Gallmilben - Schadbild & Mittel zur Bekämpfung

Gallmilben - Schadbild & Mittel zur Bekämpfung Gallmilben an HimbeerenGallmilben gehören, obwohl sie nur 4 Beine haben, zu den Spinnentieren. Sie erreichen gerade einmal eine Größe von 0,2 mm und sind deshalb mit bloßem Auge kaum sichtbar. Je nach Art können Gallmilben viele Pflanzen im Garten schädigen. An den meisten befallenen Gehölzen bilden sich sogenannte Gallen, von denen auch der Name „Gallmilben“ stammt. Die Schädlinge halten sich meist zwischen Knospenschuppen oder in den Blattachsen auf. Besonders aktiv sind Gallmilben im Frühjahr und

Sommer. Dann krabbeln sie häufig von Blatt zu Blatt.

Kurzer Überblick
  • Wirtspflanzen: Beerensträucher, Nadelgehölze, Laubbäume
  • Verbreitung: bevorzugen warme, trockene Standorte
  • Schadbild: Gallen an den Blättern
  • Vorbeugung und Bekämpfung: befallene Pflanzenteile entfernen
Wirtspflanzen

Gallmilben befallen vorzugsweise Beerensträucher, zum Beispiel Himbeeren, Brombeeren oder Rote und Schwarze Johannisbeeren. Die Schädlinge leben bei diesen Pflanzen in den Fruchtständen. Bei befallenen Sträuchern können die Früchte nicht reifen. Vielfach werden auch Nadelgehölze von Gallmilben befallen. Dabei besiedeln die Schädlinge die inneren Nadeln in Stammnähe. Ist der Baum stark mit Gallmilben befallen, verfärben sich die Nadeln braun und fallen später ab. An Laubbäumen oder -sträuchern sind Gallmilben ebenfalls zu finden. Sie machen sich durch Triebdeformationen oder die charakteristischen Gallen vor allem an Haselnuss, Hartriegel, Zwetschgen, Ahorn, Erlen oder der Alpenjohannisbeere bemerkbar. Bei sehr großen Pflanzen ist jedoch der Befall mit Gallmilben nicht zu schlimm wie auf kleineren Gehölzen wie Beerenobst oder Ziersträuchern.

Verbreitung

Gallmilben fühlen an sich warmen, trockenen Standorten besonders wohl. Unter diesen Bedingungen können sie sich optimal vermehren. Im Regelfall überwintern diese Schädlinge hinter der Borke oder in Knospenschuppen. Mit dem Laubaustrieb kommen sie aus ihrem Winterquartier und befallen Blätter und Triebe ihrer Wirtspflanze. Dort induzieren sie die Gallen und leben bis zum
Sommer darin. Etwa ab Juli beginnt die Wanderung zu neuen Winterlagern. Gallmilben vermehren sich durch Eier und entwickeln sich über ein Larven- und Nymphenstadium. Während der Vegetationsperiode verbreiten sich Gallmilben mit dem Wind großräumig.

Schadbild

Gallmilben saugen Pflanzensäfte. Durch die dabei entstehenden Ausscheidungen der Tiere werden die benachbarten Zellen der Pflanze zum Wachsen angeregt. Durch dieses Wachstum entstehen die charakteristischen Gallen oder andere Deformationen. An Blättern bilden sich oft narbige oder knotige Ausstülpungen, die teilweise rot verfärbt sind. Die Gallen haben je nach Art der Milben eine völlig andere Form. Bei der Ulmengallmilbe und der Erlengallmilbe sind sie pockenartig und bei der Lindengallmilbe stiftartig. Auch die Farben der Gallen können variieren. Bei der Hörnchengallmilbe an Ahorn sind sie oft deutlich rot gefärbt. Auch filzige Strukturen an der Unterseite der Blätter können durch Gallmilben verursacht werden. Dies ist häufig beispielsweise bei Pfaffenhütchen, Buche oder Linde der Fall. Kugelig angeschwollene Knospen an Johannisbeere Eibe oder Haselnuss können ebenfalls auf Gallmilben hinweisen. Bei Hainbuchen kräuseln sich die Blätter und an Linde und Buche rollen sich die Blattränder ein. Bei Buchen können auch die Blattadern weiß-filzig sein.

Vorbeugung und Bekämpfung

Im Spätsommer sind an den Blättern noch Symptome zu erkennen, die Gallmilben sind dann aber nicht mehr an diesen Stellen nachzuweisen. Deshalb ist es wichtig, befallene Pflanzenteile bereits im Sommer zu entfernen. So kann das Auftreten der Gallmilben im nächsten Jahr reduziert werden. Während

der Blütezeit kann man zusätzlich befallene Pflanzen mit einem Rainfarntee-Sud tropfnass spritzen. Dieser Vorgang sollte bei starkem Befall wöchentlich wiederholt werden. Die Ansiedlung von Raubmilben kann die weitere Vermehrung der Gallmilben verhindern. Zur Vorbeugung eines Befalls mit Gallmilben kann man bei Beerensträuchern gallmilbenresistente Sorten kaufen. Es ist auch möglich, geeignete Pflanzenschutzmittel zu verwenden.

In Kürze
  • Betroffene Pflanzen: Die Gallmilben befallen hauptsächlich Ahorn und Linde
  • Schadbild: Von Gallmilben betroffene Blätter zeigen zunächst lichtgrüne Stellen, die sich später ausbeulen und rot färben. Triebspitzen bei stärkerem Befall manchmal deformiert. Mit der Lupe erkennen Sie gestreckte, maximal 0,5mm große Tierchen, die keine großen Schäden anrichten.
  • Gefährlichste Zeit: Von Frühjahr bis Sommer
  • Abwehr: Vorbeugend: keine Maßnahme als Vorbeugung der Gallmilbe erforderlich Sanft: Nicht erforderlich. Eventuell stark von Gallmilben befallene Blätter entfernen, dies belastet die Pflanze in der Regel jedoch sehr Härter: Nicht erforderlich