Rattenbekämpfung im Garten
Ratten sind anpassungsfähige Tiere. Es gibt auch wenige Säugetiere, die sich so schnell vermehren und dabei so widerstandsfähig sind, weshalb die Gefahr einer Rattenplage nie unterschätzt werden darf.
Schon 2008 sprach man in ... der Presse von einer drohenden Rattenplage in Deutschland. Zwei vorangegangene milde Winter hatten eine ziemliche Vermehrung zur Folge. Aber die folgenden Winter zu 2009 und 2010 boten mit bis zu minus 25 Grad und viel Schnee für die Ratten schwierige Überlebensbedingungen. Im letzten Winter waren es im Durchschnitt nur - 1,7 Grad maximale Kälte, nur kurzzeitige Spitzen gingen wenige Tage bis minus 20 Grad. Gute Bedingungen für die Ratten, sie sind wieder auf dem Vormarsch. Mittlerweise gehören Ratten in vielen Kommunen zum Straßenbild, was natürlich ein Alarmsignal ist, weil es auf große Populationen schließen lässt.
Wie gefährlich sind Ratten im Garten?
Ratten sind nicht nur manchen Menschen unheimlich, sondern unter Umständen auch Überträger von Krankheitserregern, die auch den ...
Menschen betreffen.Bedenklich ist besonders ein Blick in die Zukunft, denn es handelt sich um Krankheiten, deren Erreger aus aller Welt zu uns gelangen könnten.Ratten können die Pest übertragen, zuletzt gab es 1994 in der indischen Millionenstadt Surat eine Epidemie. Die Behörten schlossen damals die Häfen des Landes, um einen Export infizierter Ratten per Schiff auszuschließen. Ratten übertragen auch Leptospirosen, eine in aller Welt verbreitete Bakterienart. Sie kann beim Menschen zu einer Infektion führen, die in den meisten Fällen grippeähnlich verläuft (aber in Einzelfällen auch zum Tode führen kann). Nur wenige Fälle der meldepflichtigen Krankheit werden den Gesundheitsbehörden bei uns jährlich bekannt, deshalb wird die Leptospirose in Deutschland bisher als seltene Krankheit angesehen.
Aber im Zuge des globalen Handels können eigentlich jederzeit Ratten mit Krankheitserregern zu uns kommen, bevor im Heimatstaat überhaupt ein Ausbruch registriert wurde. Da tröstet es nur wenig, dass sich die Pestinfektionen nach Meinung der Spezialisten mit modernen Antibiotika gut behandeln lassen. Auch die Gefahr einer Einschleppung einer gefährlichen, durch Raten übertragenen Form des Hantavirus ist nicht auszuschließen. Schon 2008 hatte die WHO, die Weltgesundheitsorganisation, eine verbesserte Nagerkontrolle auf in Häfen einlaufende Schiffe gefordert, Daten über die tatsächliche Kontrolle in den Häfen sind nicht zu ermitteln.
Auch wenn in Deutschland wohl nicht jede Ratte Krankheitserreger trägt, ist es also mit Sicherheit nicht angebracht, eine übermäßige Ausbreitung der Ratten in unserem Straßenbild zu fördern. Im Gegenteil, eine Bekämpfung ist eigentlich immer schon angesagt, wenn Sie die Ratten bemerken, denn bereits dann kann man von einer nicht mehr hinnehmbaren Ausbreitung ausgehen.
Rattenbekämpfung durch richtiges Verhalten
Der erste Schritt der Ratenbekämpfung ist es, alles zu unterlassen, was den Tieren das Leben im Garten so richtig angenehm macht. Ratten lieben Rest im Hundefutter- oder Katzenfutternapf und knabbern auch zugängliches Vogelfutter gerne. Reste beider Futterquellen sollten also täglich entsorgt werden. Sie sollten sich überhaupt abgewöhnen, Lebensmittel im Garten herumliegen zu lassen, die über Nacht draußen verbleiben.
Weiter sollten keine Lebensmittelabfälle auf den Kompost landen und auch sonst keine Substanzen, die den Ratten als Nahrung dienen könnten. Denn Ratten sind Allesfresser, das Fallobst Ihrer Bäume ist eine Delikatesse für sie, sie mögen aber auch Sämereien und einige Pflanzenabfälle. Die ersten Rattenbesucher, die von einem leckeren Kompost angezogen werden, können Sie meist durch schnelle Bekämpfung vertreiben. Wenn es schon zu viele sind: Sicher vor Ratten ist ein geschlossener Kompost mit festem Boden oder Draht darunter.
Wenn all diese Maßnahmen keine Verringerung der Ratten-Population bis auf wenige Exemplare bringen, hilft nur noch eine endgültige Maßnahme: Rattengift auslegen. Daneben können Sie die Ideen verfolgen, die eine Bekämpfung dieser klugen Tiere ohne Quälerei beinhalten: Auch für Ratten ist schon eine Anti-Baby-Pille angedacht.
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