Wenn man nicht die Zeit oder das Talent hat seine Hecke selber zu schneiden, ist es ein großer Vorteil daß es Menschen gibt von denen man sich die Hecke schneiden lassen kann.

Kosten: Übersicht über die Positionen

Das Schneiden von Hecken kann je nach Pflanzenart und den Ausmaßen sehr aufwendig sein. Die Preise für das Schneiden der Hecke kann deshalb nicht pauschal beantwortet werden. Die einzelnen Positionen geben darüber Aufschluss, wie sich die Preise zusammensetzen und der
  • Lohn: darunter wird der eigentliche Aufwand, das Schneiden der Hecke, abgerechnet
  • Anfahrt: die Anfahrtskosten werden pro Kilometer berechnet
  • Entsorgung: die Kosten für die Entsorgung des Grünabfalls
  • Werkzeug: falls Geräte und Werkzeug berechnet werden
Diese vier Positionen müssen für die Kostenberechnung für das Schneiden der Hecke beachtet werden. Dabei ist der Lohn die wichtigste und in vielen Fällen teuerste Position, die bei den Preisen vorhanden ist und
sich aus verschiedenen Kriterien berechnen lässt. Anhand der einzelnen Positionen können Sie genau erkennen, an welchen Ecken Sie noch sparen sollten, vor allem wenn die Ausmaße Ihrer Hecke beachtlich sind.

Lohn

Der Lohn ist stark abhängig von der Abrechnungsvariante des Gärtners. Die Ausmaße und der Pflegebedarf bestimmen genau, welche Form sich für Sie mehr lohnt:

1. Stundenlohn:
der Stundenlohn beträgt bei den meisten Fachbetrieben und eigenständig agierenden Gärtnern 25 bis 35 Euro. Das klingt auf den ersten Blick wenig, doch müssen Sie beachten, dass Hecken sehr groß, hoch und dicht wachsen können. Die Abrechnung nach Stunden lohnt sich für Hecken mit den folgenden Eigenschaften:
  • niedrige Hecken bis 150 cm
  • leicht zu schneiden
  • nur ein Pflege- oder Auffrischungsschnitt wird benötigt
Die Länge ist hierbei recht egal, da die Gärtner keine Leiter für Hecken mit einer Höhe von 150 cm benötigen. Das spart Zeit und dadurch können längere Hecken schneller bearbeitet werden.

2. Preis pro Meter:
Meterpreise sind die häufigste Art der Abrechnung und liegen im Durchschnitt bei neun Euro pro Meter. Die Preise variieren zwischen drei und 22 Euro und bieten sich gut für Schnitte mit hohem Zeitaufwand an, da Sie nur für den Meter und nicht die Stunden bezahlen. Bei einer Hecke mit einer Länge von zehn Metern kommen Sie dann auf einen Preis von 30 bis 220 Euro, durchschnittlich etwa 90 Euro. Unterschieden werden hier aber häufig die Schwierigkeit des Schnitts und die Höhe der Hecke:
  • Hecken bis 150 cm: geringer Aufwand, Kosten können unter 3 Euro pro Meter betragen
  • Hecken bis 200 cm: höherer Aufwand, durchschnittlicher Preis wird verlangt
  • Hecken über 200 cm bis 350 cm: hoher Aufwand, Preis liegt deutlich über dem Durchschnitt
Bitte beachten Sie, dass der Preis nicht per Kubik- oder Quadratmeter, sondern Meter berechnet wird.

Anfahrt

HeckeBei der Anfahrt können Sie Kosten sparen, wenn Sie mehrere Anbieter vergleichen. Wichtig hierbei ist die Auswahl eines Betriebs, der nicht weit entfernt liegt und so keine langen Anfahrtswege hinnehmen muss. Kürzere Anfahrtswege sorgen für geringere Kosten und umgekehrt. Typische Kostenbeispiele im Überblick:
  • bis 20 km werden häufig keine Anfahrtskosten berechnet
  • 30 bis 50 km: 15 - 30 Euro
  • ab 50 km: 50 - 100 Euro
  • jede weitere 50 km: 50 - 60 Euro
Seltener werden Kilometerpreise verlangt, was Sie jedoch vermeiden sollten, wenn Sie nicht in direkter Nähe zum Betrieb wohnen. Je nach Betrieb variieren die Kilometerpreise deutlich voneinander und können locker zwischen 50 Cent und über zehn Euro betragen. Bedenken Sie bei der Kostenberechnung daher unbedingt die Entfernung zum Fachbetrieb, um hohe Kosten zu sparen. Zudem müssen Sie beachten, dass
Anfahrtswege für jeden Tag berechnet werden. Falls Sie nun 50 Kilometer von einem Betrieb wegwohnen und dieser Ihre Hecke an zwei Tagen schneidet, müssen Sie für jeden Tag die Fahrtkosten bezahlen. Das heißt, am Ende zahlen Sie zwischen 100 und 200 Euro für zwei Arbeitstage.

Tipp: besonders hohe Anfahrtskosten können Sie sparen, wenn Sie einen Anbieter auswählen, der Pauschalen anbietet. In dieser sind die Anfahrtskosten in die Leistung integriert, was bei langen Anfahrtswegen viel günstiger ausfallen kann.

