Rollrasen verlegen - wie macht man`s richtig

Rollrasen verlegen - Bahn für BahnEin Rollrasen lässt sich relativ schnell und einfach verlegen, wenn der Boden entsprechend vorbereitet wurde. Der größte Teil der Zeit, um eine solche Rasenfläche anzulegen, wird daher wie bei einem ausgesäten Rasen für die Vorarbeiten benötigt.


Der richtige Zeitpunkt


Theoretisch kann ein Rasen zwar den ganzen Sommer über angelegt werden, die beste Zeit hierfür ist jedoch der Frühling. Auf diese Weise bleiben den Grashalmen bis zum Winter genügend Zeit, ein kräftiges Wurzelwerk zu bilden, damit

sie den Winter gut überstehen. Rollrasen sollte immer nur bei trübem Wetter verlegt werden, denn dann ist die Gefahr nicht so groß, dass er austrocknet. Er kann nur begrenzt Wasser in seinen Wurzeln speichern und sollte daher nach dem Kauf so schnell wie möglich verlegt werden. Ist eine kurzfristige Lagerung nicht zu vermeiden, muss er immer wieder befeuchtet werden.

Die Vorbereitungen

Beim Anlegen einer Rasenfläche ist die gute Vorbereitung des Bodens besonders wichtig, denn Unebenheiten lassen sich später nur schwer wieder beseitigen. Vor dem Verlegen sollte daher sämtliches Unkraut, Steine und andere Fremdstoffe aus der Erde entfernt werden. Diese Arbeit kann zusammen mit dem Umgraben der gesamten Fläche erfolgen. Damit der neue Rasen leicht Wurzeln schlagen kann, sollte der Boden mindestens 20 Zentimeter tief umgegraben und gut gelockert werden. Danach braucht er einige Wochen, um sich wieder zu setzen. So entstehen in der späteren Rasenfläche keine Löcher.

Gute Startbedingungen

Rasen von der Rolle - schnell verlegt, aber preisintensivEine Bodenprobe hilft dabei, Nährstoffmängel zu entdecken und schon vor dem Verlegen des Rasens auszugleichen. Ist der Nährstoffgehalt sehr schlecht, können vorab Pflanzen wie Lupinen oder Luzerne ausgesät werden, um den Stickstoffgehalt, der für ein gutes Wachstum des Rasens nötig ist, zu erhöhen. Ein sehr schwerer und dichter Boden kann dagegen mit etwas Sand durchlässiger gemacht werden, damit sich später kein Wasser staut.

Den Rollrasen verlegen

Damit die Oberfläche, auf die der Rollrasen verlegt werden soll, wirklich glatt ist, wird sie mit einer Walze geebnet, die in einem Baumarkt ausgeliehen
werden kann. Danach wird die gesamte Fläche wieder leicht aufgeharkt und darauf zunächst ein Starterdünger verteilt. Er versorgt den Rollrasen in der ersten Zeit mit den nötigen Nährstoffen, die er zum Anwachsen benötigt. Danach werden die Bahnen auf der Fläche ausgelegt. Hierbei ist darauf zu achten, dass die Stöße immer etwas versetzt sein sollten, damit keine langen Fugen entstehen. Um durch das eigene Gewicht die frisch angelegte Fläche nicht unnötig zu belasten, wird beim Verlegen am besten ein langes Holzbrett als Unterlage benutzt, sodass sich das Gewicht gleichmäßiger verteilt. Nachdem Bahn für Bahn ausgelegt wurde, wird die gesamte Fläche dann wiederum mit der Walze geebnet. Im Anschluss an diese Arbeiten ist eine gute Bewässerung äußerst wichtig. Direkt nach dem Verlegen wird der Rasen daher ausgiebig gesprengt und auch in den folgenden Wochen muss er je nach Wetterlage mindestens einmal täglich bewässert werden.

Auch ein Rollrasen sollte nicht sofort nach dem Verlegen betreten werden. Eine Schonfrist von drei Wochen sorgt dafür, dass er gut anwachsen und kräftige Wurzeln bilden

kann. Die weitere Pflege unterscheidet sich nicht von einer ausgesäten Rasenfläche, ein Rollrasen wird daher auf die gleiche Weise regelmäßig geschnitten und gedüngt.

Vorbereitung und Durchführung

Bevor es nun ans verlegen des Fertigrasens geht, sollte noch einmal die Oberfläche geglättet werden und Steine abgesammelt werden. Dies ist sehr wichtig, da bei unebenen Flächen der Fertigrasen nach einer Zeit einsacken kann und es zu unschönen Dellen kommt. Ein wenig spezieller Anwuchsdünger erleichtert dem Fertigrasen das anwachsen. Sollte der Boden sehr trocken sein, nässt man ihn etwas an und beginnt nun langsam den Rollrasen auf der Fläche zu verlegen. Dabei sollte an einer Ecke begonnen werden und dann Bahn auf Bahn eng verlegt werden. Um Trittspuren auf dem Rasen zu vermeiden, bieten sich Bretter als Gehwege auf dem Rasen an. Nachdem nun der gesamte Rasen ausgerollt ist, können nicht einzelne Stellen mit Überschuss an Fertigrasen ausgebessert werden, damit eine komplette Rasenfläche entsteht. Mit einer leichten Rolle wird der Rasen nun mit dem Boden verbunden, dies erleichtert dem Fertigrasen das anwachsen. Etwas Oberflächendünger und Wasser gibt dem Fertigrasen den letzten Feinschliff. In den nächsten Tagen sollte der Rasen täglich gut gewässert werden hierbei geht gilt: Lieber einmal viel Wasser als mehrmals am Tag wenig. Neben der Bewässerung von Hand bieten sich auch spezielle Bewässerungssysteme mit Feuchtigkeitsfühlern an, die dem Rasen ausreichend Wasser zuführen.

In den ersten Tagen sollte der Rasen nicht großartig belastet werden. Nach etwa 14 Tagen steht dann in der Regel der erste Schnitt mit einem Rasenmäher an. Hier empfehlen sich Geräte, an denen die Schnitthöhe eingestellt werden kann. Das Mähen bringt aber den Nachteil, dass dem Rasen Nährstoffe entzogen werden - hier sollte mit einem Landzeitdünger entgegengewirkt werden. Bei der Dünung sollte darauf geachtet werden, dass der Rasen trocken ist und erst nach dem verteilen des Düngers gewässert wird, so kann der Dünger direkt in den Boden einziehen. Mit diesen Tipps sollte es kein großes Problem mehr sein, seinen Rollrasen selber zu verlegen.