Wie überwintern Schmetterlinge?

Wie überwintern Schmetterlinge?

Schmetterlinge überwintern je nach Art in verschiedenen Stadien. Bei einigen erfolgt die Überwinterung noch bevor sie aus dem Ei geschlüpft sind, bei anderen Arten überwintern die Raupen, Puppen oder sogar die ausgewachsenen Falter.

schmetterling7 flEs gibt aber auch einige Arten, bei denen die erwachsenen Tiere lieber in den Süden fliegen, weil es dort etwas wärmer ist.

Eier, Raupen und Puppen

Einige Schmetterlinge legen im Sommer ihre Eier auf Pflanzenteilen oder Steinen ab, damit sie dort überwintern. Erst

im Frühling schlüpfen aus diesen Eiern dann die Raupen, die sich im weiteren Verlauf zum Schmetterling verpuppen. Diese Eier werden von den Schmetterlingsweibchen nur festgeklebt, aber nicht besonders gegen die Kälte geschützt und überleben trotzdem niedrige Temperaturen. Raupen und Puppen dagegen spinnen sich mit Fäden an Pflanzenteilen fest oder graben sich in den Boden ein. Manche Arten bleiben bei der Überwinterung allein, andere finden sich lieber in etwas größeren Gruppen zusammen.

Die Überwinterung
der Falter


Zu den Schmetterlingsarten, die als ausgewachsene Insekten überwintern, gehören der Zitronenfalter und der Kleine Fuchs, die hierzulande recht häufig vorkommen. Sie suchen sich im Winter einen geschützten Platz beispielsweise in einem hohlen Baumstamm oder in ausgedienten Nestern und Bauten anderer Tiere. Auch ruhige Stellen in Wohnhäusern wie im Keller oder auf dem Dachboden kommen hierfür infrage. Dort fallen sie in eine Winterstarre und bewegen sich kaum noch. Ihr Herzschlag und ihr Stoffwechsel verlangsamen sich extrem, sodass die Insekten mit sehr wenig Energie auskommen und deshalb während der Wintermonate nicht verhungern.

Sollte es im Winter zwischendurch etwas wärmer werden, kann es aber auch sein, dass sie aus ihrer Winterstarre kurz erwachen, umherfliegen und eventuell auch Nahrung zu sich nehmen, soweit sie welche finden. Daher kann es sein, dass man diese Schmetterlinge auch während des Winters ab und zu sieht.

Die Reise in den Süden

Für einige Schmetterlingsarten ist der Winter in Mitteleuropa aber schlichtweg zu kalt, als dass sie hier überleben könnten. Sie machen sich daher wie die Zugvögel im Spätsommer auf die Reise in wärmere Gebiete, um dort zu überwintern. Zu dieser Gruppe gehört beispielsweise der Admiral.

Schmetterlinge in Haus und Garten

Um den Schmetterlingen die Überwinterung zu erleichtern, ist es sinnvoll, verwelkte Blütenstängel und Stauden im Herbst stehen zu lassen, damit sich Raupen und Puppen daran anheften können. Wer aktiv etwas tun möchte, kann aber auch etwas Reisig im Garten verteilen. Schmetterlinge, die in den Wintermonaten im Haus entdeckt werden, sollten möglichst nicht in ihrer Winterruhe gestört werden. In einem warmen Raum haben sie jedoch kaum Überlebenschancen, daher sollten sie in diesem Fall vorsichtig in einen kalten Raum umquartiert werden.