Kirschlorbeer - Prunus laurocerasusAlle Vertreter von Prunus laurocerasus sind robust und widerstandsfähig. Diese Eigenschaften in Kombination mit dem dichten, immergrünen Laub machen Kirschlorbeeren zu beliebten Heckenpflanzen. In Solitärstellung ist das Gehölz nur selten anzutreffen. Das ist wenig verwunderlich aufgrund der Tatsache, dass man mit wenigen Pflanzen innerhalb kurzer Zeit einen aparten Sichtschutz für den Garten schaffen kann. Immergrüne Gewächse unterscheiden sich in der Pflege minimal von ihren sommergrünen Pflanzennachbarn. Ein paar Besonderheiten sollten auch bei der Kultivierung
berücksichtigt werden.

Anspruchslos und pflegeleicht

Die Pflanze mit den elliptisch geformten Blättern und dem schnellen Wuchs erfreut sich nach wie vor großer Beliebtheit. Der nahe Verwandte von Kirsche und Pflaume behält auch im Winter sein grünes Laubkleid und ist ein Blickfang im kahlen Garten. Eine große Auswahl an Sorten und Hybridformen erhalten Sie im gut sortierten Fachhandel. Die Gewächse unterscheiden sich dabei in der Wuchsform, Größe und in der Blattfarbe. Eine Gemeinsamkeit haben die verschiedenen Sorten des Kirschlorbeers dennoch: Bei ihrem Standort sind die Pflanzen kaum wählerisch. Folgende Voraussetzungen brauchen die Gehölze, um ihre volle Laubpracht auszubilden:
  • Vollschattige Pflanzorte hemmen das Wachstum des Kirschlorbeers
  • Das Gewächs ist nicht zur Unterpflanzung von Bäumen geeignet
  • Die Pflanzen müssen ganzjährig gegossen werden
  • Wenig Toleranz gegenüber Staunässe
Prunus laurocerasus ist robust, trotzdem ist das Gewächs nicht für jede Art von Garten geeignet. Denn abhängig von der Sorte können die Pflanzen eine Höhe und Breite von weit über 300 cm erreichen. Wer Kirschlorbeer als Sichtschutzhecke kultiviert, sollte genügend Abstand einplanen. Eine Tiefe von 60 cm oder mehr ist bei älteren Exemplaren keine Seltenheit. Bei kleineren Grundstücken kann das starke Wachstum der Gewächse schnell zu einem Problem werden. Für eine dauerhafte Kultivierung im Kübel ist die immergrüne Pflanze aus diesem Grund ebenfalls nicht geeignet.

Tipp: Von März bis August sollten dem Kirschlorbeer in einem regelmäßigen Abstand Nährstoffe zugeführt werden. Dies kann durch einen Langzeitdünger aus dem Handel oder durch das Ausbringen von Kompost erfolgen.

Die ideale Pflanzzeit

Selbst gezogene oder gekaufte Stauden kann man vom Frühjahr bis zum Spätherbst in den Garten umsetzen. Der Sommer bietet sich speziell für Ballenware an, wobei bei der Pflanzung ein paar relevante Dinge beachtet werden müssen:
  • Die Gehölze nicht in der Mittagshitze pflanzen
  • Das Wurzelgeflecht sollte vorher ein ausreichendes Wasserbad nehmen
  • Kirschlorbeer bis zum oberen Wurzelrand einsetzen
  • Der Boden darf nicht austrocknen
  • Regelmäßig nachgießen
  • Mindestabstand zwischen den einzelnen Gehölzen einhalten
  • Die unmittelbare Nähe zu Grundstücksgrenzen und Hausmauern meiden
Für wurzelnackte Sträucher, wie es beispielsweise bei Stecklingen der Fall ist, eignen sich die frostfreien Tage im Frühjahr. Bis zum Austrieb von Blättern und Knospen sollten die unterirdischen Pflanzenteile fest angewachsen sein. Bringen Sie zum Schutz vor Kahlfrost eine dicke Schicht Reisig oder Rindenmulch rings um das Gehölz herum aus. Das Material wärmt und versorgt den Kirschlorbeer gleichzeitig mit wichtigen Nährstoffen.

