Erdflöhe - Steckbrief - Biss, Bekämpfen
Erdflöhe gehören zur Familie der Blattkäfer. In Europa gibt es ca. 100 Arten und Unterarten. Hat man diese Insekten im Garten, können große Schäden entstehen.
Erdflöhe können ganze Ernten im Garten auffressen. ... Besonders Jungpflanzen fallen ihnen zum Opfer. Einige Arten haben sich auf Kohlgewächse spezialisiert. Ansonsten fallen die Insekten über Goldlack, Kapuzinerkresse, Meerrettich, Raps, Rauke, Rüben, Steinkraut, Fuchsien, Mais, Knöterich, Pappeln und Pfefferminze her. Die Käfer überwintern im Garten und kommen bereits während der ersten wärmeren Frühlingstage hervor. Sie fallen dann hungrig über die frischen Keimblättchen der früh gesäten Rettiche, Radieschen und Kohlsetzlinge her und lassen nichts übrig. Der Erdfloh kann gut springen, was ihm seinen Namen eingebracht hat. Er liebt Trockenheit und Wärme.
Steckbrief
Erdflöhe sind dunkelfarbig bis ins Schwarze hinein, gelb oder gelbgestreift. Sie werden bis 3 mm groß. Ab Mai werden Eier gelegt, direkt in das Erdreich hinein. Die Larven können ober- ...
und unterirdisch leben, fressen Wurzeln und überirdische Pflanzenteile und verpuppen sich in etwa 20 cm Tiefe. Ab Juni erscheinen dann die ersten Käfer. Es können sich mehrere Generationen pro Jahr bilden. Das ist abhängig vom Wetter. Die Käfer überwintern am liebsten unter Laub.
Biss
Erdflöhe haben keine Beißwerkzeuge. Sie sind Pflanzenfresser und gar keine richtigen Flöhe. Den Namen haben sie ja nur von ihrem Talent zu großen Sprüngen. Die Erdflöhe können die Haut nicht durchdringen, ihre Beißwerkzeuge sind dafür gar nicht ausgerüstet. Die Bisse, die ihnen häufig zugeschrieben werden, stammen in den meisten Fällen von Milben, ob Herbstgrasmilbe oder einer anderen Sorte. Diese winzigen Insekten saugen Blut und beißen deshalb Menschen und Tiere.
Vorbeugung
Erdflöhe fühlen sich in trockener und warmer Erde am wohlsten. Wenn man regelmäßig harkt und gießt, kann man sie damit schon ganz gut vertreiben. In Gärten, wo wenig an den Beeten gearbeitet wird, treten Erdflöhe wesentlich häufiger auf als in denen, die sehr gut gehegt und gepflegt werden. Mulchen hält den Boden feucht, das mögen die Erdflöhe nicht. Besonders auf zerschnittene Holunderblätter reagieren die Käfer allergisch. Günstig sind Mischkulturen mit Schnittsalat, Kopfsalat und Spinat. Die mögen die lästigen Gartenbewohner nicht.
Überaus nützlich ist eine Bodenspritzung mit Pflanzenjauche. Besonders gut dabei geeignet sind Rainfarnbrühe, Algenkalk, Gesteinsmehl und Holunderjauche. Mit den Mitteln ärgert man nicht nur den Erdfloh, man stärkt auch noch die Pflanzen. Wenn es im Frühjahr noch einmal kalt wird, sollten die Beete mit Vlies abgedeckt werden.
Bekämpfung
Wenn man Erdflöhe in seinen Beeten findet, muss man sie in ihrer Ruhe stören. Ideal ist, mit einem Besen das Beet zu überkehren. Die Flöhe springen dann weg und viele von ihnen finden den Weg nicht zurück. Was Erdflöhe überhaupt nicht mögen ist, wenn man Streichhölzer mit ihren Schwefelköpfen in die Erde steckt. Allerdings sollte man dies nicht bei Pflanzen machen, die zum Verzehr gedacht sind. Streichhölzer enthalten giftiges Antimon. Bei den Erdflöhen wirkt allerdings der in den Hölzern enthaltene Schwefel. Außerdem helfen soll, blühende Ginsterzweige zwischen den Reihen im Beet auszulegen.Natürliche Feinde helfen ebenfalls Erdflöhe zu bekämpfen. Zu ihnen gehören Igel, Laufkäfer, Schlupfwespen und Spitzmäuse.
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