Der Rasen nimmt in der Regel den weitaus größten Raum im Garten ein. Das bedeutet aber auch, dass bedeutet aber auch, dass er praktisch überall angrenzt - an Beete, Bäume und Sträucher genauso wie an Gehwege, Schuppen und Hausmauern. Da macht es durchaus Sinn, die einzelnen Bereiche durch sogenannte Mähkanten vom Rasen dezidiert abzugrenzen. Bei Beeten ist das sogar dringend anzuraten.

Grundproblem

Gräser neigen von Natur aus dazu, sich unkontrolliert auszubreiten. Lässt man ihnen freien Lauf, erobern sie sich beständig neues Terrain. Grundsätzlich ist das ja auch nicht verkehrt. Im Garten jedoch kann es zu reichlich Unordnung und zu Wachstumsproblemen führen. Vor allem in Beeten und Sträucheranpflanzungen will man definitiv kein unerwünschtes Gras haben. Um das zu vermeiden, ist eine strikte Abgrenzungen zum
Rasen nötig. Als ideal haben sich dabei die sogenannten Rasenkantensteine erwiesen. Sie sorgen zuverlässig dafür, dass dem Flächenwachstum des Rasens Grenzen gesetzt werden. Die Voraussetzung dafür: Sie müssen zwischen zehn und 15 Zentimeter tief in der Erde stecken. Folglich muss ein kleiner Setzgraben für die Steine und eventuell auch für ein Fundament gegraben werden, um die Steinbarriere aufnehmen zu können.

Rasenkantensteine

Rasenkantensteine sind im Gartenfachhandel oder in Baumärkten erhältlich. Es gibt sie als Betonguss in unterschiedlichen Formen und Ausführungen oder als Natursteine. Für welche man sich entscheidet ist vor allem eine Frage des persönlichen Geschmacks - und des Geldbeutels. Natursteine sind zum Teil deutlich teurer als gegossene Steine. Je nach Ausführung und Größe muss bei Betongusssteinen mit Kosten von 2,50 bis 6 Euro pro laufendem Meter gerechnet werden. Wie viele Steine man tatsächlich braucht hängt natürlich von der Länge der Abgrenzung ab, die gesetzt werden soll. Das genaue Messen ist vorab also Pflicht, um den Bedarf ermitteln zu können. Dabei empfiehlt es sich großzügig zu messen. Dies gilt vor allem dann, wenn die Steine nicht in einer geraden Linie, sondern geschwungen oder im Kreis angeordnet werden sollen.

Tipp: Bei größeren Mengen sollten man die Rasenkantensteine unbedingt per Lkw anliefern lassen, da ganz schnell ein erhebliches Gewicht zusammenkommen kann, für das der eigene Pkw meistens nicht mehr ausgelegt ist.

Werkzeuge und Materialien

Wiese ohne RasenkanteDas wichtigste Werkzeug, das es zum Setzen von Rasenkantensteinen braucht ist ein sogenannter Pflasterhammer, mit dem die Steine festgeklopft werden. Mit einem herkömmlichen Hammer sollte das Festklopfen erst gar nicht versucht werden, da dabei die Gefahr groß ist, dass die Steine brechen. Pflasterhämmer gibt es in unterschiedlichen Ausführungen. Die einfachste davon ist sicherlich der Gummihammer. Der Hammerkopf besteht hier nicht aus Metall, sondern aus robustem Hartgummi. Er reicht für den Einbau von Rasenmähkanten vollkommen aus. Im Baumarkt ist ein guter Gummihammer bereits ab rund zehn Euro zu bekommen. Des Weiteren benötigt man folgende Werkzeuge:
  • Spaten
  • Meterstab
  • Wasserwaage
  • Schnur
  • Stampfer
Auch was die weiteren Materialien angeht, ist der
Aufwand überaus übersichtlich. Grundsätzlich empfehlenswert ist herkömmlicher Bausand, auf dem die Steine aufgesetzt werden, wenn man sie ohne Fundament verlegt. Wird hingegen ein Fundament benötigt, sind dafür zwingend neben dem Sand noch Zement und Wasser vonnöten. Sollen die Steine nicht in einer geraden Linie, sondern gewunden oder im Kreis verlegt werden, empfiehlt es sich, die Form vorab auf Pappe aufzuzeichnen und auszuschneiden. Herkömmliche Kartons eignen sich dafür ideal.

