Lücken im Rasen ausbessern

Lücken im RasenEs ist in der Tat kein schöner Blickfang, wenn sich die Grünfläche im heimischen Garten eher durch kahle Stellen und Lücken auszeichnet, denn durch sattes Grün und vollen Wuchs. Allerdings kann man sehr wohl etwas gegen diesen Zustand tun. Mehr noch: Dank innovativer Produkte und Technologien lässt sich all dem sogar langfristig vorbeugen. Gewusst wie!

Kein schöner Anblick: Lücken im Rasen

Wissenswert in diesem Zusammenhang ist allerdings, dass unterschiedliche Ursachen zugrunde liegen können. Diese gilt es im Vorfeld einer individuellen Rasenbehandlung zu

eruieren:
  • hohe Frequentierung
  • Schädlingsbefall
  • übermäßiger Moos- oder Unkrautbewuchs im Rasen
  • mechanische Einwirkungen
  • Verbrennung durch übermäßiges Düngen
  • mangelnde Pflege der Grünfläche
Wie die Pflege bei vorhandenen Lücken oder kahlen Stellen im Rasen aussehen kann, sollte also zunächst hiervon, aber auch von der übrigen Beschaffenheit des Rasens abhängig gemacht werden:
  • Weist die Grünfläche nur partiell Lücken auf oder sind großflächig kahle Stellen erkennbar?
  • Handelt es sich dabei um ein wiederkehrendes Problem?
  • Und wie ist die Bodenbeschaffenheit? Sandig oder lehmig? Trocken oder feucht?
Ein wohldurchdachter Neubeginn

Sofern kein Schädlingsbefall vorliegt, bietet es sich freilich an, die betroffenen Stellen schlicht und einfach mit Rasensamen zu bestreuen. Allerdings sollte hierfür im Vorfeld der Boden ausreichend gelockert und auf die Aussaat vorbereitet werden. Es liegt nahe, ein paar Tage vorher eine Düngung des jeweiligen Bereiches vorzunehmen. Im Falle einer Schädlingsbekämpfung gilt es, diese zu eliminieren und mit geeigneten Bekämpfungsmethoden langfristig zu beseitigen. Im Anschluss daran sollte der Boden einige Tage lang "ruhen" - und erst dann mit Rasensamen bestreut werden.

Klein, aber fein

Getrübtes Bild: Lücken im Rasen stören das grüne Gesamtbild und können sich ausbreiten
/>Kleinere Lücken im Rasen können unmittelbar behandelt werden, nachdem mit einer kleinen Harke das Erdreich ein wenig aufgelockert und sodann angefeuchtet wurde. Sobald das Saatgut ausgestreut ist, sollte es gut festgetreten und dann erneut gegossen werden. Idealerweise werden die behandelten Stellen mit etwas Heu oder Stroh ausgelegt, um zu verhindern, dass die Rasensamen bei der nächsten Windböe fortgetrieben werden. Gleichwohl eignet sich diese vorübergehende Abdeckung hervorragend als Schutz und Polster. Das Umzäunen der frisch behandelten Stellen ist demgemäß nicht mehr notwendig.

Darf es ein bisschen mehr sein...?

Großräumige Flächen, die nachgebessert werden sollen, erfordern ein wenig mehr Arbeit. So ist es hierbei vonnöten, die Flächen etwa vier bis sechs Zentimeter tief auszuheben und mit Humus, Kompost und frischem Sand anzureichern. Die so geschaffene Grundlage muss nun gut befestigt werden. Dies kann entweder mit breiten Brettern oder mit Spaten erfolgen. Danach wird das Saatgut sorgfältig ausgestreut. Nun werden erneut die Bretter etc. zur Hilfe genommen, um das Saatgut fest und sicher in den Boden zu bringen.

Nachdem dies geschehen ist, wird das Erdreich noch gut mit einem sanften Regen (aus dem Gartenschlauch oder der Gießkanne) gewässert. Wer danach noch mit ein wenig Dünger nachhelfen möchte, sollte mit dieser "Sonderpflege" noch ein paar Wochen warten. Schließlich muss der neue Rasen erst anwachsen und eine gewisse Stabilität aufweisen, um dem dann folgenden "Wirkstoff-Booster" gewappnet zu sein. Anderenfalls bestünde das Risiko der Überstrapazierung.

Nach der Rasenaussaat sollte die Ausbesserungsstelle gut gewässert werdenSelbstverständlich

darf die Grünfläche bis zum Anwachsen der Samen nicht mehr betreten werden, um einen gleichmäßigen Wuchs zu gewährleisten. Aus diesem Grund empfiehlt es sich, die behandelten Flächen großräumig zu umzäunen, um alle Eventualitäten auszuschließen. Idealerweise sollte die Neusaat nicht bei heißem und sonnigem Wetter, sondern vorzugsweise bei feucht-warmem oder trüber Witterung erfolgen. Dies ist in der Regel die beste Grundlage für einen erfolgversprechenden "Neubeginn".

Unsere Tipps gegen Rasenlücken in Kürze
  • Spezielle Nachsaat-Rasenmischungen sorgen für ein rasches und sicheres Schließen der Lücken. Sie enthalten Rasensamen, deren besondere Eigenschaften schnelle Keimung und Wurzelbildung sind. Die betroffenen Stellen sind zunächst mittels einer Harke an der Oberfläche aufzulockern. Die eventuellen Unebenheiten können durch Mutterboden aufgefüllt und mit dem Fuß fest getreten werden. Hier ist ein erneutes Anharken der Oberfläche erforderlich. Das Einbringen einer fingerdicken Schicht Rasenerde und, oder das Düngen der Lücken mit Nachsaat-Rasendünger verbessert das Nachsaat-Ergebnis. Sie sind aber nicht zwingend erforderlich.
  • Die im Handel erhältlichen Nachsaat-Rasenmischungen alleine führen in der Regel zu einer guten Lückenschließung. Das Saatgut wird in die angeharkte Oberfläche eingestreut. Etwa 20-30 Gramm Rasensamen pro Quadratmeter reichen. Die Oberfläche durch Antreten mit unprofilierten Schuhsohlen oder mittels eines Brettes festigen. Die eingesäten Lücken mit Wasser berieseln und vor Austrocknen schützen. Gegebenfalls sind die eingesäten Stellen durch wiederholte Berieselung wenigsten in den darauf folgenden 7 Tagen gut feucht zu halten.
Die Stellen dürfen nun für 2 Monate nicht betreten werden. Bevor es im Herbst kälter wird, besteht die letzte Möglichkeit im Jahr die Lücken durch eine Nachsaat zu behandeln.