Rattenkot - Aussehen und Geruch
Wenn Sie an unerwünschten Stellen Kot finden, sollten Sie herausfinden, um wessen Kot es sich handelt. Eventuell ist eine Bekämpfung des Kot hinterlassenden Lebewesens erforderlich, wenn es sich um Schädlinge handelt, und der Kot neu ist und einen Befall von einem gewissen Ausmaß signalisiert.Rattenkot ...
- Aussehen und Geruch
Rattenkot besteht aus Köteln von durchschnittlich zwei Zentimeter Länge, die an den Enden abgerundet sind. Er findet sich im gesamten Revier der Ratten: Vor den Bauten, bei den Futterplätzen, auf den Laufwegen und als Markierung überall zwischendurch, oft auf erhöhten Stellen. Um herauszufinden, ob Handlungsbedarf besteht, muss zunächst untersucht werden, ob es sich um frischen Kot handelt. Dieser ist weich und dunkel, mit feucht-glänzender Oberfläche.Wenn die Oberfläche schon leicht angetrocknet ist, kann man durch Druck mit einem Stöckchen testen, wie alt der Kot ist: Alter Kot ist hart, matt und gräulich und zerkrümelt bei Druck. Ist der Kot erst einige Tage alt, ...
kann er durchstochen werden, schimmelt vielleicht auch. Ist er frisch, bleibt er am Stock kleben. Alter Rattenkot riecht kaum, frischer Rattenkot strömt einen beißenden Geruch aus. Mäusekot ist deutlich kleiner als Rattenkot, im Zweifel gelingt die Abgrenzung, indem Sie einen Köder auslegen, der für eine Maus zu groß wäre, und beobachten, ob er verschwindet.
Falls es sich nicht um “ordentliche Kötel” handelt, sondern der Kot eventuell noch von anderen Tieren stammen könnte, sollten Sie nach anderen Spuren suchen, die auf Ratten hindeuten:
Das sind zunächst Nagespuren (Ratten müssen nagen, da ihre Schneidezähne dauernd nachwachsen) und Unordnung. Wenn in einem Keller, in dem alles Mögliche ordentlich abgestellt war, plötzlich Chaos herrscht, sind häufig Ratten im Spiel. Weitere Anzeichen für Ratten lassen sich vielleicht im Freien finden, Ratten legen Wechsel als Laufweg zwischen Futterplatz, Tränke und Nest an, die irgendwann zu glatt gelaufenen Bahnen werden. Auch Trittspuren sind möglicherweise zu erkennen, das sind dann Spuren von 4 oder 5 Zehen (an den Vorderpfoten ist ein Finger nur rudimentär ausgebildet) mit einer Schleifspur vom Schwanz in der Mitte, falls der Untergrund das zulässt.
Wenn aufgrund des Alters der Kotfunde nicht sicher ist, ob die Ratten noch da sind, kann eine Bestäubung des Terrains dazu dienen, den Bereich auf Trittspuren zu überprüfen. Auf den vermuteten Wechseln kann man durch UV-Licht prüfen, ob Urin sichtbar wird. Denn der Rattenurin leuchtet unter UV-Licht, leider aber auch der Urin von Katzen zum Beispiel. Deshalb ist zu vermuten, dass man die Ratten wahrscheinlich schon auf andere Weise identifiziert hat, wenn die Urinmarkierungen deutlich nahe legen, dass es sich um einen Rattenwechsel handelt.
Wenn alle Anzeichen auf ein größeres Vorkommen von Ratten hindeuten, sollte man die Ratten im Garten oder Keller bekämpfen, bevor es zu viele werden.
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