Graben ziehen

Zunächst gilt es einen kleinen Graben auszuheben, in dem später die Steine Platz finden werden. Der Graben wird logischerweise an der Grenze zwischen dem Rasen und beispielsweise den Beeten gezogen. Er folgt dabei dieser Grenze. Man hebt dazu mit dem Spaten Erdreich aus. Das Spatenblatt gibt dabei die Breite vor. Die Tiefe hingegen ist abhängig von der Höhe der gekauften Rasenkantensteine. Als Faustregel gilt, dass die Steine zwei bis drei Zentimeter über die Erdoberfläche hinausragen sollen. Diese maximal drei Zentimeter müssen also zunächst abgezogen werden. Hinzurechnen sollte man hingegen 1,5 bis zwei Zentimeter für eine Sandbefüllung und bis zu drei Zentimeter für ein Fundament.

Fundament

Bei Ausheben des Grabens entscheidet sich meistens übrigens auch, ob es ein Fundament braucht. Erweist sich der Boden nämlich als stark lehmhaltig, kann man getrost darauf verzichten und sich mit einer Sandgrundlage behelfen. Ist er hingegen sehr sandig, muss ein Fundament sein, um das Absinken der Steine dauerhaft zu vermeiden. Auch wenn es mehr Arbeit macht - grundsätzlich ist ein Fundament zu empfehlen. Zum einen sichert es die kleine Steinmauer, die man da zieht ab. Zum anderen bildet es eine nahezu unüberwindbare Barriere für die Graswurzeln.

Fundament einbringen

Bei einem lehmhaltigen Boden reicht es wie gesagt aus, in den Graben lediglich eine Sandschicht einzubringen, auf der die Steine später zum Liegen kommen. Diese Schicht sollte möglichst gleichmäßig eine Höhe von maximal zwei Zentimetern haben. Ideal ist hierfür Bau- bzw. Maurersand. Entschließt man sich stattdessen für ein Fundament, muss zunächst Mörtel angemacht werden. Dazu rührt man in einem großen Eimer oder einer Wanne vier Teile groben Maurersand mit einem Teil Zement und relativ wenig Wasser an. Das Ziel ist eine möglichst zähe Substanz. Anschließend wird dieser Mörtel gleichmäßig in den Graben eingebracht und mit dem Stampfer festgestampft. Sobald er etwas angetrocknet ist, können dann darauf die Steine verlegt werden.

Hinweis: Bei der Mischung 4:1 lässt sich der getrocknete Mörtel später bei Bedarf auch relativ leicht wieder entfernen. Man baut hier also keinesfalls für die Ewigkeit.

Steine verlegen

Wiese - Rasen - GrasDas Verlegen der Rasenkantensteine ist dann ein Kinderspiel. Wichtig ist, dass sie möglichst dicht aneinander liegen. Hier kann mit dem Pflasterhammer nachgeholfen werden. Die Steine werden mit dem Hammer also nicht nur von oben festgeklopft, sondern immer auch von der noch freien Seite. Es versteht sich von selbst, dass die Steine an der Oberseite plan abschließen sollten. Höhenunterschiede gleicht man mit dem Hammer aus. Um ganz sicher zu gehen
sollte definitiv eine Wasserwaage zum Einsatz kommen. Um eine wirklich gerade Linie zu erreichen, spannt man am besten an einer der Seiten auf der kompletten Länge eine Schnur, an der man sich orientieren kann. Sind alle Steine verlegt, werden die Ränder des Grabens mit Erdreich aufgefüllt und dann festgeklopft oder festgetreten.

Rundungen

Es kann sein, dass man aus ästhetischen Gründen oder einfach, weil es die Topographie so vorgibt keinen geraden Steinverlauf, sondern einen geschwungenen anlegen muss. Dabei geht man zunächst wie oben beschrieben vor. Um aber wirklich saubere Rundungen zu bekommen, empfiehlt sich der Einsatz einer Schablone, die man beim Setzen der Steine immer wieder anlegt. Außerdem sollte man den Zwischenräumen zwischen den einzelnen Steinen ein besonderes Augenmerk schenken. Wie bereits erwähnt, sollten die Steine möglichst eng aneinander liegen. Bei runden Formen ist das meist nur sehr schwer möglich. Normalerweise bilden sich nämlich Lücken. Diese sollten unbedingt mit Mörtel geschlossen werden, um die Rasenbarriere auch wirklich dicht zu bekommen.

Alltagstauglichkeit

Einmal verlegt, erfordern Rasenkantensteine keine große Aufmerksamkeit oder Pflege mehr. Im Alltag machen sie sich kaum bemerkbar, obwohl sie durch die klare Abgrenzung zum Beispiel das Rasenmähen deutlich erleichtern. Die Höhe von zwei bis drei Zentimetern, die sie aus der Erde spitzen, ist für alle gängigen Rasenmäher übrigens kein Problem. Die Steine sind selbstverständlich auch winterhart und halten Frösten stand. Im Herbst sollte man sie lediglich mit Wasser von grobem Schmutz säubern. Ansonsten hat man damit garantiert keine Arbeit mehr.