Trauermückenlarven bekämpfen: 8 biologische & hausgemachte Mittel
Die Trauermücke als ausgewachsenes Exemplar an sich ist nur lästig, aber nicht gefährlich für Pflanzen. Das sind nur die Larven der Gattung. Sie fressen Wurzeln und höhlen Triebe aus. Die Pflanzen welken und gehen im schlimmsten Falle ein. Besonders unter Stecklingen und aus Samen ...gezogenen jungen Pflanzen sind die Verluste groß.
Woran erkennt man Trauermücken?
- typisch dunkle Mücke mit langen Fühlern
- gegabelte Flügeladern
- taumelnder Flug
- 2 bis 5 mm lang, Larven 6 bis 7 mm mit schwarzer Kopfkapsel, sonst schmutzig weiß
1. Oft kauft man die Larven mit der Blumenerde oder auch mit getopften Pflanzen mit. Dagegen kann man kaum etwas tun. Ansonsten hilft, die Erde im Ofen zu dämpfen. Am besten gelingt das bei 60 bis 70 ˚C.
2. Die erwachsenen Tiere werden mit Gelbklebetafeln weggefangen, am besten, bevor sie Eier ablegen.
3. Die Weibchen der Trauermücke müssen daran gehindert werden, ihre Eier in die Erde ...
zu legen. Ideal ist deshalb eine Schicht Sand auf der Pflanzerde, mindestens einen Zentimeter dick. Am besten eignet sich Quarzsand. Unten in den Topf muss eine ordentliche Schicht Seramis oder Kies, sonst legen sie die Eier in die Erde am Wasserausflussloch!
4. Eine andere Möglichkeit ist, den gesamten Topf in einen Nylonstrumpf zu packen, so, dass keines der kleinen erwachsenen Tiere mehr heraus oder hinein kann. Alle Öffnungen, auch am Topfboden müssen dicht sein. Der Strumpf muss einige Wochen so am Topf verbleiben!
Die Larven bekämpfen
5. Ideal zur Bekämpfung sind Nematoden. Es gibt einige Sorten, die verwendet werden können. Man gibt sie ins Gießwasser. So gelangen sie in die Erde und suchen die Larven auf und töten und fressen sie. Sind die Larven alle, verschwinden auch die Nematoden. Sie sind für Mensch und Tier ungefährlich. Man bestellt Nematoden im Internet oder im Bau- und Pflanzenmarkt.
6. Ebenfalls geeignet sind Mikroorganismen, z.B. B.t.i. Bacillus thuringiensis var. israeliensis. Auch sie gelangen mit dem Gießwasser in die Erde. Sie werden von den Larven gefressen, was diese auch umbringt. Die beste Wirkung erzielen die Mikroorganismen bei Temperaturen zwischen 15 und 20 ˚C. Wichtig ist, die Lösung richtig anzusetzen!
7. Eine andere Möglichkeit bieten Raubmilben. Sie wirken ähnlich wie die Nematoden. Ideal sind diese bei Trockenkulturen.
8. Im Gewächshaus ist es sinnvoll, Ablenkfutter anzubieten. Man nutzt Substratschalen und streut dort hinein eine dünne Schicht Sojamehl. Alle 14 Tage übergießt man diese mit kochendem Wasser, um die Larven abzutöten und erneuert die Fallen.
Fazit
Trauermückenlarven sollten bekämpft werden. Man kann davon ausgehen, dass es Larven in der Blumenerde gibt, wenn man erwachsene Mücken um die Blumentöpfe schwirren sieht. Biologische Bekämpfungsmittel wie Nematoden, Mikroorganismen und Milben sind gut geeignet. Allerdings müssen alle Blumentöpfe behandelt werden, nicht nur die, wo man die Mücken sehen kann!
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