Wühlmausgift oder Wühlmausfalle: Welche Methode ist besser?

Wühlmausgift oder Wühlmausfalle: Welche Methode ist besser?

Wühlmäuse lassen sich nur äußerst schwer wieder vertreiben, wenn sie einmal den Weg in einen Garten gefunden haben. Deshalb greifen viele Menschen, nachdem sie schon einige sanfte Methoden ausprobiert haben, früher oder später zu radikaleren Mitteln, um die Tiere zu töten und dadurch die Pflanzen zu schützen.

maus flWühlmäuse mit Gift bekämpfen

Bei der Giftmethode werden Fraßköder in die Gänge gelegt, die ein Gift enthalten, das die Tiere tötet. Hierbei kann auf zwei verschiedene Weisen

vorgegangen werden.
  • Fertige Köder aus dem Handel brauchen nur noch ausgelegt werden.
  • Loses Gift wird einem eigenen Köder beigemischt. Hierfür eignen sich die Lieblingsspeisen der Wühlmäuse, also ein Stück Spargel, Möhre oder Apfel.
Diese Gifte hemmen die Blutgerinnung, sodass die Tiere innerlich verbluten, was aber nach Aussage der Hersteller schmerzlos sein soll.

Wühlmausfallen für den Garten

Eine Wühlmausfalle ist eine etwas größere Mausefalle, mit der die Tiere durch einen herunterschlagenden Bügel getötet werden. Sie wird direkt in einen
Gang gestellt, in einem großen Garten sollten jedoch am besten gleich mehrere Fallen aufgestellt werden, weil die Wühlmäuse sich ein weitläufiges Gangsystem graben und daher nicht immer alle Gänge benutzt werden. Um einen Gang zu finden, in dem eine Wühlmaus sich regelmäßig aufhält, kann dieser ein Stück weit geöffnet werden, sodass Licht hineinfällt. Benutzt die Wühlmaus diesen Gang, wird sie ihn bald wieder schließen.

Beim Aufstellen der Falle ist darauf zu achten, weder die Falle noch den Köder mit den Händen zu berühren, denn das würde die Wühlmaus misstrauisch machen. Am besten zieht man sich ein Paar Handschuhe über und reibt die Falle mit etwas Erde ab, um bereits vorhandene Duftspuren zu beseitigen. Die Falle wird dann mit einem Stück Apfel, Möhre oder Spargel bestückt und in den Gang gestellt. Auch Fraßköder sollten nicht mit den Händen angefasst werden.

Wühlmausgift oder Wühlmausfalle?

Die beste Zeit für die Verwendung von Ködern und Fallen sind die Wintermonate, weil dann das Nahrungsangebot für die Wühlmäuse nicht so groß ist und sie einen Köder sehr viel schneller annehmen als im Sommer, wenn die Auswahl reichlich ist. Bei richtiger Anwendung sind dann beide Methoden sehr gut wirksam, meist müssen sie jedoch mehrfach angewendet werden, bis der Garten wühlmausfrei ist. Bei Gift besteht allerdings immer eine potentielle Gefahr, das es in Kinderhände gerät oder von Haustieren gefressen wird, daher sollte in solchen Haushalten vorsichtshalber lieber auf Fallen zurückgegriffen werden. Für die Wühlmäuse ist ein schneller Tod in einer Falle ebenfalls sicherlich das kleinere Übel.