Entsorgung

Die Kosten für die Entsorgung des Grünabfalls nach dem Schnitt ist abhängig von Ihrer Selbstleistung. Sie können entweder das Unternehmen oder den Gärtner dazu beauftragen, wobei hier per Kubikmeter Abfall abgerechnet wird, oder selbst die Entsorgung übernehmen. Die beiden Möglichkeiten im Detail:

1. Entsorgung durch den Fachmann:
verfügt der Betrieb oder Gärtner über einen Häcksler, können kleine Mengen kostenlos entsorgt werden. Bei größeren Mengen werden durchschnittlich 40 bis 50 Euro pro m³ berechnet. Bei einer Menge von 10 m³ würden Sie demnach auf Kosten von 400 bis 500 Euro kommen. In diesem Preis sind Kosten für die Deponie und den Transport eingerechnet.

2. Selbstständige Entsorgung:
die Entsorgung in Eigenregie ist stark abhängig von der Menge des Grünabfalls. Wurde die Hecke nur sanft aufgefrischt, können die Zweige meist auf den Kompost gegeben werden, vor allem wenn es sich um kleine und niedrige Hecken handelt. Fallen jedoch größere Mengen Abfall an, werden die Kosten folgendermaßen berechnet:
  • Leihtarife für Transporter: 8 bis 40 Euro für 4 Stunden, 100 bis 250 Euro pro Tag, seltener Tagespreise unter 100 Euro
  • Container: 70 Euro für 5 m³, 100 Euro für 7 m³, 120 Euro für 10 m³
  • Deponiekosten: abhängig von der Gemeinde, meist 200 bis 250 Euro für eine Menge von 10 m³

Werkzeug

Je nach Aufwand kann es sein, dass Sie zusätzliche Kosten für das benötigte Werkzeug zahlen müssen, zum Beispiel eine leistungsfähigere Heckenschere, deren Anschaffungskosten mehrere tausend Euro betragen können. Das Topmodell von Husqvarna die HUSQVARNA 325HE4 allein kostet laut Hersteller UVP 869 Euro. Diese Kosten müssen Sie im Voraus anfragen, da diese von Betrieb zu Betrieb unterschiedlich sind. Die Preise für das zusätzliche Werkzeug sind abhängig von den Ausmaßen und der Art der Hecke. Müssen zum Beispiel Hecken aus einem sehr festen Holz geschnitten werden, ist eine höhere Leistung notwendig. Einige Fachbetriebe verlangen neben den oben genannten Posten allgemein eine Gebühr für die Bereitstellung der Werkzeuge. In den meisten Fällen müssen Sie hier keine Stromkosten aufwenden, da viele der Geräte mit brennbaren Kraftstoffen betrieben werden. Häufig sind die Werkzeugkosten mit den Leihgebühren in Baumärkten vergleichbar.

Selbst schneiden: Preisübersicht

BuchenheckeNatürlich können Sie die Hecken aus eigener Kraft schneiden. Zwar müssen Sie dann die gesamte Arbeit selbst übernehmen, doch sparen Sie bei dieser Variante deutlich mehr, da die benötigten Werkzeuge durch eine gute Wartung über zehn Jahre lang verwendet werden können. Hier kommen folgende Kosten auf Sie zu:

1. Heckenschere (manuell):
die klassische Variante der Heckenscheren ist zugleich die günstigste. Der Preis für eine Heckenschere liegt zwischen 15 und 50 Euro und ist stark abhängig vom Hersteller und zusätzlichen Funktionen. Zum Beispiel sind Buchsscheren speziell auf Buchsbäume und andere Heckenpflanzen mit ähnlichem Wuchs ausgerichtet.

2. Heckenschere (elektrisch):
elektrische Heckenscheren sind aufgrund ihrer Funktionsweise deutlich teurer, jedoch nicht unerschwinglich. Der Vorteil an den
Heckenscheren ist ihre lange Nutzungsdauer, denn im Durchschnitt halten sie zehn bis zwölf Jahre durch. Für den Preis von 60 bis 200 Euro für das Gerät würden Sie gerechnet auf diesen Zeitraum nur 6 bis 25 Euro pro Jahr ausgeben.

3. Ersatzmesserblätter für elektrische Heckenscheren:
über die Jahre müssen Sie die Messerblätter der elektrischen Heckenscheren entweder auswechseln oder schärfen. Der Austausch der Blätter ist einfach und ein neues Messerblatt kostet um die 30 bis 50 Euro, abhängig vom Hersteller.

4. Zusätzliche Geräte:
wie Leitern oder Arbeitskleidung, die zum Beispiel bei giftigen Heckenpflanzen wie den Lebensbäumen (bot. Thuja) benötigt wird, verursachen ebenfalls Kosten. Bei diesen handelt es sich aber nur um einmalige Anschaffungen, da sie ebenso robust wie die Heckenscheren sind. Für Leitern müssen Sie mit Kosten von 25 bis 100 Euro rechnen. Dieser Preisrahmen ist abhängig von der Höhe und Sprossenanzahl der Leiter, sowie dem Material und der Qualität.

Insgesamt würden sich die Kosten beim selbstständigen Heckenschneiden auf 50 bis 300 Euro belaufen, je nachdem ob Sie weitere Utensilien wie Leitern oder ein neues Messerblatt benötigen oder sich komplett ein neues Gerät zulegen wollen. Dafür müssen Sie keine Kosten für den Transport und den Lohn für die Gärtner aufwenden.

Tipp: die jährlichen Stromkosten elektrischer Heckenscheren sind recht gering, da der Großteil der Heckenpflanzen ein bis zwei Schnitte im Jahr benötigen. Im Durchschnitt werden Ihnen für die Nutzung einer elektrischen Heckenschere mit einer Leistung von 500 Watt, die fünf bis sechs Stunden bei einem typischen Preis von 0,25 Cent pro Kilowattstunden dauerhaft genutzt wird, Kosten von maximal 1,25 bis 2,50 Euro im Jahr berechnet.