Schneckenkorn - gefährlich für Hund und Katze?

Schneckenkorn - gefährlich für Hund und Katze?

Schnecken entwickeln sich in den letzten Jahren mehr und mehr zu einer Plage. Die milden Winter tragen dazu bei, dass immer mehr Tiere überleben, die dann im Sommer ebenfalls wieder für Nachwuchs sorgen. Dazu kommt, dass die natürlichen Feinde der Schnecken mehr und mehr vom Aussterben bedroht sind. Auf Unterstützung durch Mutter Natur ist dementsprechend nicht zu hoffen.

Es ist daher nicht verwunderlich, dass viele Gartenbesitzer keinen Rat mehr wissen und mit wirksamen Mitteln gegen die Schneckenplage

vorgehen. In einem solchen Fall greifen viele zu Schneckenkorn, welches von den Schnecken ohne Probleme aufgenommen wird und schnell zum Tode derselben führt.

Leider ist aber Schneckenkorn auch für andere Tiere gefährlich. Grundsätzlich sollte man auf den Einsatz von
Schneckenkorn verzichten, wenn man selber Hund oder Katze sein Eigen nennt. Weiß man sich aber keinen anderen Rat als Schneckenkorn, so sind Vorsichtsmaßnahmen zu ergreifen. Ist man Hundebesitzer, stellt sich dies einfacher dar. Der Hund sollte im Garten stets nur unter Aufsicht sein, damit er von den Stellen mit Schneckenkorn ferngehalten wird.

Mit Katzen ist es etwas komplizierter, da diese Spezies ihren eigenen Kopf hat und sich auf keinen Fall etwas verbieten lässt. Hier ist oft der einzige Ausweg die Einzäunung der betreffenden Fläche, damit der Stubentiger gar nicht erst an das Schneckenkorn herankommt.

Im Haus sollte das Schneckenkorn unbedingt an einem sicheren und für Kinder, Katzen und Hunde unzugänglichen Platz aufbewahrt werden. Auch beim Ausstreuen ist es besser, dass die Haustiere nicht zugegen sind. Dies weckt nur die Neugier und schnell hat man einmal nicht aufgepasst und der geliebte Vierbeiner hat das Schneckenkorn aufgeleckt. Gerade junge Vierbeiner sind an allem interessiert und so kann es zu schweren Vergiftungen kommen.

Ist der Besitzer anwesend beim Aufnehmen von Schneckenkorn, sollte er sofort den Tierarzt aufsuchen. War der Vierbeiner allein draußen und zeigen sich vergiftungstypische Symptome, muss man ebenfalls umgehend zum Tierarzt.

Die Symptome einer Vergiftung sind starker Speichelfluss, Erbrechen (evtl. mit Blut), Krämpfe, Fieber oder Koordinationsstörungen. Treten diese bei Hund oder Katze auf, heißt es keine Zeit verlieren.

Um das Leben der Vierbeiner nicht aufs Spiel zu setzen, sollte man sich nach einer anderen Art der Schneckenbekämpfung umsehen. Inzwischen gibt es eine Vielzahl von biologischen Mitteln gegen diese.