Mittel gegen Trauerfliegen in der Blumenerde
Trauerfliegen sind lästig. Die erwachsenen Insekten richten zwar keine Schäden an, dafür aber ihre Larven. Sie fressen die feinen Wurzeln der Pflanzen. Besonders junge Pflanzen sind dadurch gefährdet.
Trauerfliegen lieben feuchte Erde und ... eine feuchtwarme Umgebung.
Das sind ideale Bedingungen, um viele Eier in die Blumenerde zu legen. Die Insekten vermehren sich schnell und werden dann zur Plage.
Trockenheit gegen Trauerfliege
Die einfachste Methode, die Insekten loszuwerden ist, die Wassergaben einzuschränken. Trockene Erde mögen sie nicht. Die meisten Pflanzen kommen gut mit etwas Trockenheit zurecht. Außerdem kann man eine Sandschicht über der Erde ausbringen, auch das hindert die Fliegen an der Eiablage. Nasse Füße bei Pflanzen fördern die Ausbreitung der Trauerfliege. Man verwendet nur torffreie Erde. Diese Erde ist oft mit den Eiern belastet und speichert zudem noch viel Feuchtigkeit, was die Insekten lieben.
Gelbtafel und Gelbsticker
Die Sticker und Tafeln in leuchtendem Gelb ziehen Trauerfliegen und andere ...
Insekten an. Diese bleiben an der sehr klebrigen Oberfläche der Tafeln kleben und kommen auch nicht mehr los. Sie verenden dort. Bei starkem Befall sind die Tafeln nach wenigen Tagen schwarz vor Fliegen und müssen erneuert werden. Man lässt die Sticker stecken, bis die letzte Generation der Larven geschlüpft ist und den Tafeln auf den Leim gegangen ist.
Bacillus thuringiensis israelensis (BTI)
Bacillus thuringiensis israelensis gelangt ebenfalls durch das Gießwasser in die Erde. Das Bakterium bildet Dauersporen mit Eiweißkristallen. Diese Kristalle sind für Trauerfliegen giftig. BTI erhält man in Gartenfachmärkten. Man muss alle seine Pflanzen mit dem Wasser gießen, um zu verhindern, dass einige Tiere in einem Topf überleben und sich wieder vermehren können. Außerdem muss man einige Wochen mit dem Mittel Gießen, bis der Befall vorüber ist. Da man nur etwa 2 Tropfen pro 2 Liter Wasser benötigt, kommt man mit einer Flasche des Mittels lange aus. Man muss großzügig gießen, damit das Wasser überall hin gelangt.
Parasitierende Nematoden
Um Trauerfliegen zu bekämpfen, sind parasitierende Nematoden das Mittel schlechthin. Die meist als SF-Nematoden bezeichneten Fadenwürmer suchen in der Erde nach den Larven der Trauerfliegen. Sie dringen durch Körperöffnungen in sie ein und geben dort ein Bakterium ab. Innerhalb von wenigen Tagen wird die Larve zersetzt und zerfällt. Die Nematoden können ganzjährig bei Temperaturen über 12 ˚ C eingesetzt werden. Zu kaufen bekommt man sie in einem Tongranulat. Dieses muss in Wasser aufgelöst werden. Man gießt damit die befallenen Pflanzen. Der Rest erledigt sich von allein. Einige Wochen sollte das behandelte Gefäß feucht gehalten werden, damit eine Langzeitwirkung erzielt wird. Am besten bezieht man die Nematoden über Internet-Shops.
Nematoden und Bakterien sind für Menschen und Tiere ungefährlich.
Fleischfressende Pflanzen
Fleischfressende Pflanzen lieben Trauerfliegen. Besonders Fettkraut verspeist viele der Insekten. Einer Invasion sind diese Pflanzen aber auch nicht gewachsen.
Chemische Keule
Wenn gar nichts hilft, kann man auch zur chemischen Keule greifen. Es gibt einige Kombipräparate, die Hilfe versprechen. Diese wirken in erster Linie gegen die Larven. Mit Gelbstickern bekommt man zusätzlich das Problem mit den Elterntieren in den Griff. Am besten eignet sich „Lizetan“. Das ist zwar nicht billig, hilft aber zuverlässig.
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