Steckbrief der Blaumeise - Nahrung, Brutzeit, Fütterung im Winter

Steckbrief der Blaumeise - Nahrung, Brutzeit, Fütterung im Winter

Die Blaumeise ist unter dem wissenschaftlichen Namen Cyanistes caeruleus oder auch unter dem Synonym Parus caeruleus bekannt. Sie ist eine Vogelart der Ordnung Sperlingsvögel der Unterordnung Singvögel und wird der Familie der Meisen zugeordnet.

blaumeise flAufgrund ihres blau-gelben Gefieders ist die Blaumeise leicht zu erkennen, die in Mitteleuropa beheimatet ist.

Die Blaumeise bevorzugt als Lebensraum überwiegend die Laub- und Mischwälder, die einen großen Bestand an Eichen haben.

Aber auch in

Gärten und Parkanlagen ist der Kleinvogel häufig anzutreffen. Ebenfalls ist die Blaumeise in einigen angrenzenden asiatischen Regionen und auf den Kanarischen Inseln sowie in Afrika anzutreffen.

Die Geschlechtsbestimmung bei der Blaumeise gestaltet sich für den Laien etwas schwierig, hier sollte auf das Gefieder geachtet werden. Das Blaumeisen Männchen weist auf der Kopfplatte ein reines und tieferes Blau auf, als das Weibchen.

Auch bei der Färbung und Breite des Halsbandes können Männchen und Weibchen voneinander unterschieden werden. Beim Männchen ist dieses meistens vier bis zehn Millimeter breit und ist tief-blau-schwarz. Das Weibchen dagegen hat ein zwischen zwei und 7,5 Millimeter matt, dunkles, bläulich-graues Halsband. Weitere Erkennungsmerkmale des Männchens sind die Steuerfedern, Flügelbinde und die Stirn, die mehr Weiß aufweisen.

Nahrung und Nahrungsbedarf der Blaumeise

Während der Zeit der Fortpflanzung und bei der Aufzucht der Jungvögel bevorzugt die Blaumeise überwiegend tierische Nahrung, wobei sie den verschiedenen Spinnen und Insekten den Vorzug gibt. Pflanzliche Kost dominiert bei der Blaumeise vorwiegend in der Herbst- und Winterzeit.

Über eine besondere Geschicklichkeit verfügt die Blaumeise bei der Nahrungssuche und
stellt dabei ihre näher verwandten Meisen in den Schatten. Sie klammert sich regelrecht an den äußersten Zweigen und Blättern fest und hängt dabei oftmals kopfüber.

Als Werkzeuge werden dabei die Füße auf vielfältige Art und Weise eingesetzt. Mit dem kurzen Schnabel kann die Blaumeise perfekt hämmern und auch spalten, damit holt sie kleinere Objekte aus dem Holz heraus.

Die älteren Blaumeisen benötigen rund 80 Prozent tierische Nahrung, wobei größtenteils kleine Beutetiere verzehrt werden, die unter zwei Millimeter lang sind. Außer Schmetterlingen sind Blattläuse eine wahre Bereicherung für den Speiseplan des Kleinvogels.

Aber auch unterschiedliche Hautflügler und Käfer stellen einen Leckerbissen für die Blaumeise dar, wohingegen sie sich im Spätwinter für eine kurze Zeit mit den Larven von Mücken und Fliegen begnügt. Ebenso stehen regelmäßig Spinnen auf dem Speiseplan.

Als pflanzliche Nahrung werden im Herbst verschiedene Beeren und Obstsorten vertilgt, damit sie bis zum frühen Winter ihr Höchstgewicht erreichen. Der Frühling bietet eine reichliche Auswahl an Blatt- und Blütenknospen, wobei Pollen und Nektar bevorzugt werden.

Die Brutzeit der Blaumeise

In der Regel brüten Blaumeisen in Baumhöhlen, genauso werden oftmals Nistkästen angenommen. Für den Nestbau investiert die Blaumeise sehr viel Zeit, da das Nest sehr aufwändig gestaltet wird. In Mitteleuropa beginnt das Legen der Eier etwa Mitte April, wobei sechs bis zwölf Eier vollkommen normal sind, nur sehr selten ist das Gelege größer.

Ausschließlich das Weibchen ist für die Bebrütung verantwortlich, das Revier wird dagegen vom Männchen verteidigt, welches auch das Balzfüttern fortsetzt. Nachdem das letzte Ei gelegt ist, beginnt

die Brut, die zwischen zwölf und 17 Tage dauert.

Die Winterfütterung der Blaumeise

Im Winterhalbjahr sucht die Blaumeise regelmäßig die von Menschen bereit gestellten Futterstellen auf. Aber auch die Bucheckern in den Wäldern dienen dem Kleinvogel als Nahrung, womit er einen erheblichen Einfluss auf die Wintersterblichkeit nehmen kann. Sind die Bucheckern nicht ausreichend vorhanden, dann werden auch andere Sämereien, wie die Edelkastanien und Eicheln verwertet.

Zusätzlich dienen noch einige krautige Pflanzen sowie die Samen von unterschiedlichen Nadel- und Laubgehölzen zur Nahrung, um sich auf den Winter vorzubereiten.