|
Engerlinge von Maikäfern bekämpfen |
|
Pflanzenschutz -
Pflanzenschädlinge
|
Engerlinge bekämpfenAls Engerlinge werden Käferlarven, genau genommen die Larven des Maikäfers, bezeichnet. Die Engerlinge leben je nach Temperatur 3 bis 5 Jahre in der Erde. Dabei müssen sie sich natürlich ernähren. Und dass stellt das Problem bei den Engerlingen dar. Engerlinge fressen abgestorbene Pflanzenteile und dann die Wurzeln.
Besonders für junge Bäume ist dieser Wurzelfraß gefährlich, die können dadurch so extrem geschädigt werden, dass ein einziger Windstoss ausreicht, um die Bäume umstürzen zu lassen. Die Engerlinge bevorzugen Laubbäume und Douglasie.
Erste Anzeichen für einen Befall ist an einem geringen Wachstum zu bemerken. Später sterben
die Kronen langsam ab.
Befallen werden im Allgemeinen nur Parks und Wälder, wer allerdings seinen Garten in der Nähe hat, muss ebenfalls mit einem Befall rechnen. Dann vergreifen sie sich gerne an Gräsern, Gurken, Rüben, Salat und Jungpflanzen. Die Maikäfer benötigen bestimmte örtliche Voraussetzungen für die Eiablage und für das Wachstum der Larven. Deshalb ist es oft so, dass an einer Stelle ein starkes Aufkommen an Engerlingen herrscht, während man in der Umgebung keinen einzigen findet.
Ein Massenbefall mit Engerlingen tritt etwa alle 4 Jahre auf.
Damit sich die Engerlinge gut entwickeln können, benötigen sie eine Luftfeuchtigkeit von 100 Prozent. Diese ist zum Beispiel in schlecht bearbeiteten Boden zu finden. Um sich vor Engerlingen zu schützen, hilft es daher regelmäßig, den Boden zu bearbeiten. Zweckmäßigerweise sollte dies unbedingt im Mai geschehen, da zu dieser Zeit die Eiablage stattfindet. Um die Beete während der Flugzeit der Maikäfer vor der Eiablage zu schützen, hilft das Abdecken mit Vlies oder Plastikbahnen.
Eine spezielle Vorliebe haben Engerlinge für Löwenzahnwurzeln. Wenn davon genügend vorhanden sind, vergreifen sie sich nicht an anderen Pflanzen. Knoblauch dagegen soll von vornherein auf die Engerlinge abschreckend wirken und sie veranlassen, einen anderen Lebensraum zu suchen.
Sich selbst gut auf einen eventuellen Befall von Engerlingen vorbereiten, kann man, in dem man im Herbst in Eimern Pferdemist und Kompost mischt und diese dann vergräbt. Die Tiefe sollte etwa 50 Zentimeter betragen. Die Stellen sollte man zwecks dem Wiederfinden im Frühjahr markieren. Zu Beginn des Frühjahres gräbt man die Eimer einfach wieder aus und tötet die darin gefangenen Engerlinge ab.
Die Engerlinge haben außerdem viele natürliche Feinde. Deshalb sei jedem Gärtner empfohlen, seinen Garten tierfreundlich zu gestalten. Igel sind allgemein als nützliche Tiere bekannt, sie sind ebenfalls ein natürlicher Feind des Engerlings. Auch Maulwürfe, Amseln, Fledermäuse und Spitzmäuse verschmähen den Engerling als Nahrung nicht. Die ausgewachsenen Käfer werden von Eulen, Greifvögeln, Krähen, Spatzen und Fledermäusen vertilgt.
|