle ist darauf zu achten, dass sich die Dose jederzeit leicht drehen lässt. Anstelle der Dose kann man auch eine Plastikflasche verwenden und statt eines runden Holzstabes geht auch ein stärkerer und ausreichend langer Draht. Natürlich muss sich auch die Flasche gut drehen lassen.

Lebendfalle aus einem Schuhkarton und einer Salzstange  
  • Zum Bau dieser Lebendfalle werden ein herkömmlicher Schuhkarton und eine Salzstange benötigt.
  • In den Karton werden zunächst einige Luftlöcher gestochen.
  • Unter die Falle ein Stück Pappe legen, dass größer ist als der Karton selbst.
  • Das verhindert, dass die Maus entkommt und zudem lässt sie sich besser abtransportieren.
  • Dann stellt man den Karton umgekehrt auf und eine Salzstange darunter.
  • Die Salzstange hochkant unter den Karton stellen, sodass dieser schräg steht.
  • Das ist schon die ganze Falle.
  • Bestenfalls hat die Maus Appetit auf Salzstange und knappert diese an.
  • Dadurch klappt der Karton herunter und die Maus sitzt in der Falle.
Anzeichen für einen Mäusebefall

Ein typisches Anzeichen ist neben lebenden oder toten Mäusen, der Kot dieser Nager. Dieser ist 3-8 mm lang, spindelförmig und fast schwarz. Zunächst kann man ihn nur vereinzelt auf Laufwegen  finden, sowohl im Haus als auch außerhalb von Gebäuden. Kotkrümel in unterschiedlichen Größen können ein Indiz dafür sein, dass sich die Mäuse bereits vermehrt haben. Ein weiterer Hinweis auf einen Mäusebefall sind Nagespuren, die an Einrichtungsgegenständen, Papieren, Textilien aber auch an Elektrokabeln zu beobachten sind. Neben Nagespuren findet man auch sogenannte Schmierspuren, die sich aus Schmutzpartikeln und Körperfett der Mäuse bilden. Verfolgt man diese Spuren, führen diese in der Regel zum Nest oder zumindest zu den Schlupfwinkeln, aus denen sie gekommen sind. Einmal in der Wohnung können Mäuse mehrere Nester anlegen. In Bereichen, wo es eher etwas staubiger ist wie z. B. auf dem Dachboden oder im Keller zeigt sich ein Befall u. a. auch an Laufspuren der Tiere.

Tipp: Mäusekot kann sehr gefährlich sein und schlimmstenfalls den sogenannten Hanta-Virus auf den Menschen übertragen, der durch Einatmen zu schlimmen Infektionen führen kann.

Mäuse erfolgreich fernhalten

Mäuse gehören zu den Vorratsschädlingen und können sich durch fast alle Materialien nagen. Um sich bestmöglich vor ihnen zu schützen, sollten Vorräte, auch Tierfutter immer in verschlossenen Behältern aufbewahrt und Vorratskammern- und schränke regelmäßig gereinigt werden, was übrigens auch vor anderen Vorratsschädlingen schützt. Beim Reinigen sollte man auch Käfige und Ställe von Haustieren mit einbeziehen. Auch Müllsäcke sollten immer gut verschlossen sein und täglich entsorgt werden. Vogelhäuschen sind eine sehr gute Sache, sie sollten aber nicht in unmittelbarer Nähe des Wohnhauses angebracht werden, denn Vogelfutter ist auch bei Mäusen sehr begehrt. Um sich sonst noch vor Zuwanderung von Mäusen zu schützen, sollten Spalten und Ritzen die ins Gebäudeinnere führen oder in Türen abgedichtet werden. Auch Fugen in Wand- und Deckendurchbrüchen z. B. für Versorgungsleitungen sollten fachgerecht verschlossen werden.

Fazit

Es gibt viele Wege, auf denen eine Maus ins Haus gelangen kann. Es sollte immer möglichst schnell gehandelt werden, denn je länger man einen Befall ignoriert, desto schwieriger ist es, die Nager wieder los zu werden. Dazu ist es nicht nötig, die Tiere zu töten, man kann sie auch lebend fangen und sie in ausreichender Entfernung wieder aussetzen. Lebendfallen lassen sich mit einfachsten Mitteln herstellen und sind meist sehr effektiv. Ist der Befall stärker, sollte man gegebenenfalls einen professionellen Schädlingsbekämpfer hinzuziehen.