Der
Herbst ist die beste Zeit, um die immergrünen Gehölze an ihren endgültigen Standort im Garten umzusiedeln. In der kalten Jahreszeit kann sich die Pflanze auf die Ausbildung der Wurzeln konzentrieren, um anschließend im warmen Frühling kraftvoll austreiben zu können. Mit der entsprechenden Vorbereitung müssen Sie keine Angst vor Kälte und Schnee haben. In der Praxis hat sich gezeigt, dass Kirschlorbeer im Winter in vielen Fällen eher an Trockenheit stirbt, als an Erfrierung. Vergewissern Sie sich vor dem Auspflanzen davon, dass die Wurzeln der Pflanze den Erdballen komplett durchwurzeln.
Kirschlorbeer - Prunus laurocerasus
Nur starke Gewächse überstehen die kalte Jahreszeit unbeschadet. Schwache bzw. schlecht ausgebildete Gehölze sollten Sie in einem Kübel an einen frostsicheren Platz überwintern. Umwickeln Sie die Gefäße beispielsweise dick mit Sackleinen und bewahren Sie es in der geschützten Umgebung von Hauswänden bzw. in der kühlen Garage auf.

Vorbereitung des Standorts

Neben der besten Pflanzzeit spielt die Vorbereitung des Ortes eine relevante Rolle. Ob das Substrat einen alkalischen oder sauren Wert aufweist, ist dem Gewächs egal. Kirschlorbeer kommt mit jedem ph-Wert zurecht. Die einzigen Anforderungen an den Boden sind:
  • Humusreich
  • Durchlässig
  • Tiefgründig
  • Leicht lehmhaltig
Ein trockenes und stark verdichtetes Erdreich wirkt sich negativ auf das Wachstum der Gehölze aus. Die Wurzeln können sich nur unzureichend entfalten und sind nicht in der Lage, Wasser und Nährstoffe in größeren Mengen aufzunehmen. Regelmäßiges und ausgiebiges Mulchen wäre notwendig, um das Wachstum der Pflanzen wirksam zu unterstützen. Mit einer einfachen Maßnahme können Sie dieser aufwendigen Tätigkeit entgegenwirken und das Substrat dauerhaft auflockern. Arbeiten Sie großflächig Blähton oder kleine Kieselsteine in das Erdreich ein. Beim Anlegen einer Hecke wird dazu das Substrat in einer Tiefe von mindestens 20 cm abgetragen und den Erdaushub mit Humus und dem anorganischen Material vermischt.

Tipp: Alle Pflanzenteile des Kirschlorbeers sind giftig. Tragen Sie Handschuhe, um den direkten Kontakt mit der Haut zu vermeiden.

Mindestabstand bei Heckenpflanzung

Damit der Kirschlorbeer zur Geltung kommt, müssen beim Anpflanzen ein paar Regeln beachtet werden. Der Mindestabstand ist einer dieser relevanten Punkte. Das Gehölz wird bevorzugt als Hecke genutzt. Beim Anlegen der dichten, immergrünen Sichtschutzwand dürfen sich die einzelnen Pflanzen nicht gegenseitig im Wachstum behindern. 3 Pflanzen pro Meter schaffen bereits nach zwei bis drei Jahren eine undurchdringliche Barriere. Wer etwas mehr Zeit investieren möchte, hält einen Mindestabstand von ca. 110 cm zwischen den einzelnen Pflanzen hinein. Bei kleineren und schwachwüchsigeren Sorten kann der Abstand auf 90 cm reduziert werden.

Fazit
Das beliebte Gehölz ist eine starkwüchsige und robuste Heckenpflanze. Bei der Pflege der Rosengewächse müssen nur wenig relevante Punkte berücksichtigt werden. Die beste Pflanzzeit für das immergrüne Ziergehölz liegt im Herbst. Ballenware mit einem gut ausgeprägten Wurzelgeflecht trotzt mühelos den Minustemperaturen im Winter. Schwache und wurzelnackte Gewächse werden im Frühjahr und Sommer in den Garten umgesetzt. Der Nachteil: Der Pflegeaufwand ist geringfügig höher und die Pflanzen brauchen länger, ehe sie sich am neuen Standort akklimatisieren.